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Julius-Blog

11.12.2019

„Sie haben sich um die Stiftung verdient gemacht“

Kurzweilig, mit vielen lachenden Augen und einigen Überraschungen verabschiedeten Arbeitskollegen, Mitarbeiter und langjährige Wegbegleiter Franz Ebert, den Geschäftsbereichsleiter Zentrale Aufgaben der Stiftung Juliusspital, in den verdienten Ruhestand. 42 Jahre und sieben Monate hatte er für die Würzburger Stiftung gearbeitet und in dieser Zeit viele Veränderungen im Juliusspital miterlebt und auch mitgestaltet.

Stiftungsleiter Walter Herberth beschrieb Ebert als einen Mitarbeiter, der über die lange Zeit seines Wirkens und über seinen vielfältigen Funktionen, wohl mit die tiefsten Einblicke in nahezu alle Bereiche der Stiftung hatte. So arbeitete er „unter“ vier Oberpflegamtsdirektoren, erlebte mehrere Organisationsveränderungen, leitete neben vielen anderen Bauprojekten unter anderem die Generalsanierung des Krankenhauses und gestaltete die Übernahme neuer Bereiche mit.

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„In 42 ½ Jahren ist immens vieles in der Stiftung geschehen, vieles davon unter Ihrer maßgeblicher Mitgestaltung “, sagte Herberth. „Die Projekte, an denen Sie mitgewirkt haben, sind und bleiben über viele Jahre und hoffentlich Jahrzehnte von außen sichtbar. Bauwerke und Projekte, die auch Ihre Handschrift tragen. Sie haben sich um die Stiftung verdient gemacht.“

Am 1. Juni 1977 begann Franz Ebert seinen Dienst im Juliusspital als Verwaltungsinspektor für die Vermögens- und Liegenschaftsverwaltung. Damals, so verriet er den Gästen beim Abschied in der Zehntscheune, habe er gedacht, „naja, so fünf Jahre werde ich schon bleiben, vielleicht auch sechs.“ Dass daraus vier Jahrzehnte werden würden, das hatte er damals nicht auf dem Plan stehen.

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Er zog mit seinem Arbeitsplatz in den vergangenen 40 Jahren fünfmal innerhalb des Spitals um, arbeitet mit vier Oberpflegamtsdirektoren zusammen und mit drei Wirtschaftsprüferbüros. Bei seiner Verabschiedung nahm er die Gäste nun mit auf seinen „Spaziergang durch den Wandel der Stiftung“ und gab ihnen Einblick in die Vielfältigkeit seiner Aufgaben.

Als Projektmanager verantwortlich für Generalsanierung des Krankenhauses (1991-2011)

Sein Aufgabengebiet begann mit der Immobilienverwaltung und dem Bereich Versicherungen. In den darauffolgenden Jahren erweiterte es sich Stück für Stück und er arbeitete in der Verwaltungsleitung des Krankenhauses der Stiftung mit. Er wurde Projektmanager für die Großbaumaßnahmen der Würzburger Stiftung und begleitete dabei maßgeblich die Generalsanierung des Juliusspital Krankenhauses von 1991 bis 2011.

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Auch das Weingut hat die Dienste des Projektmanagers gerne in Anspruch genommen mit der Sanierung von Zehntscheune und Gartenpavillon, dem Bau der Weinlogistik mit Parkhaus, dem Betriebshof in der Steinstraße und, und, und. Weiter ging es für Franz Ebert mit dem Projekt Hospiz, das die Stiftung nunmehr seit 2013 in der Würzburger Sanderau betreibt. Auch die Generalsanierung und der Umbau der Vogelsburg geschah unter seiner Feder.

Er begleitete viele Organisationsänderungen der Stiftung mit

Während seiner Zeit als Leiter des Geschäftsbereichs „Zentrale Aufgaben und Projektmanagement“ begleitete er viele Organisationsänderungen (von der Verwaltungssparte übers Referat bis hin zum Geschäftsbereich) mit und neue Tätigkeitsfelder der Stiftung wie z. B. neue Fachabteilungen im Krankenhaus, die Palliativakademie, die Epilepsieberatung, den Beschäftungsfond…). Er war verantwortlich für die Finanz- und Immobilienabteilung der Stiftung, das technische Facilitymanagement und für die Juliusspital Epilepsieberatung Unterfranken.

