Presse

30.09.2015

„Fürsorge kostet Geld“

Robert und Margret Krick spenden 10 000 Euro für Palliativstationen des Juliusspitals

Würzburg, 30. September 2015 – Seit vielen Jahren engagieren sich Robert und Margret Krick für soziale, caritative und innovative Projekten und Einrichtungen in der Stadt Würzburg. Mit der 1992 gegründeten Stiftung stellte das Ehepaar dafür in den vergangenen zwei Jahrzehnten beachtliche Beträge zur Unterstützung zur Verfügung. Jetzt spendeten die Kricks 10 000 Euro für die Palliativstationen des Krankenhauses und die Palliativarbeit der Stiftung Juliusspital.

„Uns ist es im Leben stets gut gegangen und wir geben gerne etwas zurück“, sagte Margret Krick. Sehr genau informiert sich das Ehepaar stets über die Projekte, die es fördert, denn: „wir möchten schon wissen, wie das Geld verteilt wird“, machte Robert Krick deutlich.

Vier Säulen der Hospiz- und Palliativarbeit unter einem Dach

„Die Stiftung Juliusspital ist deutschlandweit die einzige Einrichtung, die alle vier Säulen der Hospiz- und Palliativarbeit unter einem Dach anbietet“, erklärte Walter Herberth bei der Spendenübergabe. Zusammen mit Dr. Rainer Schäfer, Chefarzt der Anästhesie und ärztlicher Kurator der Palliativ- und Hospizarbeit im Juliusspital, informierte der Stiftungsleiter das Ehepaar Krick über die Aufgaben der Würzburger Stiftung im Bereich der Palliativarbeit.

2001 nahm das Juliusspital die erste Palliativstation Unterfrankens mit neun Betten in Betrieb und ergänzte sie im November 2008 um eine zweite Station mit sechs Betten. Damit stellt das Juliusspital aktuell die größte Palliativeinheit im Regierungsbezirk Unterfranken.

Parallel dazu betreibt die Stiftung seit 2001 eine Akademie für Palliativmedizin, Palliativpflege und Hospizarbeit. Dort werden Spezialwissen zur Palliativmedizin an Fachpersonal sowie an Interessierte weiter gegeben.

Ab 2005 richtete die Stiftung einen ambulanten Palliativdienst ein den sie ab November 2010 zu einem kompletten ärztlichen und pflegerischen 24-Stunden-Bereitschaftsdienst erweiterte. Sein Versorgungsgebiet erstreckt sich auf die Stadt und den Landkreis Würzburg, die Landkreise Kitzingen und Main-Spessart sowie den westlichen Landkreis Schweinfurt und erfasst damit rund 500.000 Einwohner.

Seit 2013 mit Hospiz in Würzburg

Als vierte Säule des am Juliusspital etablierten Palliativzentrums nahm die Stiftung 2013 in Würzburg ein stationäres Hospiz in Betrieb. Es ist die konsequente Weiterentwicklung des Engagements der Stiftung auf dem Gebiet der Palliativ- und Hospizarbeit und eine besondere Akzentuierung des Stiftungsauftrages Julius Echters.

Spezielle Mobilisationsstühle für die Patienten
 
Die Spende der Krick-Stiftung wird verwendet werden für neue Mobilisationsrollstühle für die Patienten der Palliativstationen. Die mit hydraulischer Höhenverstellung, versenkbaren Armlehnen sowie herabklappbarer Kopfstütze ausgestatteten Stühle lassen sich exakt an die Liegeflächenhöhe des Bettes anpassen und erleichtern die Pflege für Patient und Pflegepersonal.

„Außerdem benötigen wir zusätzliche Kühlschränke, denn Eis ist eines der beliebtesten Nahrungsmittel auf den Palliativstationen“, erklärte Dr. Schäfer. Gerade im vergangenen heißen Sommer sei die Kapazität der Kühlschränke zur Neige gegangen.
„Mit unseren Spenden wollen wir auch andere ermutigen, sich zu engagieren“, betonte Robert Krick, der weiß „Fürsorge kostet Geld“.

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Die Spender Robert und Margret Krick mit (von links) Dr. Rainer Schäfer Chefarzt Anästhesiologie und Palliativmedizin und Walter Herberth, Leiter der Stiftung Juliusspital.

Die 1992 gegründete Robert und Margret Krick Stiftung hat den Zweck, „Beiträge zu leisten zur Förderung der Jugend- und Altenhilfe, des öffentlichen Gesundheitswesens - vor allen Dingen der Krebsvorsorge -, des Wohlfahrtswesens und der Unterstützung hilfsbedürftiger Personen.“
Für sein soziales Engagement wurde das Ehepaar mit dem Bayerischen Verdienstorden und mit dem Bundesverdienstkreuz Erster Klasse ausgezeichnet.