Presse

09.12.2013

22.10.2013 Juliusspital saniert Vogelsburg

Am bundesweit ersten Tag der Stiftungen informierten die Stiftungen Bürgerspital und Juliusspital, die Blindeninstitutsstiftung und die Stiftung SOS Familie über ihre Arbeit, ihren Einsatz und das, was eine Stiftung besonders macht. 

150 Interessierte beim bundesweit ersten Tag der Stiftungen im Gartenpavillon des Juliusspitals

Am bundesweit ersten Tag der Stiftungen informierten in Würzburg, der Stadt mit den meisten Stiftungen, die Stiftungen Bürgerspital und Juliusspital, die Blindeninstitutsstiftung und die Stiftung SOS Familie über ihre Arbeit, ihren Einsatz und das, was eine Stiftung besonders macht. Mehr als 150 Besucher kamen dazu in den Gartenpavillon des Juliusspitals. Sie sortierten unter anderem Holzarten zu, beteiligten sich am Gewinnspiel, bei dem es das Alter der vier Stiftungen zu erraten galt, durchliefen einen Sinnesparcour, probierten die edle Tropfen der Weingüter und verfolgten interessiert die Talkrunde die BR-Moderator Eberhard Schellenberger leitete und die Interessantes zum Thema „Stiften gehen“ offenlegte. Es braucht eine gute Idee, ein Vermögen aus dem man Erlöse erzielen kann und einen Stiftungszweck, beantwortete Walter Herberth, der Leiter der Stiftung Juliusspitals Schellenbergers Frage nach dem Grundgedanken einer Stiftung.

Die vier Würzburger Stiftungen sind unterschiedlich in Alter und Einsatz, doch eines haben alle gemeinsam: Sie sind nah am Menschen, helfen, bauen Netzwerke auf und „machen die Gesellschaft menschlicher“, fasste Johannes Spielmann, der Leiter der Blindeninstitutsstiftung die Gemeinsamkeiten zusammen.

Das alles geht nur mit einer soliden finanziellen Grundlage und mit Menschen, die die Stiftungen unterstützen, sei es durch Spenden oder Zustiftungen. Wie Herbert Wellhöfer, der seine Hauptanteile an der gleichnamigen Würzburger Fachfirma für Bodentreppen 2011 auf das Juliusspital übertrug und heute zufrieden erklärt: „Ich habe kompetente und zuverlässige Manager für die Zukunft gefunden und meine Mitarbeiter sind Spitäler geworden.“
Ebenso das Ehepaar Herlet, das eine Treuhandstiftung in Trägerschaft des Bürgerspitals zum Hl. Geist gründete. „Vida Digna“ (Leben in Würde) unterstützt hilfsbedürftigen Personen, die im Bürgerspital betreut werden, keine Angehörigen oder ihnen nahe stehende Personen haben und über wenige oder keine eigenen finanziellen Mittel verfügen, in ihrer letzten Lebensphase. Damit trägt das Ehepaar den Stiftungsgedanken des 697 Jahre alten Bürgerspitals, die Pflege der Armen und alten Menschen, erklärt Annette Noffz, die Leitende Stiftungsdirektorin des Bürgerspitals.

Auch Robert und Margret Krick helfen mit ihrer Stiftung seit 21 Jahren Menschen, die „nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen“, sagen die beiden. „Wir hatten in unserem Leben viel Glück und wollen davon etwas zurückgeben“, erklärt der 91-Jährige Robert Krick, Ehrenbürger der Stadt Würzburg. So haben die Kricks in diesem Jahr bereits 200 000 Euro „verteilt“ in Bereiche, die sie persönlich aussuchen. „Wir wollen, dass das Geld direkt den Menschen zugutekommt und nicht in eine Verwaltung fließt“, betont Margret Krick.
Eine im Verhältnis zu Bürger- und Juliusspital junge Stiftung leitet Johannes Spielmann. Ihren 160. Geburtstag feierte die Blindeninstitutssitftung heuer und trägt Sorge für 2000 Kinder, Jugendliche und Erwachsene und ebenso viele Mitarbeiter. „Viele unserer Projekte gehen in Erfüllung durch Menschen, die unsere Idee mittragen“, sagt Spielmann.

Der „Youngster“ der Vier ist die Stiftung SOS Familie der Kongregation der Ritaschwestern. Gegründet 2005 hilft sie „Familien in Krisensituationen“, erklärt Generaloberin Rita-Maria Käß. „Wir arbeiten in Netzwerken und auch wenn es die Ritaschwestern nicht mehr gibt, die Stiftung lebt weiter.“

Landtagspräsidentin Barbara Stamm und der Würzburger Noch-OB Georg Rosenthal sind stolz darauf, dass Würzburg die bayerische Stadt mit den meisten Stiftungen ist. „Wenn es Stiftungen nicht gäbe, müsste man sie erfinden“, sagte Stamm und dankte all jenen, die sich in diesen Bereichen engagieren. Man könne Menschen nur ermutigen und wertschätzen, sich in und für Stiftungen zu engagieren, sagte sie.
Schellenberger, der die Talkrunde kurzweilig und informativ hielt „knackte“ zum Schluss einen der vielen Glückskekse die der Bundesverband Deutscher Stiftungen für den besonderen Tag ausgegeben hatte und ergänzte Mahatma Ghandis Zitat:  „Der wahre Reichtum eines Menschen ist das, was er anderen Gutes getan hat“ mit dem Wunsch: „Gehen Sie stiften!“ Den Austausch der Gäste beim ersten Tag der Stiftungen in Würzburg machten „Die Brailers“, die Mitglieder der Band der Blindeninstitutssitftung, mit ihrem Auftritt zu einem musikalischen Hochgenuss. 

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Sie veranstalteten den ersten Tag der Stiftungen in Würzburg gemeinsam (von links) Johannes Spielmann (Blindeninstitutsstiftung), Annette Noffz (Bürgerspital zum Hl. Geist), Schwester Rita-Maria Käß (SOS-Familie) und Walter Herberth (Stiftung Juliusspital).  Foto Stiftung Juliusspital

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BR-Moderator Eberhard Schellenberger im Gespräch mit Walter Herberth und Herbert Wellhöfer.

Interview Walter Herberth bei Bayern 1 auf der Mainfranken Messe hierexterner Link.

Beitrag zum Thema Stiftungen in der Rundschau des Bayerischen Fernsehens hierexterner Link.