Presse

18.12.2018

„Sie dürfen jederzeit wiederkommen“

Die beiden Retztal-Lamas Samson und Emma kamen zu Besuch ins Juliusspital Hospiz

Majestätisch, den Blick huldvoll erhoben, schreiten Samson und Emma durch das Entree unseres Hospizes in der Sanderau. Die beiden wissen um ihre Wirkung, sind aber bei weitem nicht eingebildet. Ruhig und aufmerksam lässt Samson den Blick aus seinen großen, schokoladenbraunen Augen durch den Raum und über die Menschen schweifen, die ihn beobachten.

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Er ist schon neugierig, trotzdem aber zurückhaltend, noch. Emma hält sich dicht hinter ihm in seinem Schatten. Aufmerksam spitzt sie an seinen wuscheligen Ohren vorbei, auch sie will wissen, was da vor sich geht.

Überraschung für die Hospizgäste

Samson summt leise. Das ist die Sprache der Lamas, sie klingt wie ein ruhiges, zufriedenes Summen und wirkt beruhigend und entspannend. Kerstin Sprott hat Samson und Emma fest am Zügel. Sie ist Heilpraktikerin für Psychotherapie und ihr gehören die beiden Lamas mit denen sie in unser Hospiz gekommen war um die Gäste zu überraschen. Das ist ihr gelungen.

Alle wollen Samson anfassen, sein weiches Fell streicheln und der vierjährige Lamawallach lässt sich das auch gerne gefallen. Er genießt die Zuwendung sichtlich und die Hospizgäste genießen seine Ruhe und seine Ausstrahlung. Nach einer Weile kommt auch Emma aus der Deckung und lässt sich gerne und ausgiebig kraulen und streicheln.

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Samson und Emma sind der besondere Teil, das i-Tüpfelchen sozusagen der Spende der Würzburger Medienakademie (WÜmaexterner Link) das deren sechs Trainees organisiert haben. Die WÜma gibt es seit elf Jahren und besteht aus den Medienhäusern Krick Unternehmensfamilie, Mediengruppe Main-Post und Vogel Communications Group, sagt Alexandra Köth, die Leiterin für Aus- und Weiterbildung, die auch die Trainees betreut und begleitet. Nach einem Studium werden diese jungen Menschen 18 Monate lang in den drei Medienhäusern ausgebildet. Jedes Jahr gibt es eine Spende in Höhe von 1500 Euro, wer das Geld bekommt, entscheiden immer die Trainees.

WÜma spendet 1500 Euro für Juliusspital Hospiz

In den vergangenen Jahren gingen die Spenden meist an Einrichtungen mit Kindern. „In diesem Jahr wollten wir die Spende einer Einrichtung für älteren, kranken Menschen zukommen lassen“, erklärt Paula Rohr, Trainee und maßgeblich verantwortlich für die Spendenaktion die heuer auf unser Juliusspital Hospiz fiel.

Die sechs jungen Leute haben sich überlegt, womit sie – außer der Geldspende für die Einrichtung, mit der Kuns- und Musiktherapien finanziert werden – den Gästen im Hospiz noch eine Freude machen können. Via Facebook kamen sie auf Kerstin Sprott. Die Heilpraktikerin für Physiotherapie aus Retzstadt arbeitet seit vielen Jahren therapeutisch mit ihren Retztal-Lamasexterner Link.

Sie kam mit Samson und Emma und die beiden haben die Herzen der Gäste und der Mitarbeiter im Hospiz im Sturm erobert. Die Gäste kamen – soweit sie konnten – aus ihren Zimmern, einige mit dem Rollator, andere wurden in ihren Rollstühlen ins Wohnzimmer geschoben wo die Lamas „Hof hielten“.

Samson und Emma genießen die Zuwendung

Rundum blickte man in strahlende Gesichter. Die Lamas strahlten Ruhe aus. „Wenn viele Kinder bei den Lamas sind, läuft das nicht so ruhig ab wie hier“, lacht Kerstin Sprott. Geduldig beantwortet sie alle Fragen, gibt Futter in ausgestreckte Hände und schaut zu, wie Samson und Emma sowohl das Futter als auch die Zuwendung genießen.

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„Da ist heute etwas geboten, oder?“; Hospizleiterin Sibylla Baumann blickt in die Runde und in strahlende Gesichter. „Wir haben extra nichts verraten, es sollte eine Überraschung sein.“ Und die ist gelungen. Einige Hospizgäste blühen förmlich auf.

Kein Spucken im Hospiz!

Natürlich darf auch die Frage nach dem Spucken der Lamas nicht fehlen. „Ja, Lamas spucken“, sagt Sprott. Innerhalb der Herde ist das ihre Kommunikation. „Lamas sind Distanztiere, sie brauchen ein bisschen Abstand, wenn das innerhalb der Herde nicht gewährleistet ist, dann spucken sie halt.“


Eines gilt es jedoch festzuhalten: Weder Samson noch Emma haben im Hospiz gespuckt, und das obwohl sie ganz nah bei den Menschen standen. Sie haben einfach nur genossen, Hof gehalten, sich streicheln und verwöhnen lassen und bei den Hospizgästen und den Mitarbeitern einen sehr guten Eindruck hinterlassen. Die einhellige Meinung: „Sie dürfen jederzeit wiederkommen!“

Martina Schneider
Medien- und Öffentlichkeitsarbeit
Stiftung Juliusspital Würzburg

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