Presse

10.12.2013

19.07.2012 Medizinisches Zentrum

Das Institut für Sportmedizin und Sportverletzungen im Krankenhaus Juliusspital ist ab sofort offizielles medizinisches Zentrum des Olympiastützpunktes (OSP) Bayern.

lurz

In dieser Eigenschaft ist das Institut für Sportmedizin und Sportverletzungen im Krankenhaus Juliusspital zuständig für die sportmedizinische Betreuung von Bundeskaderathleten, besonders des Bundesstützpunktes „Freiwasser“ des Deutschen Schwimmverbandes am Standort Würzburg.

Seit 2010 ist der SV Würzburg 05 Bundesstützpunkt für diesen Schwimmbereich und hat sich bereits für die neue Olympiadekade 2013 bis 2016 beworben. Dabei ist es für Bundestrainer Stefan Lurz nun ein Plus, mit dem neuen Institut für Sportmedizin und Sportverletzungen einen fachlich qualifizierten medizinischen Ansprechpartner direkt vor Ort im Krankenhaus Juliusspital zu haben. „Bisher mussten unsere Sportler am Olympiastützpunkt München medizinisch betreut werden, was stets einen großen Zeitaufwand bedeutete“, berichtet er. Für jeden Schnupfen konnten die Athleten natürlich nicht zur Behandlung nach München fahren, so übernahm diese medizinische Betreuung der jeweilige Hausarzt. „Für uns zählt jeder Tag Verlust beim Training, daher sind wir froh, mit Prof. Dr. Beck und dem Juliusspital nun einen kompetenten Ansprechpartner direkt hier zu haben“, sagt Lurz.

Institutsleiter Professor Dr. med. Alexander Beck, Chefarzt für Orthopädie, Unfall- und Wiederherstellungschirurgie und Sportmediziner am Juliusspital betreut seit vielen Jahren die Schwimmer des SV 05 Würzburg und ist seit 2010 einer der Mannschaftsärzte des Deutschen Nationalteams für Freiwasserschwimmer. Er kennt die Regularien der NADA (Nationale Anti Doping Agentur Deutschland) und weiß, welche Medikamente die Sportler nehmen dürfen und welche nicht. Aktuell hat Bundestrainer Lurz 25 Athleten in seiner Top-Mannschaft, drei – unter ihnen Thomas Lurz – starten bei den Olympischen Spielen in London.

Krankenhausleiter Wolfgang Popp freut sich über die Wahl des Juliusspitals zum zentralen medizinische Partner des OSP Bayern, stellt aber auch klar: „Unser Institutsteam betreut nicht ausschließlich die Freiwasserschwimmer medizinisch sondern auch alle anderen Bundeskadersportler sowie Leistungs- und Hochleistungssportler aus der Region.“ Schwerpunkte in Würzburg sind – außer Schwimmen – unter anderem Rudern und Basketball.

Neben Leistungsdiagnostik-Untersuchungen und notwendigen Attesten sorgen Prof. Dr. Beck und sein Team dafür, dass die Athleten bei Verletzungen zügig behandelt werden und Medikamente bekommen, die nicht unter das Dopinggesetz fallen. Zudem betreuen sie die Sportler bei nationalen und internationalen Wettkämpfen direkt vor Ort.
 
„Wir vereinen im Krankenhaus Juliusspital nicht nur sportmedizinische Aspekte der Leistungsdiagnostik, sondern vor allem auch die notwendige moderne Therapie bei erlittenen Sportverletzungen und Sportschäden“, sagt Beck. „Oberstes Ziel ist hierbei die baldmögliche Wiedererlangung der Sport- und Wettkampffähigkeit.“ Zudem ist für Sportler und Trainer ein vertrauensvolles Verhältnis zum betreuenden Arzt wichtig, erklären Prof. Beck und Bundestrainer Lurz.

Das Angebot des im März 2012 gegründeten Instituts für Sportmedizin und Sportverletzungen im Krankenhaus Juliusspital ist offen für alle Sportarten im Bundes- und Leistungssportbereich. „Unser besonderes Anliegen ist es, im Raum Würzburg aktiven Sportlerinnen und Sportlern, vor allem jenen die Leistungs- und Hochleistungssport betreiben, eine optimierte medizinische Betreuung für ihre sportlichen Aktivitäten anzubieten“, erklärt Prof. Dr. Beck.

Stichwort:
Der OSP Bayern ist der größte von 19 Olympiastützpunkten Deutschlands. Er betreut durch trainingsbegleitende Maßnahmen rund 800 Sportlerinnen und Sportler.
Ziel ist eine optimale Vorbereitung auf internationale Wettkämpfe, insbesondere auf die Olympischen Winter- und Sommerspiele. Seine vorwiegend betreuten Sportarten sind: Bob, Rodel und Skeleton, Curling, Eishockey, Eiskunstlauf, Eisschnelllauf, Short-Track, Ski alpin, Ski nordisch, Ski Freestyle, Ski Cross, Biathlon, Snowboard, Judo, Hockey, Kanu, Leichtathletik, Ringen, Rudern, Schießen, Segeln, Turnen, Schwimmen, Taekwondo, Basketball und Volleyball.