Jubiläumsblog

27.03.2026

Stiftung Juliusspital pflanzt 450 Bäume für Würzburg

450 Bäume für 450 Jahre: Mit einer Baumpflanzaktion am Spazierweg „Innere Leiste“ unterhalb der Festung Marienberg hat die Stiftung Juliusspital Würzburg ein sichtbares Zeichen anlässlich ihres Jubiläums gesetzt.

Beitrag im Sinne der Nachhaltigkeit

Mit der Aktion verbindet die Stiftung ihr Jubiläum bewusst mit einem Projekt, das über den Anlass hinaus Wirkung entfaltet. Seit ihrer Gründung im Jahr 1576 handelt sie im Sinne ihres Stifters Julius Echter und erfüllt bis heute ihren Auftrag „Helfen & Heilen“ – verbunden mit einem verantwortungsvollen und langfristig ausgerichteten Umgang mit den ihr anvertrauten Ressourcen.

Oberpflegamtsdirektor Karsten Eck begrüßte unter anderem Bischof Dr. Franz Jung, Würzburgs Oberbürgermeister Martin Heilig, Regierungsvizepräsident Jochen Lange, Kanzler Dr. Uwe Klug von der Julius-Maximilians-Universität sowie die Fränkische Weinkönigin Angelina Seiler.

„Bei unseren 20 Baumpaten handelt es sich um Vertreterinnen und Vertreter aus Stadt, Region, Kirche, Wissenschaft und fränkischer Heimat, die eng mit der Stiftung Juliusspital Würzburg verbunden sind – und natürlich um die Geschäftsbereiche und Betriebe unserer eigenen Stiftung. Das ist Ausdruck der Vielfalt und der starken Vernetzung unserer Stiftung“, sagte Eck.

Baumpatenschaften als Zeichen der Verbundenheit

Im Zentrum der Baumpflanzaktion standen damit bewusst Partner, mit denen die Stiftung historisch und bis heute eng verbunden ist. Als Fürstbischof hat Julius Echter nicht nur das Juliusspital gegründet, sondern das Bistum geprägt, die Universität in Würzburg neu belebt und die fränkische Kulturlandschaft – insbesondere den Weinbau – nachhaltig beeinflusst. Die Stiftung ist bis heute in dieses gewachsene Gefüge eingebettet und fühlt sich diesen Bereichen in besonderer Weise verbunden.

Würzburgs Oberbürgermeister Martin Heilig betonte die besondere Bedeutung der Stiftung für die Stadt: „Wir sind froh, dass wir das Juliusspital haben.“ Es stehe für verlässliche Krankenversorgung, für hervorragende Pflege und für ausgezeichneten Wein, und sei aus Würzburg nicht wegzudenken.

Bischof Dr. Franz Jung griff in seinem Grußwort die Symbolik der Pflanzung auf: „Es gibt keinen guten Baum, der schlechte Früchte bringt.“ Julius Echter habe bei all seinem Wirken auf Qualität geachtet – bei der Bistumsreform ebenso wie bei der Gründung von Universität und Juliusspital. Entscheidend sei jedoch auch das Umfeld: Standort, Bedingungen und Pflege. Er dankte dem Oberpflegamt für die Anstrengungen, die „Pflanzung“ Juliusspital zu erhalten und weiterzuentwickeln.

Auch die Fränkische Weinkönigin Angelina Seiler hob die Bedeutung der Aktion hervor. Bäume seien ein wichtiger Beitrag für das Stadtklima und eine Investition in die Zukunft kommender Generationen.

Grußworte sprachen zudem Regierungsvizepräsident Jochen Lange und Universitätskanzler Dr. Uwe Klug, die beide die enge Verbundenheit ihrer Institutionen mit der Stiftung Juliusspital betonten.
Zuletzt wurden die Bäume von Juliusspital Pfarrer Bernhard Stühler gesegnet und anschließend gemeinsam eingepflanzt.

Beitrag zu Stadtklima und Lebensqualität

Der Standort wurde bewusst gewählt: Der viel genutzte Spazierweg in den Weinbergen wird durch die neue Bepflanzung ökologisch aufgewertet und zugleich für die Öffentlichkeit erlebbar gestaltet. Ein Teilbereich, der aufgrund der anspruchsvollen Steillage nicht mehr bewirtschaftet wird, wird so gezielt weiterentwickelt und leistet künftig einen Beitrag zur Verbesserung des Mikroklimas sowie zur Stabilisierung des Bodens. Entlang des Weges wurden 20 Obstbäume gepflanzt, darunter Mirabellen-, Apfel-, Birn-, Zwetschgen- und Kirschbäume. Diese stehen künftig Spaziergängerinnen und Spaziergängern zur Verfügung. Im Hangbereich wurde die Fläche gezielt ökologisch weiterentwickelt: Neben hitzetoleranten, heimischen Baumarten wie Mehlbeere und Feldahorn wurden Sträucher wie Schlehe und Heckenrose gesetzt. Ergänzend wurde eine Magerrasenmischung aus verschiedenen Gräsern und Blühpflanzen eingesät, die Lebensräume für zahlreiche Insektenarten wie Wildbienen und Hummeln sowie für wärmeliebende Tiere schafft.

Trotz Regen und herausfordernder Wetterbedingen haben alle Beteiligten einen starken Zusammenhalt bewiesen und damit einen konkreten Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung dieses besonderen Ortes geleistet.

Foto: Markus Hauk