Presse

18.05.2015

Wenn Engel, Bienen und Pippi Langstrumpf sammeln

Zehn Juliusspitäler starteten bei iWelt Marathon - über 1000 Euro Spenden für Juliusspital Hospiz Würzburg

Äthiopier, Südafrikaner und Chinesen waren dabei. Finnen, Spanier und Italiener auch - insgesamt gingen rund 3000 Läufer aus 37 Nationen beim 15. iWelt Marathon in Würzburg an den Start. Unter ihnen: zehn Spitäler, die am Sonntag die Halbmarathonstrecke (21,0975 Kilometer) für einen guten Zweck hinter in Angriff nahmen. Sie liefen den Spendenlauf für das Juliusspital Hospiz Würzburg und sammelten dabei – nach ersten Auszählungen – 781,15 Euro ein.

Rainer Stark, Initiator der Laufgruppe, sammelte im Juliusspital weiter. Nun haben wir die stolze Summe von 1001,15 Euro!!!!!! Danke an alle, die gespendet haben!

Sonntagmorgen, es ist kurz vor 9 Uhr. Am Eingang des Congress Centrums treffen sich zwei Bienen Maja mit Flipp, Pippi Langstrumpf, dem Engelchen, der Hippiebraut und dem Fußballer. Den „ Onkel Doktor“ haben sie gleich mitgebracht, sollte einer von ihnen in den kommenden Stunden ärztliche Hilfe benötigen. Verkleidet treten sie auf, denn sie wollen „Hingucker“ sein für die Zuschauer und auch ein bisschen „Spaßmacher“. Die Stimmung ist gut, die Motivation ausgezeichnet – die Truppe stimmt sich ein auf ihren Auftritt.

„Wir starten ganz hinten im Block C“, treibt "Fußballmann" Rainer Stark seine Sammler zusammen. Also, ganz nach hinten, da stören wir die schnellen  Läufer nicht. Kurz nach 9 Uhr setzen sich die Zehn voller Elan in Bewegung.

Zu den Verkleidungen trägt jeder eine weinrote Stofftasche mit dem Logo des Juliusspital Hospiz, darin jeder Menge Lollies und Hospiz-Flyer. Die sollen „unters Volk“ gebracht werden, die Aufgaben sind klar definiert: „Wir sprechen die Zuschauer an, erzählen ihnen ein bisschen was über unser Hospiz, sammeln Spenden ein und geben Hospizflyer aus“, erklärt Stark nochmal und alle nicken. An drei vorher festgelegten Standorten stehen die Helfer mit Nachschub, denn die Taschen sind schnell leer.

Lollies mögen nämlich nicht nur die Kinder – auch viele Erwachsene freuen sich über etwas Süßes. Den Flyer gibt es gleich mit dazu und auch die Erklärung, warum und wieso wir sammeln. „Ja, das Hospiz, das kennen wir schon. Das ist eine gute Sache.“ Diesen Satz hören die Sammler oft. Leider gibt es auch Menschen, die einen wegscheuchen aber mit einem Lächeln besänftigt man selbst den letzten Griesgram.

Es gibt so viele schöne Momente auf der Strecke, kurze nette Gespräche mit den Zuschauern, Klatschen und Anfeuerungsrufe, die Trommlergruppen, die für Stimmung sorgen, Lob für den Einsatz und freundliche, herzliche und lachende Gesichter, die mit der Sonne um die Wette strahlen. Auch andere Läufer, die fragen „sammelt Ihr?“ und einem dann Fünf Euro zustecken – einfach so, ohne Worte, beim Laufen. Da vergisst man dann auch die Füße, die nach einiger Zeit ein wenig meckern – aber auch das geht vorbei und irgendwann läuft es sich dann von ganz alleine.

Ohne bestimmtes Zeitziel aber mit der Maßgabe, möglichst viele Spenden für das Hospiz zu sammeln, war die Gruppe unterwegs. Schon nach den ersten Kilometern verlieren sich die Sammler aus den Augen, teilten sich auf im großen Feld der Läufer. Rund vier Stunden hatte Stark für den Sammellauf veranschlagt, doch keiner seiner Läufer brauchte so lange. Die Menge am Straßenrand tat ihr Übriges und trug die Sammler von Kilometer zu Kilometer weiter und weiter.

Das Geld, das das Team um Rainer Stark einsammelte wird den Gästen des juliusspitälischen Hospizes in der Friedrich-Spee-Straße 28 in der Würzburger Sanderau zugutekommen. „Es gibt noch viele Sachen, die im Hospiz angeschafft werden können um die letzten Lebenstage der Gäste etwas angenehmer zu gestalten – und dafür laufen wir“, fasst Stark die Intention seiner Truppe zusammen.

Die Läufer waren: Engelchen: Bärbel Riedel (Chefsekretariat Urologie), Pippi Langstrumpf: Evelin Süß (Chefsekretariat Gastroenterologie), Biene Maja: Michaela Röschlau (SAPV), Biene Maja: Katharina Gütlein (Pflegedirektorin), Flipp: Bernd Vogt (Krankenhaushygiene), Fußballer: Rainer Stark (Abteilung Immobilien), Hippiebraut: Alexandra Baier (OP-Anästhesie), Moritz Vollert (Krankenpfleger), Martina Schneider (Medien-und Öffentlichkeitsarbeit) und – "verkleidet als Arzt": Dr. Peter Jonczyk (Chirurgie).

Die Gruppe hofft, dass die 781 Euro auf 800 Euro „aufgerundet“ werden – auch darüber hinaus ist jeder Cent wichtig für den guten Zweck.