Presse

27.09.2016

Mit Augustinus auf dem Weg

Pfarrer Bernhard Stühler segnete Augustinusstelen auf der Vogelsburg

Volkach/Vogelsburg – Seine Bekenntnisse hat Augustinus vor mehr als 1600 Jahren niedergeschrieben, an Aktualität haben seine Aussagen jedoch bis heute nichts verloren.

2007 ließen die Augustinusschwestern zu ihrem 50jährigen Jubiläum auf der Vogelsburg sechs Stelen mit prägenden Aussagen Augustinus‘ gestalten und aufstellen. Die von Bildhauer Willi Grimm (Kleinrinderfeld) und seinen Söhnen Fred, Helmut, Kurt und seiner Enkelin Christine gefertigten Sandsteinstelen wurden bei der kürzlich abgeschlossenen Generalsanierung der Vogelsburg durch die Stiftung Juliusspital restauriert und jetzt als Wegeführung vom Parkplatz bis zur Kirche wieder neu aufgestellt.

Mit einer Gruppe von Besuchern ging Pfarrer Bernhard Stühler bei der Segnung der Stelen den neuen Augustinusweg entlang. Dabei hielt die Gruppe an jeder Stele inne zum Gedenken an Augustinus, der Geistliche des Juliusspitals ergänzte dessen  Zitate mit Versen und Worten aus der Heiligen Schrift bevor er Stele für Stele segnete.

Schwester Hedwig Mayer, die Priorin der Augustinusschwestern, erinnerte an die Idee, die den Stelen vorausging und erläuterte an jeder Stele die Intention der Schwestern, diese gestalten zu lassen und erzählte von der Umsetzung durch die Bildhauerfamilie Grimm.

„Die Vogelsburg ist ein spiritueller Ort“, sagte Pfarrer Stühler, „und der Augustinusweg macht das, was schon immer da war, sichtbar.“ Alle sechs Stelen sind im gleichen Material gefertigt, in braunem Sandstein. Das gleiche Material, die gleiche Form und doch hat jede Stele eine andere Botschaft, trägt ein anderes Zitat Augustinus‘. Und jede Stele trägt auch ein anderes Dach, das abwechselnd flacher oder steiler gestaltet wurde.

Die Schrift, die in den Stein eingeschlagen ist, wurde farbig angemalt. So sind die einprägsamen Zitate schon von Weitem gut lesbar. Die erste Stele begrüßt die Besucher der Vogelsburg am Parkplatz mit den Worten „Unterwegs sein – Verweilen – sich stärken – fortschreiten“. Von da führt der Augustinussweg Stele für Stele weiter bis zur Kirche Mariä Schutz.

Die Besucher wurden bei der Segnung des Augustinussweges musikalisch begleitet von Matthias Ernst aus Würzburg an der Klarinette. Beim Abschluss der Segnung in der Kirche Mariä Schutz gab der Gymnasiast Nico Rodenberger aus Veitshöchheim zudem ein kleines aber feines Harfenkonzert.