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20.07.2026

Engagement, das bewegt: Würzburger spendet für Senioren, Kinder und Schwerkranke

Bewohner des Juliusspital Seniorenstifts überreicht an seinem 80. Geburtstag 18.000 Euro an soziale Einrichtungen der Stiftung Juliusspital Würzburg.

Anlässlich seines 80. Geburtstags im Mai 2026 hat Peter Wettengel insgesamt 18.000 Euro für soziale Einrichtungen der Stiftung Juliusspital Würzburg gespendet. Der Bewohner des Service-Wohnens im Juliusspital Seniorenstift unterstützte mit 10.000 Euro die Urlaubsfahrt der Bewohnerinnen und Bewohner des Seniorenstifts. Weitere 5.000 Euro gingen an die Palliativstationen sowie 3.000 Euro an die Missio Kinderklinik des Klinikums Würzburg Mitte, das Teil der Stiftung Juliusspital ist.

Für den rüstigen 80-Jährigen ist Helfen selbstverständlich. „Ich freue mich einfach, wenn ich anderen eine Freude machen kann. Das macht mir selbst große Freude“, sagt Wettengel. Wer ihn kennt, weiß, dass diese Worte keine Floskel sind. Er engagiert sich regelmäßig zu verschiedenen Anlässen im Seniorenstift, unterstützt Mitbewohner, pflegt viele Freundschaften, spielt Golf, reist gerne an die Nord- und Ostsee und engagiert sich seit Jahren für verschiedene soziale Projekte in Würzburg. Neben dem Juliusspital unterstützt er unter anderem auch die Würzburger Tafel und die Augustiner.

Dabei war Peter Wettengel kein Unternehmer und kein Großverdiener. Viele Jahre arbeitete er als Angestellter an der Universitätsbibliothek Würzburg. Erst der Verkauf seines Hauses verschaffte ihm finanzielle Möglichkeiten, die er heute bewusst nutzt. „Ich habe für mich festgelegt, was ich für mein Leben und eine mögliche spätere Pflege brauche. Alles, was darüber hinausgeht, möchte ich sinnvoll weitergeben.“ Seinen Freundes- und Bekanntenkreis regt er regelmäßig dazu an, sich zu Geburtstagen lieber Spenden statt Geschenke zu wünschen.

Mit dem Juliusspital verbindet ihn eine persönliche Geschichte. Seine Ehefrau wurde vor sechs Jahren auf den Palliativstationen des Juliusspitals bis zu ihrem Tod begleitet. Die dort erfahrene menschliche und medizinische Betreuung hat ihn nachhaltig beeindruckt. Vor rund eineinhalb Jahren zog Herr Wettengel selbst in das Betreute Wohnen des Juliusspital Seniorenstifts ein, dessen Qualität und herzliche Atmosphäre er bis heute sehr schätzt. Insgesamt hat er die Stiftung Juliusspital inzwischen bereits mit rund 40.000 Euro unterstützt.

„Herr Wettengel zeigt eindrucksvoll, dass jeder Mensch etwas bewegen kann – unabhängig von Beruf oder Vermögen. Sein Beispiel macht Mut und erinnert daran, wie viel Gutes entstehen kann, wenn Menschen bereit sind zu teilen. Im Namen der gesamten Stiftung Juliusspital bedanken wir uns sehr für die große Spende“, würdigt Karsten Eck, Oberpflegamtsdirektor der Stiftung Juliusspital, das außergewöhnliche Engagement.

Besonders freut sich das Seniorenstift über die zweckgebundene Spende für die traditionelle Urlaubsfahrt der Bewohnerinnen und Bewohner. Seit mehr als 30 Jahren ermöglicht das Juliusspital Seniorenstift jedes Jahr eine mehrtägige Reise, die für viele Seniorinnen und Senioren zu den schönsten Erlebnissen des Jahres zählt. Der ehemalige langjährige Einrichtungsleiter Clemens Halbig hatte sie damals ins Leben gerufen und begleitet sie bis heute.

„Unsere Urlaubsfahrt schenkt den Bewohnerinnen und Bewohnern Gemeinschaft, Lebensfreude und unvergessliche Erinnerungen. Dass Herr Wettengel dieses Herzensprojekt mit seiner großzügigen Spende unterstützt, ist für uns etwas ganz Besonderes“, freut sich Jana Nolte, Einrichtungsleiterin des Juliusspital Seniorenstifts. 

Auch das Team der Palliativstationen am Klinikum Würzburg Mitte zeigt sich bewegt von Herrn Wettengels außergewöhnlichem Engagement: „Diese Spende ist für uns ein besonderes Zeichen des Vertrauens und der Wertschätzung für die Begleitung, die wir schwerkranken Menschen und ihren Angehörigen in ihrer letzten Lebensphase geben dürfen“, sagt Dr. med. Heribert Joha, Oberarzt der Klinik für Anästhesiologie, Intensiv- und Palliativmedizin am KWM. „Dass Herr Wettengel sich aufgrund seiner eigenen Erfahrung dazu entschließt, unsere Arbeit auf diese Weise zu unterstützen, erfüllt uns mit großer Dankbarkeit.“, ergänzt Dr. med. Andreas Bornträger, Oberarzt und Sektionsleitung Palliativmedizin der Klinik für Anästhesiologie, Intensiv- und Palliativmedizin.

Dass Herr Wettengel sich nicht nur in medizinischen Bereichen engagiert, zu denen er unmittelbare Berührungspunkte pflegt, beeindruckt Prof. Dr. med. Christina Kohlhauser-Vollmuth, Chefärztin der Missio Kinderklinik: „Wir freuen uns sehr, dass Herr Wettengel auch an die jüngsten Patientinnen und Patienten unseres Klinikums denkt, und sind zutiefst dankbar für diese großzügige Spende. Viele Angebote unserer Kinderklinik – von der Nachsorge zu früh geborener Babys über das Spielzimmer der Klinik bis hin zu unterstützenden Therapien für schwer- und mehrfach behinderte Patientinnen und Patienten – sind nur dank Spendengeldern möglich. Ich kann Herrn Wettengel daher versichern, dass das Geld vollumfänglich genau dort ankommt, wo es Kindern und ihren Familien während eines Krankenhausaufenthaltes unmittelbar hilft.“

Seit 450 Jahren erfüllt die Stiftung ihren gemeinnützigen Auftrag „Helfen & Heilen“ für alte, kranke und hilfsbedürftige Menschen. Spenden leisten dabei einen wichtigen Beitrag, diesen Auftrag auch in Zukunft mit Leben zu füllen. Herr Wettengel zeigt eindrucksvoll, dass Großzügigkeit nicht vom Beruf oder Vermögen abhängt, sondern von der Entscheidung, das eigene Glück mit anderen zu teilen.