Presse

30.04.2015

Vorbild für die Region

Landwirtschaftsminister Helmut Brunner besucht Stiftung Juliusspital

Würzburg, 30. April - Ökologie, Ökonomie und Soziales werden in der Stiftung Juliusspital vorbildlich gelebt. Dieses Fazit zog Helmut Brunner bei seinem Besuch im Juliusspital am 29. April. „Sie stellen sich neuen Entwicklungen mit Fingerspitzengefühl und stets unter dem Aspekt, was hilft den Menschen“, sagte der bayerischen Staatsminister für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten. Das Juliusspital sei nicht nur geschichtlich wichtig für die Region sondern Schrittmacher und Vorausdenker in Weinbau, Landwirtschaft und Forsten. Dabei gehe es den Verantwortlichen der Stiftung jedoch nicht um kurzfristige Erfolge sondern eine nachhaltige Entwicklung.

Brunner war anlässlich der zehnjährigen Zusammenarbeit zwischen den Bayerischen Staatsforsten (Bay SF) und der Stiftung Juliusspital nach Würzburg gekommen. „Sie sind der erste Landwirtschaftsminister, der die Stiftung besucht“, erklärte Stiftungsleiter Walter Herberth bei seiner Führung der Gäste durch die Geschichte des Juliusspitals.

Für das Weingut übernahm Horst Kolesch den Führungspart. Der Geschäftsbereichsleiter Landwirtschaft, Weinbau und Forsten nahm den Minister mit in den imposanten Holzfasskeller, dem Herzstück des Weingutes unter dem historischen Fürstenbau.

Im Detail präsentierten Matthias Wallrapp, Leiter der Abteilung Forsten und Christian Regnet, Leiter der Abteilung Landwirtschaft ihre Bereiche, die Fürstbischof Julius Echter schon 1576 als nachhaltige Sicherung angelegt hatte, um die notwendigen Mittel für die Alten- und Krankenpflege zu erwirtschaften.

Brunner zeigte sich erfreut, dass die Erlöse aus Weinbau, Landwirtschaft und Forsten seit über 435 Jahren das finanzielle Fundament der Stiftung Juliusspital bilden und so die Dienste der Stiftung für die Menschen erst ermöglichten. „Es war eine weitreichende Entscheidung Julius Echters, die Stiftung mit Ländereien auszustatten“, pflichtete Herberth bei. „Und Sie mehren die Schätze und verzehren nicht die Substanz“, lobte der Minister die Arbeit der einzelnen Bereiche.

Das Weingut der Stiftung Juliusspital, mit 177 Hektar Rebfläche Spitzenreiter in Bayern, trage zudem aktiv zum Erhalt der Kulturlandschaft und ihrer Attraktivität bei. Die juliusspitälische Landwirtschaft, ebenfalls ein wichtiges Standbein, unterhalte mit dem Gut Seligenstadt eines der größten landwirtschaftlichen Güter in Bayern, erklärte der Minister.

„Im Forstbereich zeigt die Stiftung dass eine nachhaltige, naturnahe Forstwirtschaft für Natur und Betriebserfolg das Beste ist.“ Auf 3.363 Hektar werde in den laubholzreichen Wäldern der Stiftung Ökologie, Ökonomie und soziale Verantwortung harmonisch miteinander verbunden: „Durch eine Waldpflege, die hochwertiges Laubholz hervorbringt, eine waldfreundliche Jagd, aber auch dadurch, dass ein Großteil des Holzes durch Waldarbeiter aus der Region geerntet wird.“

Diese Erfolge sind auch ein Verdienst der zehnjährigen Zusammenarbeit mit dem Freistaat Bayern, so der Minister. Bis 2019 haben die Bayerischen Staatsforsten und das Juliusspital die Fortführung der Kooperation schon besiegelt.

„Durch die Zusammenarbeit mit dem größten Waldbesitzer Mitteleuropas ist das Juliusspital auch in der Forstwirtschaft am Puls von Innovation und neuesten Trends“, hob Stiftungsleiter Herberth heraus mit Blick auf die positiven Ergebnisse der jüngsten Waldinventur.

Der Forstbetrieb sei schon immer eine wichtige wirtschaftliche Grundlage der Stiftung gewesen, berichtete der Oberpflegamtsdirektor. Finanzielle Unterstützung aus dem Wald habe die Stiftung unter anderem nach der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg beim Wiederaufbau und in 20 Jahren der Generalsanierung ihrer denkmalgeschützten Krankenhausgebäudes von 1991 bis 2011 erfahren. „Heute ermöglichen gute Ergebnisse in den Forsten die Weiterentwicklung der Stiftungsaufgabe, ganz aktuell durch die Errichtung und Eröffnung des ersten Hospizes in der Region im Würzburger Stadtteil Sanderau vor zwei Jahren“, machte Herberth deutlich.

Herberth dankte den Mitarbeitern der Bay SF und dem Minister für Ihre Unterstützung. „Die Bayerischen Staatsforsten sind ein wertvoller Partner für eine nachhaltige Forstwirtschaft des Juliusspitals und zur Erfüllung der sozialen und gemeinnützen Aufgaben der Stiftung“, erklärte er und kündigte an: „Wir setzen weiterhin auf eine gute Entwicklung unseres Forstbetriebes und damit auf eine Fortsetzung der hervorragenden Zusammenarbeit mit Ihnen.“

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Beim Besuch der Stiftung Juliusspital am Mittwoch: (vorne von links) Stiftungsleiter Walter Herberth, Helmut Brunner, bayerischen Staatsminister für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten und Horst Koelsch (hinten von links) Adolf Herr, Bay SF, Betriebsleiter Forstbetrieb Hammelburg und Reinhard Strobl Bay SF Bereichsleiter Immobilien

Bericht TV Touring vom 1. Mai 2015externer Link