Hoffest der Juliusspital Landwirtschaft
Trotz hochsommerlicher Temperaturen nutzten zahlreiche Besucherinnen und Besucher die Gelegenheit, beim Hoffest unserer Juliusspital Landwirtschaft auf Gut Seligenstadt einen Blick hinter die Kulissen eines der größten landwirtschaftlichen Betriebe Frankens zu werfen. Im Rahmen des 450-jährigen Jubiläums der Stiftung Juliusspital öffnete der Betrieb gemeinsam mit dem Bayerischen Bauernverband, Kreisverband Würzburg, der seinen diesjährigen Bauerntag in die Veranstaltung integriert hatte, seine Tore und machte moderne, nachhaltige Landwirtschaft für Groß und Klein erlebbar.
Landwirtschaft sichert den Stiftungsauftrag
Die Juliusspital Landwirtschaft ist eine tragende wirtschaftliche Säule unserer Stiftung. Mit einer verantwortungsbewussten und zukunftsorientierten Bewirtschaftung trägt sie maßgeblich dazu bei, den sozialen Auftrag der Stiftung langfristig zu sichern. Als einer der größten Zuckerrübenlieferanten Frankens setzt sie auf regionale Lebensmittelproduktion, innovative Anbaumethoden und nachhaltiges Wirtschaften. Gemeinsam mit dem Juliusspital Weingut, das hochwertige Frankenweine erzeugt, sowie dem Forstbetrieb, der auf den heimischen Energieträger Holz setzt, bildet sie eine wichtige Grundlage für die wirtschaftliche Stärke der Stiftung.
Wertschätzung für die heimische Landwirtschaft
Den offiziellen Festakt eröffnete nach dem Gottesdienst und der Segnung des neuen Konsumgetreidespeichers der Oberpflegamtsdirektor der Stiftung Juliusspital, Karsten Eck. Anschließend würdigte Landrat Thomas Eberth die Entwicklung der Juliusspital Landwirtschaft und ihren wichtigen Beitrag für die Produktion regionaler Lebensmittel. Weitere Grußworte sprachen der Gutsverwalter der Juliusspital Landwirtschaft, Christian Regnet, der Kreisobmann im Bayerischen Bauernverband, Michael Stolzenberger, der 1. Vorsitzender des Erzeugerrings, Florian Hoßmann, sowie Prosselsheims 2. Bürgermeister, Bernhard Friedrich.
Die Festrede hielt Hubert Aiwanger, Bayerischer Staatsminister für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie sowie stellvertretender Bayerischer Ministerpräsident. Er hob die zentrale Rolle einer starken heimischen Landwirtschaft für die Versorgungssicherheit hervor und sprach sich für verlässliche politische Rahmenbedingungen, mehr Planungssicherheit und weniger Bürokratie aus. Die Stiftung Juliusspital bezeichnete er als gelungenes Beispiel dafür, wie wirtschaftlicher Erfolg, Nachhaltigkeit und der Erhalt wertvoller Kulturgüter über Generationen hinweg miteinander verbunden werden können. Zudem appellierte er, verstärkt auf regionale Lebensmittel, fränkischen Wein sowie heimische Energieträger wie Holz und Biogas zu setzen. Dies stärke nicht nur die Landwirtschaft, sondern sichere zugleich die Zukunft regionaler Betriebe und nachfolgender Generationen.
„Seit 450 Jahren übernimmt die Stiftung Juliusspital Verantwortung für die Menschen in unserer Region. Unsere Landwirtschaft leistet dazu einen entscheidenden Beitrag. Es freut uns sehr, dass so viele Besucherinnen und Besucher unser Hoffest genutzt haben, um sich selbst ein Bild davon zu machen, wie wir Tradition, Innovation und nachhaltiges Wirtschaften miteinander verbinden“, freute sich Oberpflegamtsdirektor Karsten Eck.
Vielfältiges Programm für Groß und Klein
Im Anschluss nutzten die Gäste die Gelegenheit, den Betrieb hautnah zu erleben. Bei Felderfahrten, Einblicken in die Saatgutproduktion, einer Maschinenausstellung und zahlreichen Kinderaktionen wurde moderne Landwirtschaft für Groß und Klein erlebbar. Für das leibliche Wohl sorgten Gegrilltes aus den Juliusspital Weinstuben, selbstgebackene Kuchen der Ortsbäuerinnen und erfrischendes Bauernhofeis – eine willkommene Abkühlung bei den sommerlichen Temperaturen.
Titelbild: v.l. Björn Jungbauer, MdL, Christian Regnet, Felix von Zobel, MdL, Weinkönigin Angelina Seiler, Zuckerfee Melina Düll, Karsten Eck, Staatsminister Hubert Aiwanger, Bezirkstagspräsident Stefan Funk
(Foto: Katharina Otto)