Presse

16.03.2015

„Es ist alles im grünen Bereich“

Festakt zu 439-jährigen Grundsteinlegung der Stiftung Juliusspital

Am Donnerstag, 12. März feierte die Stiftung Juliusspital ihren 439. Stiftungstag mit einem Gottesdienst in der Pfarrkirche St. Kilian und dem Festakt im Gartenpavillon. Oberpflegamtsdirektor Walter Herberth ehrte dabei Mitarbeiter für 25- und 40-jährige Stiftungszugehörigkeit beziehungsweise Arbeit im öffentlichen Dienst und Ruheständler.

Rückblick auf 2014

In seinem Rückblick brachte der Leiter der Würzburger Stiftung das Jahr 2014 kurz und knapp auf den Punkt: „Es ist alles im grünen Bereich“.

Für das Krankenhaus erfreulich seien die starke Nachfrage der medizinischen und pflegerischen Leistungen und das damit verbundene positive Gesamtergebnis gewesen. Herberth betonte: „ Dieses wirtschaftliche Ergebnis belegt abermals, dass sich unser Krankenhaus nicht in Schieflage befindet!“ Herberth erwähnte den im Juli 2014 geschlossenen Kooperationsvertrag zwischen dem Krankenhaus Juliusspital und der Missionsärztlichen Klinik. „In dieser Kooperation sehen wir die Chance, die Zukunft für beide Häuser nachhaltig zu sichern.“

Nachfrage im Hospiz

Das stationäre Hospiz der Stiftung habe im ersten vollen Betriebsjahr „eine ausgesprochen hohe Nachfrage“ verzeichnet, was den Bedarf für diese Einrichtung in Würzburg und Umgebung eindrucksvoll belege, erklärte der Oberpflegamtsdirektor der Stiftung.

Die „grünen Wirtschaftsbereiche Weinbau, Landwirtschaft und Forsten“ hatten sich einmal mehr mit den Unbilden des Wetters, der Konjunkturentwicklung und der globalwirkenden Agrarpolitik arrangieren müssen und - trotz mancher Widrigkeiten - wieder einen wertvollen Beitrag für die Erfüllung der Stiftungsaufgaben geleistet. Im Weingut hob Herberth besonders den Bayerischen Staatsehrenpreis heraus, den das Weingut bereits zum 16. Mal erhielt sowie die Pflanzung der letzten Rebe auf dem Weinberg am Greinberg vor den Toren Würzburgs. Damit wuchs die Gesamtfläche des weltweit größten Silvanerweingutes auf 177 Hektar und Herberth ist zuversichtlich: „Der Lagenname wird sich mit Unterstützung der Stadt Würzburg sicher auch bald finden.“

Eröffnung am 10. Juli

Als Stiftungsprojekt mit jahresübergreifender Wirkung benannte Herberth die Sanierung der seit vier Jahren im Eigentum der Stiftung stehenden Vogelsburg bei Volkach. Bis zur Eröffnung am 10. Juli dieses Jahres gebe es dort noch viel zu tun.

Bei einem Jahresrückblick liege der Schwerpunkt üblicherweise auf den „großen Themen“ wie Preisverleihungen, Zertifizierungen und anderen großen Projekten, sagte Herberth. Dabei dürfe man nicht vergessen, dass alle Erfolge immer nur in einer guten Gemeinschaftsleistung möglich seien, die wiederum das hohe Engagement jedes einzelnen Mitarbeiters erfordere.

Lob an Mitarbeiter im Hintergrund

„Wir können nur dann erfolgreich sein, wenn jeder seine Aufgabe an seinem Arbeitsplatz gut und mit Blick auf das Gesamtziel erfüllt. Es geht dabei nicht immer um die großen Dinge, sondern um die kleinen, im Tagesbetrieb selbstverständlich gewordenen Abläufe, deren Funktionieren wir nur dann feststellen, wenn mal etwas nicht so klappt wie wir es erwarten; es geht um das, was zur rechten Zeit am rechten Ort sein soll, um das Schaffen der Grundvoraussetzungen für gute Arbeit und um das was unsere Einrichtung positiv nach außen wirken lässt. Ich denke dabei an die Mitarbeiter im Hol- und Bringedienst, im Patiententransport, im Schreibdienst, in der Technik, in den Bereichen Elektro, Sanitär, Schreinerei und Gärtnerei, im Reinigungsdienst, in der Bettenzentrale, im OP-Service, in der Wäscherei, in der Kleiderausgabe, im Küchendienst und in weiteren im Hintergrund arbeitenden Servicebereichen. Wenn all die genannten Bereiche zusammen mit den im Vordergrund agierenden Leistungserbringern zielgerichtet zusammenwirken, dann stellt sich in der Regel in den Tagen vor Weihnachten das Gefühl ein, dass die meisten Abläufe funktioniert haben und viele Projekte gut gelaufen sind. Das gesamte Werk kann nur gelingen, wenn die Vielzahl der nötigen Handgriffe zur richtigen Zeit und in der gewünschten Qualität ausgeführt wird. Für die Mitwirkung aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in all unseren Bereichen ob genannt oder nicht genannt, ob im Vordergrund stehend oder im Hintergrund, bedanke ich mich an diesem Stiftungstag ausdrücklich und in aller Form. Nur durch die engagierte Gemeinschaftsleistung aller ist es für mich möglich, am Ende des Zeitraums seit dem letzten Stiftungstag die positive Feststellung treffen zu können: Es ist alles im grünen Bereich.“

