Presse

12.08.2014

Erinnerung an Würzburger Künstler

Rita Kirchgessner spendet der Stiftung Juliusspital zwei Werke von Josef Scheuplein

Am 7. August wäre Josef Scheuplein 98 Jahre alt geworden. Diesen Geburtstag ihres Vaters nahm Rita Kirchgessner zum Anlass, zwei seiner Bilder der Stiftung Juliusspital zu schenken. Der Würzburger Maler, Grafiker und Kunsterzieher betrieb nämlich von 1972 bis 1998 sein Atelier im Souterrain des Kollegienhauses des Juliusspitals. Dort wird auch das eine Gemälde, sein Portrait in Öl, einen Ehrenplatz finden.

Rita Kirchgessner möchte mit der Schenkung an die Schaffenszeit ihres Vaters im Juliusspital erinnern und daran, dass er sich in seinem Atelier wohl gefühlt habe. „Hier im Juliusspital gibt es zudem viel mehr Möglichkeiten, seine Werke aufzuhängen“, sagt sie. Außerdem habe ihr Vater einen engen Bezug zum „Spital“ gehabt. Oberpflegamtsdirektor Walter Herberth dankte der Würzburgerin für die Großzügigkeit. Das Bild „Ablauf der Schöpfungsgeschichte“ soll einen Platz im Vorraum der Juliusspitalkirche St. Kilian finden.

Scheuplein schuf unter anderem 1948 einen Zyklus von zwölf Würzburg-Ansichten. In seiner Werkstatt im Juliusspital entstanden Gemälde und Grafiken von Landschaften der Rhön, Friesland, Norwegen, Spanien und auch immer wieder Ansichten aus der näheren Umgebung. 1993 portraitierte Scheuplein den ehemaligen Oberpflegamtsdirektor des Juliusspitals, Leo Rettner.

Der Künstler illustrierte für das Würzburger Katholische Sonntagsblatt und die Main-Post. Eine Sonderstellung nimmt seine ab Beginn der 1980er Jahre entstandene großformatige und teilweise von Hand kolorierte Holzschnittserie „Totentanz“ ein. Exemplare davon sind heute im Besitz des Martin-von-Wagner-Museums der Universität Würzburg, der Kunstsammlungen der Diözese Würzburg sowie der evangelischen Bartholomäuskirche in Sommerhausen.

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Rita Kirchgessner und Oberpflegamtsdirektor Walter Herberth mit den beiden Bildern, die die Tochter des Würzburger Künsltlers Josef Scheuplein der Stiftung Juliusspital spendete. Foto Martina Schneider/Stiftung Juliusspital