Presse

07.06.2016

Auf Samtpfoten unterwegs

Sie heißen Heinz und Hermine - manchmal hören sie auch auf ihre Namen - sind zusammen 20 Jahre alt und residieren im Seniorenstift Juliusspital. Heinz und Hermine sind zwei Stubentiger, die vor bald zehn Jahren ihr Domizil in der Klinikstraße 10 aufgeschlagen haben und seitdem dort zum Inventar gehören.

Die beiden schwarz/weiß getigerten Katzen könnten jedoch unterschiedlicher nicht sein. Während Heinz hauptsächlich draußen im Freien lebt, ständig auf Achse ist und keinem Baum wiederstehen kann, verlässt Hermine das Seniorenstift so gut wie gar nicht.

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„Unser Heinz ist eine typische Hofkatze“, erzählt Wolfgang Neubauer, der Pflegedienstleiter im Seniorenstift Juliusspital. Hermine hingegen gehe höchstens mal im Sommer kurz vor die Eingangstür, „weiter aber auch nicht“. Wolfgang Neubauer brachte die beiden Katzen vor bald zehn Jahren ins Stift. Die damals acht Wochen alten Katzengeschwister haben sich gleich eingewöhnt und fühlen sich rundum wohl bei den Bewohnern im Seniorenstift.

Ihren Schlaf- und Futterplatz haben die beiden im Treppenhaus bei der Ergotherapie. Dort schlafen sie und dort steht auch ihre Katzentoilette. Susanne Dittmann, Ergotherapeutin im Seniorenstift, kümmert sich ums Futter und sorgt für die beiden. Heinz geht schon morgens gleich nach dem Frühstück auf Wanderschaft. Aber, als hätte er eine innere Uhr eingebaut, steht er meist pünktlich um 17 Uhr an der Tür zur Ergotherapie und fordert Futter und Zuwendung.

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Hermine hingegen ist die feine Dame. Sie bleibt lieber im Seniorenstift und dort kennt sie sich auch aus. Täglich fährt sie mit dem Aufzug auf und ab. „Sie weiß immer ganz genau, wohin sie gerade will“, berichtet Neubauer. So sitzt Hermine oft im Foyer vor dem Aufzug und wartet geduldig, bis sich dessen Türen öffnen. Dann steigt Madame ein und fährt so lange, bis sie entschieden hat, dass es Zeit ist, wieder auszusteigen.

Die Stockwerke zwei bis vier sind ihr Lieblingsrevier und dort holt sie sich bei den Heimbewohnern regelmäßig ihre Streicheleinheiten ab. Ihre absolute „Lieblingsetage“ sei jedoch die im dritten Stock bei Schwester Hiltrud, verrät Neubauer.

Heinz und Hermine gehen regelmäßig zum Tierarzt-Check, werden halbjährlich geimpft und genießen ihr Dasein im Seniorenstift. Außer den beiden Katzen leben noch zwei Kaninchen und zwei Zwerghasen im Park des Seniorenstifts.