Festvortrag mit Dr. Flade

Zum Stiftungstag gehört ein Festvortrag. In diesem Jahr befasste sich dieser mit dem Thema „70 Jahre Zerstörung Würzburgs und des Juliusspitals“. In beeindruckenden 45 Minuten ließ der Würzburger Historiker, Buchautor und Mainpost-Redakteur Dr. Roland Flade die Zerstörung der von Stadt und Spital und das damit verbundene Leid vieler Menschen am 16. März 1945 Revue passieren.

„Es gibt sicher schönere Themen für einen festlichen Tag wie diesen“, erklärte Flade eingangs. „Andererseits gehören diese Ereignisse unauflöslich zur Geschichte Würzburg und der des Juliusspitals.“ In bewegenden Worten, unterstützt durch Bilder und Videos, schilderte Flade die damaligen Ereignisse aus Sicht einiger Würzburger. Sein Vortrag weckte Betroffenheit und der eine oder andere Gast wischte sich dabei die Tränen aus dem Gesicht.

Spitalgeister singen

Die musikalische Umrahmung der Feierlichkeiten in der Kirche St. Kilian und im Gartenpavillon der Stiftung übernahmen die „Spitalgeister“, der Chor des Juliusspitals, unter Leitung von Helgrid Obermeier und Eva Dartschova (Orgel). Beim Festakt am Klavier spielten Mareike Straub, Karl-Heinz Rehbein und Martin Gillmeister, Geschäftsführer der Firma Wellhöfer.

Ehrungen:

Für 25 Jahre bei der Stiftung Juliusspital wurden geehrt: Dr. Nikolaus Reißmann (Margetshöchheim), Angelika Wolf (Höchberg), Joachim Keupp (Thüngersheim), Michael Sala (Höchberg), Elke Baumeister (Würzburg), Lidwina Mark (Winterhausen), Elfriede Söldner (Rimpar), Doris Full (Wasserlosen), Nazmiye Garip (Würzburg), Gisela Höfling (Holzkirchen), Monika Laudner (Eisingen), Barbara Schwarzmann (Würzburg), Heike Mahler (Rimpar), Silvia Pielok (Würzburg), Elke Hofmann (Würzburg), Johannes Barth (Iphofen), Jutta König (Leinach), Silvia Schmitt (Lohr), Elke Keidel (Zell), Bernd Schätzlein (Helmstadt), Christa Stierhof (Prosselsheim), Cornelia Zehe (Würzburg), Dieter Kühne (Gräfendorf), Erhard Wendel (Kleinheubach), Blinzler Sabine (Würzburg), Ursula Bartl (Hettstadt), Bernhard Glückert (Veitshöchheim)

Für 25 Jahre im öffentlichen Dienst wurden geehrt: Kerstin Weeth (Werneck), Sonja Hügelschäfer (Kleinlangheim), Anja Treur (Kürnach), Katrin Zimmermann (Würzburg),

Für 40 bei der Stiftung Juliusspital wurden geehrt: Helene Stöcklein (Ochsenfurt), Helga Eck (Würzburg)

Für 40 Jahre im öffentlichen Dienst wurden geehrt: Werner Stierhof (Prosselsheim), Edith Röchner (Würzburg), Maria Pfeiffer (Würzburg),

Stiftungstag_Jubilare_alle

Beim 439. Stiftungstag der Stiftung Juliusspital ehrten die Verantwortlichen Mitarbeiter für ihre 25- und 40-jährige Stiftungszugehörigkeit beziehungsweise Arbeit im öffentlichen Dienst und Ruheständler der Stiftung Juliusspital.

Stiftungstag_40_Jubilare

Beim 439. Stiftungstag der Stiftung Juliusspital ehrten Walter Herberth (rechts) und Pfarrer Bernhard Stühler (von links) Werner Stierhof, Maria Pfeiffer, Helga Eck und Helene Stöcklein für 40-jähriges Betriebsjubiläum in der Stiftung Juliusspital beziehungsweise Arbeit im öffentlichen Dienst.