Presse

12.05.2015

Nur das Beste zählt

Weingut Juliusspital gewinnt "Best of Gold" mit 2014er Würzburger Stein Riesling ERSTE LAGE

Die Stimmung glich der einer Oskar-Verleihung am Montag, 11. Mai im Fürstensaal der Residenz Würzburg. Die angenehme Kühle des prachtvollen Raumes ließ die Veranstaltungsteilnehmer nur wenig entspannen. In engen Stuhlreihen saßen die Winzer der Finalrunde des Weinwettbewerbs „Best of Gold“ dicht gedrängt. Auch das „Team J“ der Stiftung Juliusspital harrte - sichtlich angespannt - zwischen Sommeliers und Weinjournalisten aus, hing bei jedem einzelnen Aufruf der Fränkischen Weinkönigin Kristin Langmann an ihren Lippen.

Weingut Juliusspital mit sechs Weinen dabei

Erst vier Stunden vorher hatten die Spitäler per Telefon erfahren, dass ihr Weingut gleich mit sechs Weinen in sechs von insgesamt zehn Kategorien in die Finalrunde der Besten der Besten gelandet ist. Das tatsächliche Ergebnis wurde da aber noch lange nicht verraten. Schließlich kann in jeder Kategorie nur ein Wein gewinnen.

Spannend: Keiner kennt das Ergebnis

Nach und nach wurden die drei besten Finalisten der jeweiligen Weinkategorie nach vorne auf die Bühne gerufen. Der Wein-Pate - einer der bundes- und europaweit angereisten Weinjournalisten und Weinsommeliers - zog aus einem goldenen Kuvert die goldene Karte mit Gewinner-Weingut und Gewinner-Wein. Niemand im Saal kannte das Endergebnis der verdeckten und hundertprozentig diskreten Weinverkostung über alle Runden des Wettbewerbs.

Nach der Bekanntgabe trafen auf der Bühne Emotionen aufeinander: Hier strahlende Gesichter und Jubel, dort enttäuschte Gesichter und artig gratulierende und applaudierte Zweit- und Drittplatzierte. Es ist nicht leicht, kurz vor dem großen Ziel und mit einem nachrangigen, zweiten oder dritten Platz gute Miene zum ernsten Spiel des Wettbewerbs zu machen.

Begehrte Trophäe ging schon acht Mal ans Juliusspital

Nach fünf abgearbeiteten Kategorien wird es auch im „Team J“ merklich ruhiger. Mit jeder weiteren Weinkategorie schwindet die Wahrscheinlichkeit, auch im Best of Gold 2015 doch wieder eine der zehn begehrten Trophäen, einen „ceratit nodosus“ mit nach Hause nehmen zu können. In den Vorjahren war dies bereits acht Mal gelungen und das Juliusspital führt damit - zusammen mit dem Spitzenwinzer Horst Sauer - die Rangfolge aller fränkischen Winzer an.

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Aufgerufen wird die Kategorie "Premium Frucht und trocken": Endlich, mit einem 2014 Würzburger Stein Riesling ERSTE LAGE tritt Kellertechnologe Christian Will für das Juliusspital zusammen mit drei nicht minder angespannten Winzerkollegen aus anderen Betrieben auf die Bühne. Und dann schließlich die Verkündung: Der Gewinner ist das Weingut Juliusspital Würzburg!

Jubel beim "Team J"

Die Spitäler jubeln. Es gibt Glückwünsche vom Stiftungsleiter Walter Herberth - und auch der Weingutsleiter Horst Kolesch findet nach und nach wieder zur Sprache zurück und stellt entspannt fest: „Es ist schön wieder dabei zu sein.“ Noch wenige Minuten zuvor wären ihm diese Worte keinesfalls über die Lippen gekommen.

Fakten zum „Best of Gold“

Die Fränkische Weinprämierung „Best of Gold“ ist ein offizieller, regionaler Weinwettbewerb des . Fränkischen Weinbauverbandes. Die Goldmedaillenweine sind - sofern der Erzeuger es wünscht - automatisch für die „Best of Gold“- Probe qualifiziert. Darüber hinaus nehmen auch jene Weine Frankens an diesem Wettbewerb teil, die aus den unterschiedlichsten Gründen heraus nicht von einer Goldmedaille geschmückt sind. Diese Weine müssen sich zunächst in einer separaten Verkostung auf ihre Goldmedaillen-Tauglichkeit bewähren. Somit gehen alle Weine aus ein und derselben Startposition in die Best-of-Gold–Probe. Die Jury setzt sich aus Weinsachverständigen, Vertretern des Weinhandels, der Gastronomie, der Presse und der Oenologen zusammen.

 

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(von links) Weinbaupräsident Artur Steinmann, Christian Will, Team J, Weinkönigin Kristin Langmann und Weinpatin Astrid Ziegelmeier, IHK Sommelier-Schule München.

Foto Daniel Biscan

Beim Best-of-Gold-Wettbewerb 2015 gab es insgesamt 246 Anstellungen. Voraussetzung: Jeder Wein musste vorher schon eine Goldmedaille haben oder durch eine Sonderprüfung gehen. 37 Weine wurden bereits in der Vorrunde ausgesondert, 209 Weine gingen in die erste Verkostung. 72 Betriebe nahmen teil, 62 Weine gelangten in die Finalrunde, 28 Betriebe waren in der Finalrunde und zehn von ihnen stellten die zehn Gewinnerweine.

Text: Horst Kolesch & Martina Schneider