„Soziale Verantwortung braucht verlässliche Rahmenbedingungen.“
Würzburg, 10. September 2026. Wie lassen sich Tradition, soziale Verantwortung und Zukunftsfähigkeit miteinander verbinden? Darüber tauschten sich Katharina Schulze, Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen im Bayerischen Landtag, und Patrick Friedl, unterfränkischer Landtagsabgeordneter und Sprecher für Naturschutz und Klimaanpassung der Grünen-Landtagsfraktion, bei ihrem Besuch mit Oberpflegamtsdirektor Karsten Eck, Weingutsleiterin Tanja Strätz und Dominik Landeck, Geschäftsführer des Klinikums Würzburg Mitte, aus.
Bei einem Rundgang erhielten die beiden Landtagsabgeordneten Einblicke in die besondere Verbindung von sozialem Stiftungsauftrag und wirtschaftlichen Tätigkeiten. Stationen waren unter anderem der historische Stiftungsbereich, das Weingut sowie der Neubau des Julius Care Pflegebildungszentrum.
Katharina Schulze zeigte sich beeindruckt von der Vielfalt und dem Engagement in der Stiftung und erklärte:
„Das Juliusspital zeigt eindrucksvoll, wie Tradition und Zukunft zusammengehören. Hier wird Geschichte bis heute gelebt, in der medizinischen und pflegerischen Versorgung genauso wie im Weinbau. Ich konnte mich vor Ort von der Leidenschaft und dem Engagement der Mitarbeiter*innen überzeugen und habe größten Respekt vor ihrer Arbeit. Das Juliusspital trägt seit Jahrhunderten Verantwortung für die Menschen und die Region und ist ein wichtiger Teil Würzburgs. Damit diese besondere Verbindung von sozialer Verantwortung, regionalem Weinbau und gelebter Tradition auch in Zukunft erhalten bleibt, braucht es verlässliche politische Rahmenbedingungen. Gute Versorgung und starke regionale Strukturen dürfen keine Selbstverständlichkeit sein – sie müssen dauerhaft gesichert und weiterentwickelt werden.“
Oberpflegamtsdirektor Karsten Eck: „Unser Stiftungsauftrag ‚Helfen & Heilen‘ ist seit 450 Jahren aktuell. Damit wir ihn auch in Zukunft verlässlich erfüllen können, müssen wir Bewährtes erhalten und zugleich mutig weiterentwickeln. Dafür brauchen wir Rahmenbedingungen, die nachhaltiges Handeln und langfristige Planung ermöglichen.“
Der Besuch mündete in einen offenen und fruchtbaren, themenübergreifenden Austausch – von der Krankenversorgung und der Finanzierung der Geburtshilfe über die Herausforderungen im Weinbau bis hin zum Bürokratieabbau. Schulze bat die Verantwortlichen der Stiftung ausdrücklich darum, konkrete Beispiele aus der Praxis zu benennen, um bestehende Hürden sichtbar zu machen und politische Lösungen stärker an der praktischen Umsetzung auszurichten.