Jubiläumsblog

17.03.2026

450. Stiftungstag

Emotionaler Auftakt des Jubiläumsjahres für unsere Mitarbeitenden

Mit einem feierlichen Gottesdienst, einem Festakt im historischen Gartenpavillon und einem anschließenden Empfang beging die Stiftung Juliusspital Würzburg am 12. März 2026 ihren 450. Stiftungstag. Seit der Gründung durch Fürstbischof Julius Echter von Mespelbrunn im Jahr 1576 steht die Stiftung für einen Auftrag, der bis heute unverändert gilt: Menschen helfen und Kranke heilen. Über viereinhalb Jahrhunderte hinweg hat sich daraus ein einzigartiges Netzwerk aus sozialen, medizinischen und wirtschaftlichen Einrichtungen entwickelt – getragen von Menschen, die diesen Auftrag täglich mit Leben erfüllen.

Festlicher Auftakt: Gottesdienst mit Bischof Jung

Den Auftakt des Jubiläumstages bildete ein Pontifikalgottesdienst in der Stiftungskirche St. Kilian, zelebriert von Bischof Dr. Franz Jung. In seiner Predigt würdigte er die Geschichte der Stiftung als „eine beeindruckende Bilanz, die nur wenige aufweisen können“.

Der Wahlspruch des Stifters Julius Echter: „Die Kraft des guten Werks ist die Beharrlichkeit“ ziehe sich bis heute durch die Geschichte des Juliusspitals. Gerade diese Beharrlichkeit sei es gewesen, die es ermöglicht habe, über Jahrhunderte hinweg Armen- und Krankenfürsorge nachhaltig zu gestalten. Das Juliusspital sei schon im 16. Jahrhundert als eine Art „Komplexeinrichtung“ entstanden, die verschiedene soziale Aufgaben im Sinne der christlichen Nächstenliebe vereinte – ein Gedanke, der bis heute in der Vielfalt der Stiftungseinrichtungen weiterlebe.

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Dank an die „Stiftungsmenschen“

Beim anschließenden Festakt im Gartenpavillon begrüßte Oberpflegamtsdirektor Karsten Eck die Mitarbeitenden, die Mitglieder des Oberpflegamts sowie seine Vorgänger im Amt – ebenso den Bischof Dr. Franz Jung, den Festredner Joachim Herrmann, die Regierungspräsidentin Dr. Susanne Weizendörfer und alle Gäste und Freunde der Stiftung. In seiner Rede stellte er die Mitarbeitenden in den Mittelpunkt. „Unsere größte Stärke sind die Menschen unserer Stiftung. Sie sorgen jeden Tag dafür, dass die Idee unseres Stifters Julius Echter lebendig bleibt.“

Eck betonte, dass die Stiftung über die Jahrhunderte zu einem vielfältigen Sozialunternehmen gewachsen ist – mit Einrichtungen in Pflege, Medizin, Bildung und Beratung sowie wirtschaftlichen Betrieben in Weinbau, Landwirtschaft, Forst und Handwerk. Als verbindende Klammer dieser Vielfalt nannte er die gemeinsamen Werte, die alle Bereiche miteinander verbinden und die Stiftungsgemeinschaft zu einer Wertegemeinschaft machen.

Zugleich sprach Eck auch die aktuellen Herausforderungen der Stiftung an – vom wirtschaftlichen Druck im Gesundheitswesen bis zum steigenden Bedarf an Pflege. Ein 450 Jahre alter Auftrag könne nur dann lebendig bleiben, wenn man mit der Zeit gehe und zugleich den eigenen Werten treu bleibe. Deshalb investiere die Stiftung bewusst in die Zukunft, etwa durch neue Versorgungsangebote im Klinikum, den Bau eines modernen Pflegebildungszentrums, neue Wohnangebote für ältere Menschen sowie innovative Projekte in Landwirtschaft, Energie und Weinbau.

Gerade diese Verbindung aus Tradition, Verantwortung und Zukunftsgestaltung präge den besonderen Geist der Stiftung Juliusspital.

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v.r. Pfarrer Bernhard Stühler, Bischof Dr. Franz Jung, Bayerischer Innenminister Joachim Herrmann, MdL, Oberpflegamtsdirektor Karsten Eck, Oberpflegamtsrat und Chefarzt Prof. Dr. Ulrich Steger.
 

Jubiläumspublikation und Filmporträt

Anlässlich des Jubiläums erschien eine Jubiläumspublikation, die die Geschichte der Stiftung entlang ihrer zentralen Werte erzählt – von Nächstenliebe über Fürsorge bis hin zu Verantwortung und Nachhaltigkeit. Zudem wurde ein Filmporträt der Stiftung Juliusspital vorgestellt, das die Vielfalt der Einrichtungen und vor allem die Menschen zeigt, die täglich für den Stiftungsauftrag wirken. Daher wirken auch ausschließlich echte Mitarbeitende im Film mit und keine Schauspieler.
Der Film ist ab sofort auf der Startseite der Stiftung Juliusspital sowie auf dem YouTube-Kanal der Stiftung Juliusspital verfügbar.

