Presse

07.07.2015

Motive aus süßem "Gummi"

"Gummibärchenfotograf" Julian Thurn stellt Fotografien im Krankenhaus Juliusspital aus.
 

Würzburg, 7. Juli – Er wirft sie ins eiskalte Wasser, zündet sie an, setzt sie Eis und Schnee aus und bemalt sie in allen Regenbogenfarben: Julian Thurn ist der „Gummibärchenfotograf“ und stellt noch bis zum 30. September 24 seiner schönsten Fotografien von und mit den süßen, bunten Bärchen im Krankenhaus Juliusspital aus.

Gummibärchen02


Foto- und Bilderausstellungen haben im Hause Juliusspital seit vielen Jahren Tradition. In der stark frequentierten Verbindungsachse zwischen Koellikerbau und historischem Fürstenbau bietet die Stiftung  regelmäßig lokalen Künstlern die Möglichkeit, ihre Werke zu präsentieren.


Wie kam nun Julian Thurn zu den Gummibärchen? 2008 habe er sich eine neue Spiegelreflexkamera gekauft und nach „geduldigen“ Motiven zum Fotografieren gesucht. Zufällig lag da gerade eine Tüte Gummibärchen auf dem Tisch, die Lieblingsnascherei des 22-jährigen- und somit waren Motiv und Models schnell gefunden.

Die Gummibärchen machen halt auch alles mit und sind – normalerweise – immer greifbar. Die roten, weißen, grünen, orangen und gelben Bärchen sind „Kummer“ gewohnt bei Julian. So mussten sie für ein Motiv ständig unter Wasser tauchen, ein anderes zeigt ein Bärchen im Schnee und wieder ein anderes die Bärchen im Feuerschein. Sogar in Israel lichtete der 22-Jährige ein Gummibärenpärchen vor dem Felsendom in Jerusalem ab. „Wir waren auf einer Stadtführung, das Motiv gefiel mir gut, eine Tüte Gummibärchen habe ich eh einstecken, also hab‘ ich das schnell gemacht“, sagt der Versbacher, der sich nach seiner Lehre als Augenoptiker nun auf den Meister in seinem Beruf vorbereitet.


Seine Gummibärchen zu fotografieren ist sein Zeitvertreib, obwohl „ich kann dabei auch schon die Zeit vergessen“. Akribisch genau plant er sein Motiv, die Einstellung, die Belichtung, den richtigen Blickwinkel und den exakten Moment zum Abdrücken. „Da können schon einige 100 Fotos draufgehen bis ich dann wirklich das ultimative Foto habe, mit dem ich zufrieden bin“, erklärt der Perfektionist.


In einer Ecke seines Zimmers hat er sich – passend zu den kleinen Bärchen –sein kleines Studio eingerichtet. Seine Fotos stellt er auf seiner Facebook-Seite aus. „Als ich dort am Anfang die ersten Fotos hochgeladen habe, fanden meine Freunde das toll, haben es aber auch ein bisschen belächelt“, erzählt er und lacht. Inzwischen lacht keiner mehr über seine Kunst, denn das, was der 22-Jährige fotografiert ist aller Ehren und vor allem einen Hingucker wert.


Die allerwenigsten seiner Fotos sind nachbearbeitet, denn „ich versuche immer so perfekt zu fotografieren, dass es passt und ich mit dem Resultat zufrieden bin.“ Wer die Werke von Julian Thurn ansehen möchte, kann seine Ausstellung im ersten und zweiten Obergeschoss Juliusspitals kostenlos während der Öffnungszeiten des Krankenhauses besuchen oder unter https://facebook.com/DerGummibarchenFotograf in Gummibärchen schwelgen.