Presse

04.12.2013

21.08.2013 Weniger Strahlen - optimale Qualität

Radiologische Abteilung des Juliusspitals erhält neuen Computertomographen.

Das Juliusspital hat als eines der ersten Krankenhäuser in Deutschland den neuen Computertomographen „Aquilion New Prime“ (Toshiba) in Betrieb genommen. Das Gerät verfügt über zahlreiche Eigenschaften, die dem Patienten direkt nutzen, neue Aussagen ermöglichen und den Betrieb erleichtern.

So bildet das Gerät pro Umdrehung hochauflösend 160-Schichten gleichzeitig auf vier Zentimetern Breite ab. Damit reduziert sich beispielsweise die Atemanhaltezeit bei der Untersuchung des Brustkorbs auf etwa fünf Sekunden und des gesamten Bauchraums auf etwa acht Sekunden.

Die deutlich reduzierte Strahlenbelastung von bis zu 75 Prozent bei optimaler Qualität war das wichtigste Kriterium der Fachleute des Juliusspitals für die Investition in das Großgerät. Auch der weitere Untersuchungstunnel mit einem Durchmesser von 78 Zentimetern erleichtert – besonders Patienten mit Platzangst – die Untersuchungen.

Wesentlich verbessert ist die Herz-CT-Untersuchung, die dem Ausschluss oder auch dem Nachweis einer Herzkranzgefäßerkrankung dient und zum Teil harte und weiche Ablagerungen in der Wand der Herzkranzgefäße darstellen kann, die auch mit dem Herzkatheter nicht erkennbar sind.

Die 3-D-Darstellung erleichtert den Chirurgen die Vorstellung bei komplexen Knochenbrüchen. Bei Verletzungen verschiedener Körperregionen erübrigt der lange Untersuchungstisch eine Umlagerung des Patienten. „Das ist besonders wichtig bei sehr schwer verletzten Patienten“, erklärt Dr. Wolfgang Küsters, Chefarzt der Radiologischen Abteilung des Juliusspitals. Der neue CT bietet mit deutlich verbesserter Darstellung von Durchblutungsstörungen des Hirns einen „wichtigen Baustein in der frühen Erkennung und behandlungsrelevanten Größenbestimmung von Schlaganfällen“, sagt Küsters.

Neben verbesserter Knochendichtemessung (Osteoporosebestimmung) ermöglicht das neue Gerät die virtuelle Darmspiegelung zum Ausschluss von Dickdarmpolypen und –tumoren, die 2-D- und 3-D-Darstellung von Gefäßerweiterungen sowie die Berechnung von Gefäßengen von beispielsweise Bauch- oder Halsschlagader ohne Katheterverfahren.

Neben einigen ganz neuen CT-Untersuchungsverfahren wurden auch die Möglichkeiten zur minimalinvasiven, Behandlung verbessert, so beispielsweise für CT-gesteuerte Entnahmen kleinster Gewebeproben mittels Spezialnadel und die OP-ersetzende Behandlung von Abszessen und anderen Flüssigkeitsansammlungen.

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Neues CT im Juliusspital: Dr. Wolfgang Küsters, Chefarzt der Radiologischen Abteilung des Juliusspitals informiert Krankenhausleiter Wolfgang Popp über die Funktionen des neuen Computertomographen „Aquilion New Prime“, den das Krankenhaus der Stiftung Juliusspital in Betrieb nahm. Foto Martina Schneider/Stiftung Juliusspital.