Presse

13.01.2014

Resümee und Ausblick

Neujahrsempfang 2014: Krankenhaus Juliusspital betriebswirtschaftlich auf gutem Weg

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Krankenhauses  Juliusspital haben ihre Gestaltungskraft und Fähigkeiten erneut genutzt um das Renommee der Klinik zu sichern und die Position als leistungsfähiges Schwerpunktkrankenhaus in Würzburg und der Region weiter ausgebaut. Dieses Fazit zog Krankenhausleiter Wolfgang Popp beim Neujahrsempfang im Foyer des Juliusspitals. Und das alles, obwohl die finanziellen Rahmenbedingungen Anfang 2013 alles andere als rosig für die Krankenhäuser aussahen.

Popp umriss in seiner Ansprache das in 2013 Geleistete und gab einen Ausblick auf die Projekte, die im neuen Jahr auf dem Plan stehen. Der Einsatz der Kliniken und des Juliusspitals bei der Aktion „Faire Krankenhausfinanzierung“ habe gezeigt, dass durch Engagement und konsequentes Nutzen von Chancen immer etwas erreicht werden könne, sagte Popp, überzeugt davon, dass wichtige Finanzhilfen ohne die Aktivitäten vieler Krankenhäuser im Vorfeld der Bundestagswahl heute nicht fließen würden. Er erklärte, dass sich das Krankenhaus – das auch 2013 schwarze Zahlen schrieb – betriebswirtschaftlich auf einem guten Weg befinde.

Schwerpunkt der Entwicklungsmaßnahmen im Jahr 2013 war und sei das „Gesicht unseres Hauses“, die zentrale Notaufnahme. Popp nannte hier unter anderem die Einführung des Manchaster-Triage-Systems, die Einrichtung einer Hotline-Funktion zur Entlastung der Ärzte der Notaufnahme und die Terminambulanz, die bis Ende März an den Start gehen soll. „Im Bereich der interdiziplinären Notaufnahme zeigt sich, dass sich unser Juliusspital ständig im Wandel befindet und wir uns den veränderten Anforderungen rechtzeitig stellen“, erklärte der Krankenhausleiter.

Bei der Aktion „Saubere Hände“ erwarte das Juliusspital das Zertifikat Gold. Im November wurde die Stroke Unit der Neurologie erfolgreich zertifiziert, als nächstes stehe hier ein Anschluss an das Schlaganfallnetzwerk TRANSIT-Stroke an, listete Popp auf und erklärte: „ Wir haben in 2013 gezeigt, dass die von der neuen Bundesregierung beabsichtigte Qualitätsoffensive im Juliusspital längst stattfindet.“ Das untermauert auch die Einführung des neuen temperaturgesteuerten Speiseversorgungssystems, bei dem durch Einsatz von recyceltem CO² im Vergleich zur Kühlung per Stromaggregat rund 80 Prozent CO² eingespart werde. Als weiterer wichtiger Beitrag zur Steigerung der Patientensicherheit startete am 1. Dezember die sechsmonatige Pilotphase eines neuen Ereignis- und Zwischenfallmanagements, berichtete der Krankenhausleiter.

2014 stehen unter anderem die Zertifizierung der Abteilung für Unfallchirurgie, Orthopädie und Wiederherstellungschirurgie als Endoprothetikzentrum im Juli auf der Agenda. Auch soll ein EDV-gestützter Patiententransport die Wartezeit reduzieren und das Pflegepersonal entlasten. „Wir sind auf einem guten Weg auch 2014 alle Herausforderungen zu meistern und allen Unwägbarkeiten zu trotzen“, zeigte sich Popp zufrieden.

Die Stiftung Juliusspital als Gesamtheit habe einen guten Kurs gehalten und sei in allen Bereichen erfolgreich durch das Jahr 2013 gekommen, fasste Oberpflegamtsdirektor Walter Herberth das Geleistete der insgesamt 1300 Mitarbeiter zusammen. Das belegten die aktuellen Zahlen der einzelnen Geschäftsbereiche und erreichte Auszeichnungen. Mit dem Betrieblichen Gesundheitsmanagement und der Kinderkrippe habe die Stiftung zudem ihre Attraktivität als Arbeitgeber weiter ausgebaut.

Im Krankenhausbereich zeige die hohe Inanspruchnahme den guten Ruf des Juliusspitals bei Patienten, Angehörigen und Zuweisern. „Sie schaffen es, neben Ihren medizinischen und pflegerischen Fähigkeiten, immer wieder, den vielzitierten Spitalsgeist zu vermitteln, der von unseren Patienten hoch geschätzt wird der und uns abhebt von anderen Krankenhäusern“, hob Herberth heraus. Die Auszeichnung des Juliusspitals als „Green Hospital“ durch das Bayerische Umweltministerium unterstreiche die Berücksichtigung von Umweltaspekten bei der Generalsanierung des Krankenhauses.

Dass das Krankenhaus auch im vergangenen Jahr – wie in den Jahren zuvor – kein Defizit geschrieben habe, sei das Ergebnis der hervorragenden Zusammenarbeit zwischen Krankenhausleitung, Verwaltung, Ärztlichem Dienst, Pflegedienst und den zentralen Dienstleistern, „ein Ergebnis, für das ich Ihnen in aller Form danke“, sagte Herberth an alle Mitarbeiter für Einsatz und Engagement.

Für die anstehenden zukünftigen Aufgaben, Anforderungen, Schwerpunkte und Herausforderungen sei  jeder gefragt und gefordert, machte Katharina Gütlein deutlich. Gefragt beim täglichen „Spagat zwischen Alltagstrott und operativem Geschäft bei gleichzeitig erforderlicher Kreativität und positiver Grundausstrahlung“, sagte die Pflegedirektorin. Sei es, um die Arbeit besser und gleichmäßiger über die Wochen zu verteilen oder um mehr Ansehen für die Pflege zu erreichen. Nicht nur die Führungskräfte sondern jeder Einzelne sei gefragt „als Ideengeber, Stimmungsbeeinflusser, berufsgruppenübergreifender Mitarbeiter, Mitgestalter, Organisationsverbesserer, Sich-zu-Wort-Meldender, Sich-Verantwortlich-Fühlender…“

„Ich hoffe, dass der menschliche Umgang mit Kranken, der wegen der begrenzten Ressourcen immer schwieriger zu erreichen ist, ausgebaut oder zumindest gehalten werden kann“, sagte Professor Malte Meesmann, Chefarzt der Kardiologie des Juliusspitals. Konkret benannte der Chefarztsprecher dazu die gemeinsame Visite von Arzt und Krankenschwester, die nicht immer möglich sei. „Fallen solche gemeinsamen Visiten häufiger aus, entfernt sich die Medizin vom Patienten“, erklärte Meesmann. Dadurch werde die Medizin für den Patienten kälter und unter Umständen auch teurer. In Zeiten eines immer größer werdenden Drucks auf die Krankenhäuser sei es heute besonders wichtig, den Patienten gemeinsam zu betreuen und ein Nebeneinander zu vermeiden, so der Chefarztsprecher.

Für die musikalische Umrahmung des Neujahrsempfangs zeichneten in diesem Jahr zum ersten Mal die 17 Sängerinnen und Sänger des musikpädagogischen Zweigs der Würzburger Dommusik am Elisabethenheim verantwortlich. Unter Leitung von Musikpädagogin Caroline Hauke brachten die Neun- und Zehnjährigen zwei Stücke aus dem Film des Monsieur Matthieu zu Gehör und erhielten viel Applaus.