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19.08.2026

Bayerische Gesundheitsministerin Judith Gerlach besuchte Stiftung Juliusspital

Die Bayerische Staatsministerin für Gesundheit, Pflege und Prävention erhielt Einblicke in die Hospiz- und Palliativversorgung sowie den Klinikalltag und würdigte die Arbeit der Stiftung Juliusspital in ihrem 450. Jubiläumsjahr.

Anlässlich des 450-jährigen Jubiläums der Stiftung Juliusspital Würzburg besuchte die Bayerische Staatsministerin für Gesundheit, Pflege und Prävention, Judith Gerlach, MdL, am Montag, 10. August 2026, die Stiftung. Bei einem ausführlichen Rundgang erhielt die Ministerin Einblicke in die vielfältige soziale Arbeit des Juliusspitals – von der Hospiz- und Palliativversorgung über die medizinische und pflegerische Versorgung im Klinikum bis hin zur Pflegeausbildung.

Palliativversorgung

Erste Station war das 2013 eröffnete Juliusspital Hospiz. Gemeinsam mit Oberpflegamtsdirektor und Leiter der Stiftung, Karsten Eck, sowie Hospizleiterin Sibylla Baumann besichtigte Judith Gerlach das Hospiz in der Würzburger Sanderau und informierte sich über die Begleitung schwerstkranker und sterbender Menschen. Bei einem Rundgang durch Gästezimmer, Wintergarten und Garten zeigte sich die Ministerin sehr interessiert an der Arbeit und beeindruckt von der besonderen Atmosphäre des Hauses und dem Ziel, Lebensqualität bis zuletzt zu ermöglichen. Das stationäre Hospiz ergänzt als vierte Säule die umfassende Hospiz- und Palliativversorgung der Stiftung Juliusspital mit Palliativstationen, ambulantem Palliativdienst und Palliativakademie. Die Stiftung engagiert sich seit Beginn dieses Jahrtausends in besonderer Weise für Menschen in ihrer letzten Lebensphase.

Einblicke in Klinikalltag

Anschließend führte der Besuch in das Klinikum Würzburg Mitte am Standort Juliusspital, das den historischen Auftrag der Krankenversorgung heute als modernes Stiftungskrankenhaus fortführt. Gemeinsam mit Oberpflegamtsdirektor Karsten Eck, dem Kaufmännischen Direktor Simon Veit, dem Ärztlichen Direktor Prof. Dr. med. Mathias Mäurer und der stellvertretenden Pflegedirektorin Dr. Cornelia Köstler besuchte die Ministerin die Notaufnahme und Stroke Unit, die Palliativstationen sowie die Neurologische Frührehabilitation. Im Mittelpunkt stand neben den Einblicken in die medizinischen und pflegerischen Abläufe vor allem der direkte Austausch mit Ärzten und Pflegekräften verschiedener Fachabteilungen über aktuelle Themen und Herausforderungen im Klinikalltag.

Neubauprojekt Pflegebildungszentrum

Ein weiteres Thema war die Pflegeausbildung, die in der Stiftung Juliusspital seit mehr als 100 Jahren fest verankert ist und kontinuierlich weiterentwickelt wird. Bei einem gemeinsamen Blick auf die Baustelle des neuen Julius Care Pflegebildungszentrums informierte sich Gerlach über das Zukunftsprojekt der Stiftung. Der Neubau soll moderne Rahmenbedingungen für die Ausbildung künftiger Pflegekräfte schaffen und wird vom Freistaat Bayern mit 2,5 Millionen Euro aus dem Krankenhausförderetat unterstützt.

450 Jahre Stiftungsgeschichte

Zum Abschluss führte der Rundgang zurück zu den historischen Wurzeln des Juliusspitals. An der Steinernen Stiftungsurkunde aus dem Gründungsjahr 1576 erläuterte Weingutsleiterin Tanja Strätz den bis heute geltenden Stiftungsauftrag „Helfen & Heilen“. Anschließend führte der Weg durch den historischen Holzfasskeller des Juliusspital Weinguts. In der Vinothek trug sich die Ministerin schließlich in das Gästebuch der Stiftung ein.

„Der gute Geist, der hier vor 450 Jahren von der Gründung ausging, ist bis heute mit Händen zu greifen – dank der Menschen, die ihn am Leben halten. Zum Jubiläum gratuliere ich der Stiftung herzlich und wünsche ihr weiterhin viel Erfolg bei ihrer so wertvollen Arbeit.“, würdigte Bayerns Gesundheitsministerin Judith Gerlach die Stiftung Juliusspital anlässlich ihres Besuches.

Mit rund 2.700 Mitarbeitenden vereint die Stiftung Juliusspital Gesundheitsversorgung, Seniorenpflege, Pflegeausbildung sowie Hospiz- und Palliativarbeit unter einem Dach. Wirtschaftliche Bereiche wie Weingut, Land- und Forstwirtschaft tragen mit ihren Erträgen dazu bei, den gemeinnützigen Stiftungsauftrag „Helfen & Heilen“ für Würzburg und die Region zu sichern.

Titelbild: Große Freude über den Besuch von Bayerns Gesundheitsministerin Judith Gerlach (M.) bei Stiftungs- und Klinikumsleitung sowie Ärzten und Pflegekräften: v.l. Kaufmännischer Direktor Simon Veit, Chefarzt Anästhesiologie, Intensiv- und Palliativmedizin PD Dr. Jan Stumpner, Pflegerische Leiterin Palliativstationen Regina Raps, Ärztlicher Direktor Prof. Dr. Mathias Mäurer, Staatsministerin Judith Gerlach, Oberpflegamtsdirektor Karsten Eck, stv. Pflegedirektorin Dr. Cornelia Köstler und Sektionsleiter Palliativmedizin Oberarzt Dr. Andreas Bornträger (Foto: StMGP, Roland Banning)