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12.08.2026

„In Würde Abschied nehmen“: Interaktive Ausstellung stößt auf großes Interesse

BGW-Wanderausstellung gastiert noch bis 21. August in der Juliusspital Palliativakademie – für die zweite Augusthälfte sind noch Workshop-Termine verfügbar

Würzburg. Unter dem Titel „In Würde Abschied nehmen“ ist am 24. Juli 2026 in der Palliativakademie der Stiftung Juliusspital Würzburg eine interaktive Ausstellung der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) eröffnet worden. Die Ausstellung richtet sich an Menschen, die schwerkranke und sterbende Menschen beruflich oder ehrenamtlich begleiten, und stellt dabei die beiden zentralen Themen: Kommunikation und Selbstfürsorge in den Mittelpunkt. Sie ist Teil des Jubiläumsjahres zum 25-jährigen Bestehen der Juliusspital Palliativakademie und der Palliativstationen des Klinikum Würzburg Mitte am Standort Juliusspital.

Zur Eröffnung begrüßte Oberpflegamtsdirektor Karsten Eck geladene Gäste aus Medizin, Pflege, Hospiz- und Palliativarbeit sowie Vertreter der BGW und des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit, Pflege und Prävention. Akademieleiterin Birgit Müller-Kolbert führte durch den feierlichen Auftakt und dankte besonders der BGW für die vertrauensvolle Zusammenarbeit. Deren stellvertretende Hauptgeschäftsführerin Claudia Drechsel-Schlund gab Einblicke in die Idee und das Konzept der Wanderausstellung. Dr. Rainer Schäfer näherte sich dem Thema aus palliativmedizinischer Sicht und rückte Würde und Autonomie am Lebensende in den Mittelpunkt, Dr. Christian Kirchhoff, 1. Vorsitzender des Hospizvereins Würzburg e. V., ergänzte die Perspektive der Hospizarbeit. Wie eine würdevolle Begleitung schwerkranker und sterbender Menschen gelingen kann, beleuchtete anschließend eine von Andreas Jungbauer moderierte Gesprächsrunde mit Dr. Rainer Schäfer, Oberarzt Dr. Heribert Joha, Psychoonkologin PD Dr. Elisabeth Jentschke, dem ehemaligen pflegerischen Leiter der Intensivstation Joachim Päckert und Hospizbegleiterin Gabriele Richter.

Vom Pionierprojekt zum Palliativzentrum

Die Ausstellungseröffnung lenkte zugleich den Blick auf 25 Jahre Palliativversorgung im Juliusspital. Was 2001 mit der ersten Palliativstation Unterfrankens und der Palliativakademie begann, umfasst heute Palliativstationen, Palliativakademie, Ambulanten Palliativdienst, Hospiz sowie das vom Hospizverein Würzburg bereitgestellte Brückenteam – ein in dieser engen Verzahnung bundesweit einzigartiges Angebot.

„Das Besondere ist das Zusammenspiel unserer vier Säulen der Palliativversorgung. Kurze Wege und ein kontinuierlicher fachlicher Austausch ermöglichen eine Begleitung, die den Menschen mit seinen Wünschen und Bedürfnissen bis zuletzt in den Mittelpunkt stellt“, betonte Oberpflegamtsdirektor Karsten Eck.

 „Die Ausstellung lädt dazu ein, sich auf interaktive Weise mit den Herausforderungen und besonderen Anforderungen in der Begleitung am Lebensende auseinanderzusetzen. Unterschiedliche Stationen ermöglichen es den Teilnehmenden, eigene Erfahrungen und Perspektiven einzubringen und auf vielfältige Weise miteinander in einen Dialog zu treten“, beschreibt Akademieleiterin Birgit Müller-Kolbert das neuartige Ausstellungskonzept.

Noch freie Plätze im August

Seit dem offiziellen Ausstellungsbeginn stößt „In Würde Abschied nehmen“ auf große Resonanz. Für die zweite Augusthälfte stehen noch freie Workshop-Termine zur Verfügung. Die Ausstellung richtet sich insbesondere an Pflegekräfte, Ärztinnen und Ärzte, therapeutische Berufsgruppen sowie Menschen, die sich ehrenamtlich in der Hospiz- und Palliativarbeit engagieren.

Die Ausstellung ist noch bis 21. August 2026 in der Juliusspital Palliativakademie zu Gast. Die Teilnahme ist kostenfrei und nach vorheriger Anmeldung für Einzelpersonen und Gruppen möglich.

Information und Anmeldung: www.bgw-online.de/iwanexterner Link


Bildergalerie: 

Titelbild: Veranstalter, Organisatoren und Mitwirkende der Ausstellungseröffnung „In Würde Abschied nehmen“ im Juliusspital Park: v.l. Andreas Jungbauer, Karsten Eck, Joachim Päckert, Dr. Christian Kirchhoff, PD Dr. Elisabeth Jentschke, Gabriele Richter, Birgit Müller-Kolbert, Claudia Drechsel-Schlund, Andreas Schatte, Dr. Rainer Schäfer, Dr. Heribert Joha (Foto: Jonas Blank)