Presse

14.10.2014

Höchste Qualität und Sicherheit für Patienten

Schwerpunktkrankenhaus Juliusspital in Würzburg erfolgreich zertifiziert

Die Abteilung für Orthopädie, Unfall- und Wiederherstellungschirurgie des Krankenhauses Juliusspital wurde im Bereich Endoprothetik nach den Vorgaben der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und orthopädische Chirurgie erfolgreich zertifiziert. Sie darf sich nun offiziell „EndoProthetikZentrum Juliusspital Würzburg“ nennen. Damit ist das Juliusspital eine von wenigen Kliniken Unterfrankens mit einem solchen Zertifikat.

Endoprothesen sind Implantate, die ein geschädigtes Gelenk ganz oder teilweise ersetzen. In der Abteilung für Orthopädie, Unfall- und Wiederherstellungschirurgie des Juliusspitals gehört der Einsatz von künstlichen Hüft-, Knie- und Schultergelenken sowohl bei Arthrose als auch bei Frakturen des Schenkelhalses zum Alltag.

Patientensicherheit und Effizienz

Der freiwillige, umfassende und aufwändige Qualitätscheck bescheinigt der Würzburger Klinik nun höchste Qualität bei Patientensicherheit und Behandlung sowie Effizienz beim endoprothetischen Gelenkersatz. „Die Zertifizierung bestätigt uns die entsprechende fachliche Expertise. Wir erfüllen alle geforderten Kriterien bei der Organisationsstruktur, den Prozessabläufen und der Dokumentation. Dazu braucht es ein hohes Maß an Spezialisierung, Kompetenz und Erfahrung“, erklärt Professor Dr. Alexander Beck, Chefarzt der Fachabteilung Orthopädie, Unfall- und Wiederherstellungschirurgie des Juliusspitals.

Zertifizierung mit Höchstnote

Die sehr gute Infrastruktur der medizinischen Fachabteilungen des Juliusspitals biete für gerade für ältere und kranke Patienten und bei erhöhten OP-Risiken die bestmögliche Sicherheit eine Endoprothese einzusetzen oder bei Lockerung auch wechseln zu können, sagt der Chefarzt. „Komplikationsfrei durchgeführte Operationen sind für die Lebensqualität unserer Patienten entscheidend.“ Besonders stolz ist Beck auf die Tatsache, dass das EndoProthetikZentrum Juliusspital bei der Zertifizierung mit „äußerst überzeugend“ die Höchstnote erreichte.

Eine der vielen zu erfüllenden Verpflichtungen der Zertifizierung ist, dass bei jeder Operation einer der benannten Hauptoperateure (Professor Dr. Alexander Beck, Oberarzt Dr. Stephan Laas und Oberarzt Dr. Florian Schneider) die Operation durchführt beziehungsweise dabei assistiert. Diese Fachärzte müssen sich regelmäßig spezifisch fort- und weiterbilden und jährlich eine vorgegebene Mindestanzahl von Operationen durchführen.

Jährlich auf dem Prüfstand

Die Zertifizierung des „EndoProthetikZentrum Juliusspital Würzburg“ steht jährlich auf dem Prüfstand. Sie gewährleistet damit eine Erhöhung der Patientensicherheit von der intensiven Planung über die Operation bis zur Nachsorge sowie die zuverlässige Versorgung mit allen notwendigen Materialien und äußerst hochwertigen Implantaten

Der Chefarzt der Abteilung Orthopädie, Unfall- und Wiederherstellungschirurgie ist sich sicher, dass die Nachfrage nach exzellenten Lösungen in der Endoprothetik auch in Zukunft weiter wachsen wird – allein schon wegen der sich ändernden Demographie und den gestiegenen Mobilitätsansprüchen der Menschen bis ins hohe Alter. „Die zunehmende rüstige ältere Generation hat noch viel vor. Sie will reisen, sportlich sein und sich aktiv um die Enkel kümmern.“

Dazu braucht man schmerzfrei funktionierende Gelenke und im Bedarfsfall ein möglichst perfektes Kunstgelenk, denn „mit dauerhaften Gehstützen oder gar einem Rollstuhl kann sich hier keiner, weder Patient noch behandelnder Arzt, anfreunden“, weiß Prof. Beck.

Die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und orthopädische Chirurgie sowie der Berufsverband der Fachärzte für Orthopädie und Unfallchirurgie haben das Zeritfizierungssystem Endo-Cert entwickelt und im Oktober 2012 bundesweit eingeführt.

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Mit Zertifikat (von links) Oberarzt Dr. Stephan Laas, Professor Dr. Alexander Beck und Oberarzt Dr. Florian Schneider – Hauptoperateure des „EndoProthetikZentrum Juliusspital Würzburg“ Foto Martina Schneider/Stiftung Juliusspital