Presse

12.07.2018

Mehr Leben für den Tag

Vor fünf Jahren eröffnete die Stiftung Juliusspital am 12. Juli das erste stationäre Hospiz für die Region

Am 12. Juli 2013 eröffnete die Stiftung Juliusspital Würzburg ihr stationäres Hospiz für Würzburg und die Region im Würzburger Stadtteil Sanderau. Mit dem viereinhalb Millionen Projekt in der Friedrich-Spee-Straße 28 hat das Juliusspital sein bereits vorhandenes Angebot um die spezielle pflegende Versorgung schwerstkranker und sterbender Menschen - mit den Palliativstationen des Juliusspital-Krankenhauses, dem spezialisierten ambulanten Palliativdienst (SAPV) und der Juliusspital Palliativakademie - vervollständigt. Und sie erfüllt den über 442 Jahre alten Auftrag ihres Stifters Julius Echter, den jeweiligen Mangel der Zeit zu erkennen und zu beheben.

„Dieser Auftrag unseres Stifters ist heute genauso aktuell wie damals“, sagte unser Pfarrer Bernhard Stühler in seiner Predigt beim Dankgottesdienst in St. Kilian. Dass die Stiftung weitsichtig gehandelt habe mit dem Hospiz sehe man an den „äußeren Anzeigen“, denn die Einrichtung ist seit Beginn an gut belegt.

„Das Hospiz hat sich in der Region etabliert“

In den vergangenen fünf Jahren versorgten die Mitarbeiter/Innen des Hospizes etwa 100 Hospizgäste im Jahr. „Das Hospiz hat sich in der Region etabliert“, ist dessen Leiterin Sibylla Baumann zufrieden. Als Teil des Palliativnetzwerks Würzburg zu dem unter anderem auch Palliativstationen sowie die ambulante und häusliche Versorgung von schwerstkranke und sterbende Menschen gehören, wird das Zwölf-Betten-Hospiz in der Region gut wahrgenommen. Um die Hospizgäste kümmert sich ein 28-köpfiges Fachkraftteam das von ehrenamtlichen Hospizhelfern des Hospizverein Würzburg und des Malteser Hilfsdienstes unterstützt wird.

Walter Herberth, der Leiter der Stiftung Juliusspital ließ die Meilensteine des Projekts Revue passieren. 2001 startete das Juliusspital mit der ersten Palliativstation Unterfrankens, dazu kam die Juliusspital Palliativakademie, die inzwischen weit über die Grenzen Unterfrankens hinaus bekannt und geschätzt ist. 2006 habe die Stiftung begonnen, nach einem passenden Grundstück für ein stationäres Hospiz zu suchen, sagte Herberth. „Bei den Ritaschwestern sind wir fündig geworden.“ Die Ordensfrauen hatten Mut bewiesen, den Weg mit dem Juliusspital gemeinsam zu gehen und auf ihrem Grundstück in der Sanderau der Stiftung ein Erbbaurecht eingeräumt. Damit ist das Hospizprojekt auch ein Herzensanliegen der Schwestern geworden.

„Wir erfahren eine große Dankbarkeit, dass es unser Hospiz in Würzburg gibt“

Bei allen Entscheidungen von der Planung über die Realisierung bis zur Einweihung des Hospizes habe stets der Bedürftige im Mittelpunkt gestanden, sagte Stiftungsleiter Walter Herberth. „Es ging uns stets darum, das Hospiz so zu gestalten, dass sich unsere Gäste bei allen körperlichen und sonstigen Beeinträchtigungen wohlfühlen können. Am 23. Juli 2012 hatte Herberth – zusammen mit Landtagspräsidentin Barbara Stamm, die dieses Projekt als Schirmherrin begleitete – den Grundstein gelegt, zwölf Monate später eröffnet das Haus seine Türen.

„Wir erfahren eine große Dankbarkeit, dass es unser Hospiz in Würzburg gibt“, so Baumann. Das spornt natürlich an, das hohe Niveau bei der Versorgung von schwerstkranken und sterbenden Menschen weiter zu führen und auszubauen. Die Lebensqualität von Patienten und Angehörigen erhalten und verbessern, das sind die maßgeblichen Ziele der Palliativ- und Hospizarbeit in der Stiftung Juliusspital Würzburg. Die Sensibilisierung für den letzten Lebensabschnitt und die Bildung im Umgang mit Menschen in dieser Situation ist für das Juliusspital zeitgemäße Verpflichtung.

Bei ihrem Team bedankte sich Baumann für das Engagement und den Einsatz. „Danke, dass wir uns Vertrauen geben und unsere Gäste achtsam begleiten. Ohne Euch wäre die hochwertige Qualität, die wir unseren Hospizgästen anbieten nicht möglich.“

„Es geht nicht darum, dem Leben mehr Tage zu geben, sondern den Tagen mehr Leben“ (Dame Cicely Sounders - Dame Cicely Saunders (1918-2005) war eine englische Krankenschwester, Sozialarbeiterin und Ärztin. Sie gilt als Begründerin der modernen Hospizbewegung und Palliativmedizin)

Juliusspital Hospizwein – Sonderedition

Wie es sich für eine Stiftung mit Weingut gehört, legte das Juliusspital zur Einweihung seines Hospizes einen Hospiz-Bocksbeutel als Sonderedition auf. Aktuell ist das ein "2017 Würzburger Silvaner Ortswein trocken“. Den Bocksbeutel mit dem Etikett des Juliusspital Hospiz Würzburg gibt es in der Vinothek Weineck „Julius Echter“ zu kaufen. Er kostet 11,30 Euro, wovon je ein Euro als Spende direkt in die Hospizkasse fließt und das für Hospize gesetzlich verordnete Defizit mindert.

 

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