Presse

16.03.2015

„Gebäude zerstört – Idee bewahrt“

Stiftung Juliusspital dokumentiert die Bombennacht vom 16. März 1945 im Arkadengang

Würzburg, 13. März - Noch heute sichtbar sind die Spuren der Zerstörung an fünf Säulen des Arkadenganges der Stiftung Juliusspital. Seit dem 12. März geben nun vier Tafeln am ehemaligen Treppenaufgang des östlichen Fürstenbaus Zeugnis dieses Zerstörungsakts, der die Stadt Würzburg und das Juliusspitals am 16. März 1945 nahezu in Schutt und Asche legte.

Den Mittelpunkt bildet die Darstellung „Der Feuersturm“ des Würzburger Maler und Grafikers Wolfgang Lenz (1925-2014). Die weiteren Tafeln zeigen die Juliuspromenade mit der noch intakten Fassade des Juliusspitals und die Zerstörung die der Abwurf der Spreng- und Brandbomben in der Nacht in der Zeit zwischen 21:20 Uhr und 21:40 Uhr anrichtete.

Mit dieser Darstellung erinnert die Stiftung Juliusspital an die Bombennacht und zeigt auch den ungebrochenen und unbedingten Willen der Menschen, die damals vor dem Nichts standen. Bereits am 9. April begannen sie mit den Aufräumarbeiten, beseitigten 35.000 Kubikmeter Schutt und legten damit den Grundstein für den Wiederaufbau des Juliusspital-Krankenhauses, das am 20. März 1952 eingeweiht wurde.

Zerstörung_Arkaden


Walter Herberth der Leiter der Stiftung Juliusspital und der Historiker Dr. Roland Flade enthüllten die Tafeln.