Presse

25.05.2014

Genuss für Geist, Seele und Gaumen

Weingut Juliusspital eröffnet 27. Kulturtage mit Ausstellung von Ulrike Scheb

„Farbenlust“ so hat Ulrike Scheb ihre Bilder im Gartenpavillon der Stiftung Juliusspital überschrieben, die noch bis zum 8. Juni besichtigt werden können.

Mit einer Vernissage eröffneten Pfarrer Bernhard Stühler und der juliusspitälische Weingutsleiter Horst Kolesch am Freitagabend diese „Ausstellung phänomenaler Werke“. „Kunst und Wein harmonieren einfach gut miteinander, denn sie sprechen gleichzeitig alle Sinne an“, erklärte der Geistliche des Spitals. „Und das ist der Zweck unserer Kulturtage, nunmehr schon seit 27 Jahren.“

Ulrike Scheb unterrichtet im „normalen Leben“ zehn bis 16-Jährige an der Mittelschule in Zellingen. Die studierte Kunsterzieherin malt schon seit klein auf. „Wenn man einmal angefangen hat, lässt einen die Malerei nicht mehr los“, sagt die 56-Jährige. Im Juliusspital zeigt die Künstlerin aus Zellingen Malerei in Öl-Acryl-und Mischtechniken sowie Drucke in Transferlithographie. 25 teils mehrteilige Bilder in verschiedenen Größen stellt Scheb im Gartenpavillon aus.

Darunter sind auch einige Transferlithografien. Mit dieser Technik experimentiert Scheb seit geraumer Zeit und erstellt farbigen Graphiken, in denen Farbe und Linie eine gleichbedeutende Rolle spielen. „Ich bin ein Farbenfan, egal in welcher Form, Farbe gehört für mich zum Leben dazu“, sagt Scheb.

„Sie spricht mit Farbe, lebt die Farbe bis zur äußersten Grenze der Möglichkeiten“, beschreibt der Rothenburger Galerist Martin Sinn die Künstlerin. Leider konnte er an der Vernissage nicht teilnehmen, ließ aber seine Laudatio durch Luise Limburg überbringen. „Für Ulrike Scheb wird die Farbe zur seelischen Aussage“, sagte Limburg. Für die musikalische Umrahmung des Abends sorgte Rüdiger Leibold am Flügel.

Scheb hat ihre farbenprächtigen Motive mit Titeln wie „In der Dämmerung“, „Lauf nicht davon“, „Aufgetaucht, wieder im Leben“ oder „Insel im Blau“ überschrieben. Sie malt nach Gefühl und mit Gefühl und manchmal sich auch den Frust von der Seele. Dass hierbei derart wunderschöne Farbschöpfungen entstehen ist ein Genuss für den Betrachter und denjenigen, der ein Werk von Ulrike Scheb sein eigen nennen darf.

„Der Titel Farbenlust ist für uns Programm“, erklärt Weingutsleiter Kolesch den Gästen bei der Ausstellungseröffnung und hielt den Plan für die Kulturtage in die Höhe, mit dem das Weingut noch bis zum 8. Juni Veranstaltungen und Genuss für jeden anbietet.  So gibt es an Christi Himmelfahrt um 17 Uhr Klassik um 5. Florian Glemser spielt  zur Teestunde im Gartenpavillon unter anderem Werke von Beethoven, Chopin und Liszt.

„Auf Bekannte, aber nicht  bekanntes, treffen regelmäßige Besucher unserer Kulturtage am 1. und 2. Juni um 20 Uhr in der Zehntscheune“, kündigt Kolesch an.  In ihrem neuen preisgekrönten Programm – Casino Tango Noir mit Las Sombras –  setzt das Quintett alles auf eine Karte: Leidenschaft!  Ein szenischer Konzertabend um das große Thema alles oder nichts.

Die 27. Kulturtage enden am 8. Juni um 17 Uhr im Gartenpavillon mit dem Duo Klangwelt, zwei bulgarischen Künstlern. „Für alle Klassik-Fans ein musikalischer Leckerbissen“, so Kolesch, der seine Vorstellung der Kulturtage mit Winston Churchill schloss: „Man soll seine Leib viel Gutes tun, damit die Seele viel Lust hat, darin zu wohnen.“

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Eine Vernissage mit Werken von Ulrike Scheb (Mittes) eröffnete die 27. Kulturtage des Weinguts der Stiftung Juliusspital mit Weingutsleiter Horst Kolesch und Pfarrer Bernhard Stühler (links) Fotos Martina Schneider/Stiftung Juliusspital