Ein großes "Dankeschön" an alle Wegbegleiter

„Immer wieder Veränderung, immer wieder Neues und stets im Wandel, denn nichts ist beständiger als der Wandel“, sagte Ebert. Es sei eine schöne Zeit gewesen in der Stiftung mit der Möglichkeit des Gestaltens, doch gab es auch bewölkte Zeiten. Ebert dankte seiner Frau, denn sie habe „viel Spital aushalten müssen“ und allen seinen Wegbegleitern und wünschte seiner Nachfolgerin Almut Hädicke ein glückliches Händchen.

Für die Stiftung wünsche er sich, dass sie immer offen bleibt für Veränderungen – ohne dem Zeitgeist nachzugeben, sagte er und fügte an: „Besonders ihr Selbstbewusstsein solle sie nicht verlieren, auch wenn sie durch die Ausgliederung des Krankenhauses scheinbar kleiner wurde.“

Natürlich konnte sich Franz Ebert nicht einfach so verabschieden. Es gab auch Geschenke!  Von der Stiftung überreichte ihm Walter Herberth die neuzeitlich gestaltete Stiftungsurkunde. „Sie ruht auf einem Muschelkalkblock, der die Grundlage unseres Tuns als Juliusspitäler schlechthin darstellt und damit auch Ihr jahrzehntelanges Wirken in der Stiftung und für die Stiftung würdigt“, erklärte er.

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Natürlich waren auch die Kollegen nicht mit leeren Händen gekommen. Sie hatten überlegt und gegrübelt: „Was kann Herr Ebert denn gebrauchen? Was macht er wohl mit seiner neu gewonnenen Freizeit? Sicherlich langweilt er sich künftig ohne Spital…!?“, zählte Rebecca Einwag, Eberts ehemalige Assistentin und neue Geschäftsbereichsleiterin Projektmanagement und Immobilien auf. Schließlich sei man zum Schluss gekommen, „dass Sie ja eh schon alles haben, was Sie brauchen.“

Geschenke für Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft

Also musste etwas Besonderes her. Aus einem wurden schließlich drei Geschenke und Franz Ebert hatte sichtlich Freude bei der Übergabe derselben. Es gab für ihn etwas aus der Vergangenheit, etwas, dass ihn an die Gegenwart erinnert und etwas für die Zukunft, die neue Zeit im (Un)Ruhenstand.

„Für das Geschenk für die Vergangenheit haben wir keine Kosten und Mühen gescheut und uns in lange und zähe Verhandlungen mit dem juliusspitälischen Weingut gestürzt, aber es hat sich gelohnt, denn wir konnten einen edlen Tropfen erstehen“, berichtete Einwag. Aus der Schatzkammer des Weinguts gab es einen „1977er Randersackerer Marsberg Kerner Spätlese“ für Ebert.

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„Diesen 42 Jahre alten Wein aus Ihrem Eintrittsjahr in die Stiftung möchten wir Ihnen gerne als Erinnerung an Ihre Zeit hier im Spital überreichen“, sagte Einwag und verriet, dass der Weingutsleiter des größten Silvaner-Weinguts der Welt – der nicht namentlich genannt werden wollte – ihr erzählt habe, dass 1977 ein schwieriges Jahr für das Weingut war, aber „dass dieser Wein sehr erfolgreich war und das Beste, was das Weingut im Jahr 1977 geerntet hat – also ein gelungenes Symbol. Schließlich hat auch die Liegenschaftsverwaltung der Stiftung im Juni 1977 einen guten Fang mit dem damaligen Regierungsinspektor Franz Ebert gemacht.“

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Für die Gegenwart haben die Mitarbeiter von Eberts Team einmal kräftig in die Kamera gewunken und für die Zukunft im Ruhestand gab es für ihn eine Weinwanderung der besonderen Art mit den Alpakas aus Hellmitzheim. „Die Tiere sollen eine beruhigende und therapeutische Wirkung haben! Das hilft sicher um nun erstmal richtig zu entschleunigen“, gab ihm Einwag noch mit auf den Weg.