Presse

04.12.2013

08.05.2013 Senioren pflanzen Nussbäume im Kürnacher Wald

28 Vorschulkinder des Kürnacher Kindergartens St. Elisabeth und acht Senioren des Seniorenstifts der Stiftung Juliusspital pflanzten gemeinsam Wallnussbäume im Kürnacher Gemeindewald.

pflanzen
Das Projekt, das im Februar 2012 seinen Anfang nahm, kam auf Initiative von Christine Pfenning und Reinhold Heinrich zustande. Pfenning kommt aus Kürnach und ist seit 2010 Betreuungsassistentin im Seniorenstift und Heinrich ist der seit über 28 Jahren für den Kürnacher Gemeindewald zuständige Forstwirt.


Dort gedeihen in der Waldabteilung „Am Tiergarten“ nun mehr als 50 neue Wallnussbäume für zukünftige Generationen. Weit mehr als 600 000 junge Pflanzen von der Edelkastanie über die Kirsche bis hin zur Baumhasel, hat der Forstwirt in den vergangenen Jahrzehnten im Gemeindewald schon „ausgesetzt“ um die Vielfalt des Laubwalds zu erhalten und auszubauen und die bestehenden Forstbestände für den Klimawandel fit zu machen.


Im vergangenen Februar brachte er über 300 Wallnüsse ins Seniorenstift und die Bewohner pflanzten diese mit viel Geduld in kleine Töpfe. Kathrin Sippel, Altenpflegerin mit Gerontopsychiatrischer Ausbildung im Seniorenstift, begleitete das Projekt und „überwinterte“ und hegte und pflegte – zusammen mit den Bewohnern - die Pflänzchen, die nun ihren neuen Bestimmungsort im Kürnacher Gemeindewald fanden.


Vor der Pflanzaktion erklärte Heinrich den Kindern wie man einen Baum richtig in die Erde setzt und stellte klar: „Jeder Tag ist der richtige Tag, um einen Baum zu pflanzen“. Dann legten die Vorschüler des St.-Elisabeth-Kindergartens los. Sie gruben und buddelten und pflanzten und gossen an. Die Senioren beaufsichtigten das Ganze und begutachteten die Arbeiten der Fünf- bis Siebenjährigen.

Einmal im Monat machen sich die Vorschüler – zusammen mit ihren Erzieherinnen und Forstwirt Reinhold Heinrich – auf zum „Naturtag“ in den Wald. Dort zeigt ihnen Heinrich wie man Bäume pflanzt, den Wald pflegt, welche Tiere dort leben und die Kleinen legen selbst mit Hand an wenn es zum Beispiel im Herbst heißt, es wird Reisig gesammelt. „Die Kinder lieben ihren Reinhold“, verrät Heike Frankenberger, die Leiterin der Kindergartens St. Elisabeth. Auf die Senioren des Juliusspitals hätten sich die Kleinen auch gefreut, denn „von Menschen, die schon länger auf der Welt sind, kann man viel lernen“, hatte Frankenberger ihren Schützlingen erzählt. Schon bei der Anfahrt in den Wald, die die Kinderauf ihren Mountainbikes absolvierten, winkten sie den Senioren, die mit dem Kleinbus ankamen, begeistert zu.


Auf die Idee, Senioren und Kinder in einem gemeinsamen Projekt für die Zukunft arbeiten zu lassen kam Heinrich durch ein Buch über die Schülerinitiative „Plant-for-the-Planet“, die im Januar 2007 ins Leben gerufen wurde und ihren Ursprung hat in einem Schulreferat des damals neunjährigen Felix Finkbeiner über die Klimakrise. Inspiriert von Wangari Maathai, die in Afrika 30 Millionen Bäume gepflanzt hatte, entwarf er am Ende des Referats die Vision, Kinder könnten in jedem Land der Erde eine Million Bäume pflanzen, um auf diese Weise einen CO2-Ausgleich zu schaffen.


In den darauffolgenden Jahren entwickelte sich Plant-for-the-Planet zu einer weltweiten Bewegung: Derzeit verfolgen rund 100 000 Kinder auf der ganzen Welt dieses Ziel. Sie verstehen sich als Initiative
von Weltbürgern, die sich für Klimagerechtigkeit im Sinne einer Gesamtreduktion der Emission von Treibhausgasen und einer einheitlichen Verteilung dieser Emissionen auf alle Menschen einsetzt.