Presse

13.07.2015

„Perle Mainfrankens“ aus „Schönheitsschlaf“ erwacht

Vogelsburg nach umfangreicher Sanierung wieder eröffnet

Volkach, 10. Juli - Die Vogelsburg ist aus ihrem „Schönheitsschlaf“ erwacht. Mit der Inbetriebnahme des ersten großen Teils der sanierten Anlage stehen den Gästen ein neu gestaltetes Restaurant mit 130 Sitzplätzen und großen Aussichtsfenstern mit Blick auf Weinberge und Maintal sowie der vergrößerte Weingarten mit 250 - teilweise überdachten - Sitzplätzen zur Verfügung. Das Tagungshotel im Vier-Sterne-Niveau umfasst im ersten Schritt 16 Doppelzimmer sowie einen 50 Quadratmeter großen Tagungsraum mit einmaligem Maintalblick.

„Neues ergänzt das alte an diesem besonderen Ort, der weit über die regionalen Grenzen hinaus geliebt und geschätzt wird“, sagte Oberpflegamtsdirektor Walter Herberth beim Festakt zur Eröffnung am 10. Juli. Das Juliusspital setze die Tradition all derer fort, die ihren Beitrag zur Erhaltung der Vogelsburg dadurch geleistet haben, dass sie Altes bewahrt und Neues gestalteten. Herberth: „Erhalten erfordert Gestalten und Gestalten heißt, nicht stehen zu bleiben beim Alten.“

Pächter von Hotel und Restaurant sind Christoph und Anna-Lena Tacke. Das Ehepaar legt Wert auf die Verwendung regionaler Produkte: In der neuen Hotel- und Restaurantküche wird mit regionalen, frischen Zutaten fränkisch gekocht, mal urtypisch fränkisch und mal pfiffig angereichert. Mehr als 30 neue Arbeitsplätze entstanden nach dem Umbau im Restaurant- und Hotelbereich auf der Vogelsburg. Frank Zumkeller, der die Sanierung der Vogelsburg architektonisch begleitet, überreichte den Pächtern den symbolischen „Schlüssel“ in Form eines Laugengebäcks.

Zum 1. Januar 2011 hatte die Gemeinschaft der Augustinusschwestern die Vogelsburg auf die Stiftung Juliusspital übertragen. Nach Fortführung des Gastronomiebetriebes im Bestand von Januar 2011 bis Herbst 2013 begann die Würzburger Stiftung im November 2013 auf Basis eines bedarfsorientierten Gastronomie-, Hotellerie- und Tagungskonzeptes mit der umfassenden Sanierung des Gebäudekomplexes.

Im ersten Bauabschnitt, der Generalsanierung, wurde das Gaststättengebäude auf den neuesten Stand der Technik gebracht und um einen rund 65 Quadratmeter großen Anbau für Küche und Logistik erweitert. Der Gaststättenbereich erhielt große Aussichtsfenster mit Blick auf die angrenzenden Weinberge und das Maintal.

Im deutlich größeren Weingarten der Vogelsburg können die Gäste nun teilweise auch überdacht sitzen, denn ein auf Säulen errichteter Zwischenbau verbindet jetzt Gaststätte und Burggebäude und beherbergt neue Hotelzimmer sowie einen rund 50 Quadratmeter großen Tagungsraum mit Aussicht auf das Maintal.

Durch einen Aufzug gewährleistet der Verbindungsbau einen barrierefreien Zugang zum 1. Obergeschoss und schafft nach Abschluss der Gesamtsanierung den kompletten Durchgang von Gaststättengebäude über das Burggebäude bis zur Kirche. Der Weingarten erhielt an der historischen Mauer ein Aussichtsplateau. Es ermöglicht den Besuchern den freien Blick auf die Weinberge, die Winzerorte Escherndorf, Nordheim, Köhler und über Astheim bis nach Volkach und bietet auch einen Zugang zum darunter liegenden Weinbergsweg.

Tamara Bischof, Landrätin des Landkreises Kitzingen gratulierte den Verantwortlichen für die „hervorragende Sanierung unserer Perle Mainfrankens“ und sagte, „es ist ein Glücksfall für uns und unsere Vogelsburg, dass das Juliusspital hier so viel Geld investiert hat.“ Das sah Volkachs Bürgermeister Peter Kornell ebenso. „Volkach ist glücklich mit der Weiterentwicklung des Kraftortes Vogelsburg.“

Pfarrer Bernhard Stühler hielt – zusammen mit Pater Clemens Nöth OSA - den feierlichen Festgottesdienst, den der Juliusspital-Chor „Spitalgeister“ unter Leitung von Helgrid Obermeier, zusammen mit Diözesanmusikdirektor Gregor Frede, stimmungsvoll musikalisch umrahmte. „Hier darf jeder Gastfreundschaft genießen“, erklärte der Geistliche des Juliusspitals in seiner Predigt. „Die Vogelsburg ist Einkehrstätte für alle.“ Die musikalische Umrahmung des Festakts zur Einweihung der Wiedereröffnung der Vogelsburg gestalteten Florian Meierott (Violine) und Jutta Müller-Vornehm (Klavier).

Mit dem Abschluss des 1. Bauabschnittes ist die „Schönheitskur“ der Vogelsburg jedoch noch nicht zu Ende. Im denkmalgeschützten Burggebäude und in der Kirche gibt es noch Vieles zu tun. Der zweite Abschnitt der Sanierung läuft und wird zwölf weitere Doppelzimmer im Burggebäude und zwei neue Veranstaltungsräume schaffen, davon einen mittelgroßer Raum unter der Kirche und einen großen Saal im Erdgeschoss des Burggebäudes, der sich für Feiern und Veranstaltungen jedweder Art bestens eignen wird. Zeitgleich wird Kirchenraum neu gestaltet sowie den Außenbereich mit dem von den Augustinusschwestern geschaffenen Augustinusweg und weiteren historischen Elementen ansprechend gestalten. Die Gesamtfertigstellung ist für Juni 2016 geplant.