Ehrung langjähriger Mitarbeitender

Eine feste Tradition des Stiftungstages ist die Ehrung langjähriger Mitarbeitender. Auch in diesem Jubiläumsjahr wurden Kolleginnen und Kollegen für 10, 25 und 40 Jahre Zugehörigkeit zur Stiftung ausgezeichnet. Viele der Geehrten blicken auf beeindruckende Berufswege zurück und haben über viele Jahre hinweg Entwicklungen begleitet und Verantwortung übernommen – in der Pflege, im Weinbau, in der Verwaltung, im Forst oder in anderen Bereichen der Stiftung.

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Markus Schultheiß (r.), Qualitätsmanager unseres Seniorenstifts, wurde für 25 Jahre treue Mitarbeit geehrt. 
 

Zugleich verabschiedete die Stiftung mehrere Mitarbeitende in den Ruhestand. Ihre oft jahrzehntelange Tätigkeit zeigt, wie stark Menschen dem Juliusspital verbunden sind und wie viele persönliche Geschichten und Lebenswege sich mit der Geschichte der Stiftung verbinden. Diese Lebensläufe machen deutlich, wie viel Erfahrung, Engagement und Kontinuität hinter dem Wirken der Stiftung stehen. 

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Die langjährige Sekretariatsleiterin unserer Personalabteilung, Regina Lutz, wurde nach 47 Jahren feierlich in den Ruhestand verabschiedet. 
 

Festrede von Staatsminister Joachim Herrmann

Als Festredner sprach Bayerns Innenminister Joachim Herrmann, der als Vertreter der Stiftungsaufsicht und aufgrund seiner langjährigen Verbundenheit mit der Stiftung dem Jubiläum eine besondere Bedeutung verlieh. In seiner Rede würdigte er die Arbeit der Stiftung Juliusspital als wichtigen Beitrag für das Gemeinwohl und dankte insbesondere den Mitarbeitenden für ihren Einsatz. Besonders beeindruckt zeigte er sich von den Lebensläufen, die im Rahmen der Ehrungen und Verabschiedungen sichtbar wurden – von Menschen, die viele Jahre oder sogar Jahrzehnte ihres Berufslebens in den Dienst der Stiftung gestellt haben. Diese Verbundenheit und dieser Einsatz seien nicht selbstverständlich, betonte der Minister. Die Geehrten seien Vorbild für unsere Gesellschaft, denn es brauche Menschen, die Verantwortung übernehmen und sich mit Ausdauer und Loyalität für andere einsetzen. Mit Blick auf die Geehrten sagte der Staatsminister: Wenn es unserem Land auch in Zukunft gut gehen solle, brauche es weiterhin „Menschen wie Sie“.

Im Anschluss nahm sich der Staatsminister Zeit, den geehrten Jubilarinnen und Jubilaren und Pensionisten persönlich zu gratulieren und Erinnerungsfotos mit ihnen aufzunehmen.

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Begegnung und Austausch

Beim anschließenden Sektempfang und Abendessen in der Zehntscheune klang der Festtag bei Sonnenschein und in herzlicher Atmosphäre aus. Gäste und Mitarbeitende nutzten die Gelegenheit zum persönlichen Austausch und zum gemeinsamen Feiern dieses besonderen Jubiläums.

Der 450. Stiftungstag markiert zugleich den Auftakt für ein vielfältiges Jubiläumsjahr.

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Innenminister Herrmann (M.) und Karsten Eck (l.) mit den Wohnbereichsleiterinnen unseres Seniorenstifts. 
 

Nächste Höhepunkte im Jubiläumsjahr

  • 20. März: Festakt für geladene Gäste mit dem Bayerischen Ministerpräsidenten Dr. Markus Söder als Festredner und einem Grußwort der Gräfin von Ingelheim, „Echterin von Mespelbrunn“
  • 25. März: Pflanzaktion „450 Bäume für Würzburg“ an der Inneren Leiste am Festungsberg
  • Bis 5. April läuft zudem noch das zum Jubiläum entwickelte Theaterstück „Der Schatz des Julius Echter“ im Theater Chambinzky, das die Geschichte der Stiftung auf unterhaltsame und humorvolle Weise neu erzählt.


Bildergalerie: 


Titelbild: Unsere Jubilare: Langjährige Mitarbeitende und diejenigen, die in den Ruhestand verabschiedet werden, werden traditionell am Stiftungstag für ihre wertvollen Dienste geehrt. 

Fotos: Maria Sippel, Katharina Otto (Stiftung Juliusspital); Markus Hauck (Bistum Würzburg)