Presse

13.03.2014

Juliusspital hielt Kurs in allen Bereichen

Festakt zu 438-jährigen Grundsteinlegung der Würzburger Stiftung

Am Dienstag feierte die Stiftung Juliusspital ihren 438. Stiftungstag mit einem Festgottesdienst und Festakt. Oberpflegamtsdirektor Walter Herberth ehrte dabei Mitarbeiter für 25- und 40-jährige Stiftungszugehörigkeit beziehungsweise Arbeit im öffentlichen Dienst und Ruheständler.

In seiner Festansprache ließ der Leiter der Würzburger Stiftung das Jahr 2013 Revue passieren. „Wir haben unseren guten Kurs gehalten und sind in allen Bereichen mit Erfolg durch das Jahr gekommen“.

Historischer Gedenkpunkt

Heraus hob Herberth den historischen Gedenkpunkt im Innenhof des Juliusspitals, der seit November 2011 daran erinnert, dass Julius Echter von Mespelbrunn das Spitalgebäude in Ermangelung eines anderen geeigneten Grundstückes auf dem vormaligen Judenfriedhof hat errichten lassen. „Dieses Bekenntnis zur Schattenseite der Geschichte unserer Stiftung hat in der Öffentlichkeit hohe Beachtung und Anerkennung gefunden“, erklärte der Stiftungsleiter.

Mit 13 500 Patienten seien so viele Patienten wie noch nie in der Geschichte des Krankenhauses im Laufe eines Jahres stationär behandelt worden. Die Klinik schrieb schwarze Zahlen und wurde durch das Ministerium für Gesundheit und Pflege als „Green Hospital“  ausgezeichnet für die Berücksichtigung von Energie- und Umweltaspekten bei der Generalsanierung.

Die Stiftung führte im vergangenen Jahr das betriebliche Gesundheitsmanagement ein mit einer Auswahl an Fitness- und Gesundheitsangeboten für alle Mitarbeiter und eröffnete eine eigene Kinderkrippe am Juliusspital.

Das Seniorenstift erhielt den Quality Award 2013 für beispielhafte Qualitätssicherungsmaßnahmen in der stationären Pflege durch den Bundesverband der Privaten Anbieter sozialer Leistungen. Die Berufsfachschule für Altenpflege feierte 50. Jubiläum.

Juliusspital Hospiz

Mit der Einweihung des stationären Hospizes in der Sanderau setzte das Juliusspital einen weiteren Schwerpunkt. „Die Stiftung ist der einzige Träger in Deutschland, der alle vier Bereiche der Palliativ- und Hospizarbeit anbietet: die stationäre Versorgung in zwei Stationen, die ambulante Spezialversorgung, die Palliativakademie und nun auch das Hospiz“, erklärte der Oberpflegamtsdirektor.
 
Am Greinberg entstand auf 2,3 Hektar eine neue Weinbergslage, bepflanzt mit Silvanerreben. „Den ersten Silvaner aus der neuen Monopollage des Juliusspitals wird es vermutlich 2015 geben“, kündigte Herberth an. Die Arbeit des Weinguts wurde auch im vergangenen Jahr durch eine Vielzahl von Auszeichnungen fachlich bestätigt. Beispielhaft nannte Herberth den Best-of-Gold Sieg für einen 2012er Würzburger Stein Silvaner Erste Lage.

Die Landwirtschaft des Spitals fuhr - trotz zum Teil schwierigster Erntebedingungen -  ein respektables Jahresergebnis ein. Die Getreideernte lag mengenmäßig rund 20 Prozent über der des Vorjahres, sagte Herberth; auch die Preise fielen seit den Vorjahreshöchstständen um rund 30 Prozent und erholten sich nur langsam.

Das kühle und feuchte Jahr 2013 habe den juliusspitälischen Wald gestärkt und fördere auch den Waldumbau durch guten Anwuchs in den Jungpflanzungen, berichtete Herberth. Im April pflanzte die Stiftung die millionste Buche seit Sturm Wiebke, der im Jahr 1990 große Schäden auch im juliusspitälischen Wald verursacht hat.

Vogelsburg wird saniert

Auf der Stiftungs-Agenda für 2014 bis 2016 steht die Sanierung der Vogelsburg. Vom Denkmalschutz geprüfte Grabungen laufen seit November 2013 auf dem historischen Gelände. Bis Juni 2015 werden Gasthaus und Außenflächen saniert sowie ein Verbindungsbau zwischen Burggebäude und Gasthaus errichtet. Danach wird bis Februar 2016 das Burggebäude generalsaniert und mit Tagungsräumen und Gästezimmern zeitgemäß ausgestattet.

In beeindruckenden zehn Minuten nahm Dr. Peter Jonczyk die Festgäste im Gartenpavillon mit auf den Weg zum besseren Ich, das in jedem Menschen steckt. Der Facharzt für Unfallchirurgie und Orthopädie im Krankenhaus Juliusspital hatte sich dem – nicht medizinischen - Thema „Wie kann ich persönlich zum Vorbild werden?“ gewidmet und dieses außergewöhnlich beleuchtet.  Sein Fazit: Die Antwort auf die Frage dauert ein Leben lang und liegt in jedem selbst. Seinen Appell hatte sich der Mediziner aufs T-Shirt drucken lassen: „Lass es raus….Dein Vorbild!“ Der donnernde Applaus der Gäste zeigte, dass Jonczyk mit seinem Versuch, in zehn Minuten „das bessere Ich“ in jedem zum Vorschein zu bringen, eine Punktlandung hingelegt hatte.

Die musikalische Umrahmung der Feierlichkeiten übernahmen der Chor des Juliusspitals, Dr. Hans Molitor (Trompete) und Gregor Frede (Orgel). Beim Festakt am Klavier spielten Dr. Thomas Sprinz, Karl-Heinz Rehbein und Martin Gillmeister.

Ehre wem Ehre gebührt

Für 25 Jahre bei der Stiftung Juliusspital wurden geehrt: Martina Stoy (Würzburg), Ulrike Braunstorfer (Margetshöchheim), Manfred Fleder (Güntersleben), Semsa Tiro (Würzburg), Peter Rudloff (Nordheim), Michaela Kirchner (Reichenberg), Jürgen Apfelbacher (Schwarzach), Annette Rüger (Würzburg), Monika Fischer (Bergtheim), Bernhard Baumann (Tauberbischofsheim) und Monika Stumpf (Würzburg)

Für 25 Jahre im öffentlichen Dienst wurden geehrt: Daniel Stahl (Hassfurt), Christine Spielmann (Gissigheim), Helga Thüry (Würzburg), Brigitte Landgraf (Würzburg) und Anni Pohly (Kolitzheim)

Für 40 bei der Stiftung Juliusspital wurden geehrt: Gerda Kästner (Dettelbach), Ottilie Reinfurt (Maidbronn), Anita Zander (Kürnach) und Kurt Keupp (Retzstadt)