Presse

14.08.2014

Musik erfreut auch nachhaltig

1500 Euro für Loungegarnitur im stationären Hospiz der Stiftung Juliusspital

Zwei Konzerte – ein sozialer Gedanke: In der Adventszeit geben das Heeresmusikcorps Veitshöchheim und der Würzburger Domchor seit vielen Jahren regelmäßig Konzerte deren Erlöse stets sozialen Zwecken zugutekommen. Diesmal übergaben die Verantwortlichen 1500 Euro an das stationäre Hospiz der Stiftung Juliusspital, das vor einem Jahr in der Würzburger Sanderau seiner Bestimmung übergeben wurde. Mit dem Geld stattet die Leiterin des Hospizes, Sibylla Baumann, die Terrasse des Gebäudes an der Friedrich-Spee-Straße 28 mit einer eleganten Loungegarnitur aus.

Manfred Lindner, Leiter des Arbeitskreises IV (Aktivität im Alter/Sport/Freizeit/Bildung/Kultur) der Seniorenvertretung der Stadt Würzburg organisiert seit acht Jahren das Benefiz-Adventskonzert im Würzburger Dom, für das der Bischof das Gotteshaus zur Verfügung stellt. „Die Konzert-Einnahmen gehen auf Heller und Cent immer an einen sozial-caritativen Zweck“, sagt der engagierte Organisator. Das ist Tradition. Ebenso Tradition ist es, dass der DomOrganist Professor Stefan Schmidt das Konzert an der Orgel musikalisch begleitet.

Volker Stawski, der Leiter der Beratungsstelle der Stadt Würzburg für Senioren und Menschen mit Behinderungen organisiert ebenfalls seit vielen Jahren zusammen mit Verantwortlichen des VdK Sozialverbandes das Adventskonzert des Heeresmusikcorps Veitshöchheim, das ebenfalls in der Adventszeit stattfindet, im Congress Centrum Würzburg. Auch das ist Tradition und zwar seit mehr als 40 Jahren. Auch hier gehen die Einnahmen an einen sozial-caritativen Zweck.

Die Organisatoren der traditionellen Benefizkonzerte trafen sich mit den Verantwortlichen der Stiftung Juliusspital im Hospiz zur Übergabe der gespendeten Loungegarnitur. „Hier merkt man, dass die Menschen auf ihrem letzten Lebensweg mit viel Wertschätzung begleitet werden“, waren sich Manfred Lindner und Ute Kusch-Krüger von der Seniorenvertretung beim Rundgang durch das Hospiz einig. Beide freuten sich, dass sie den Gästen des Hospizes mit der neuen Ausstattung der Terrasse eine Freude machen konnten. „Diese Einrichtung ist wichtig für Würzburg und Umgebung“, erklärte Volker Stawski und beglückwünschte die Verantwortlichen der Stiftung Juliusspital dazu, diesen Schritt getan und so schnell gehandelt zu haben. Er wies auf den „Reichtum der Stadt Würzburg an sozialen Gruppierungen und Einrichtungen“ hin, die auch immer finanzielle Unterstützung durch die Bürger von Würzburg erfahren.

„Jede Spende kommt den Hospizgästen zugute“, bedankte sich Walter Herberth, Leiter der Stiftung Juliusspital, für die Zuwendung. Das Juliusspital habe sich bewusst für das Hospiz entschieden und auch die Investitionskosten getragen. Per Gesetz sei der Träger eines Hospizes jedoch verpflichtet, jährlich zehn Prozent der laufenden Betriebskosten (im Fall des Juliusspital Hospizes sind dies 100 000 Euro bei Gesamtbetriebskosten von rund 1 Million Euro) aus eigener Tasche zu zahlen. „Das war uns auch bewusst“, sagte Herberth.
 
Die Realität jedoch sei, dass der Träger tatsächlich 20 bis 25 Prozent der Betriebskosten schultern müsse. Grund dafür sei die „Zurückhaltung“ der Kranken- und Pflegekassen bei der Bemessung des Pflegesatzes. „Wir sind jedoch unverändert bestrebt, bei den im Spätherbst anstehenden Verhandlungen mit den Kassen in die Nähe dessen zu kommen was der Gesetzgeber uns aufbürdet“, erklärte der Oberpflegamtsdirektor des Juliusspitals. Ein steiniger Weg, auf dem jede Spende hilft und den Menschen direkt zugutekommt, die sie brauchen: den Gästen des stationären Hospizes der Stiftung Juliusspital.

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Die Organisatoren der traditionellen Benefizkonzerte trafen sich bei sommerlichen Temperaturen mit den Verantwortlichen der Stiftung Juliusspital im Hospiz zur Übergabe der gespendeten Loungegarnitur (von links) die Leiterin des Hospizes Sibylla Baumann, Volker Stawski, Leiter der städtischen Beratungsstelle für Senioren und Menschen mit Behinderungen, Ute Kusch-Krüger (Seniorenvertretung Stadt Würzburg), Juliusspital-Stifungsleiter Walter Herberth, Franz-Josef Steingasser, Geschäftsleiter Senioren, Bildung und Hospiz des Juliusspitals und Manfred Lindner von der Seniorenvertretung Stadt Würzburg. Auf dem Foto fehlt DomOrganist Professor Stefan Schmidt.               Foto Martina Schneider/Stiftung Juliusspital