Presse

10.12.2013

27.11.2012 Walter Koestner 45 Jahre bei der Stiftung

Eine „Ära“ in der juliusspitälischen Gutsverwaltung Seligenstadt tritt ab, eine „Institution“ geht in Rente: Am Freitag verabschiedeten die Verantwortlichen der Stiftung Juliusspital Walter Köstner in den verdienten Ruhestand. Köstner arbeitete 45 Jahre für die Stiftung, 19 davon als Gutsverwalter. 

„Neben Ihren profunden technischen Kenntnissen, Ihrer Akribie und Ihrem ,sechsten Sinn‘ für den Pflanzenbau waren und sind es Ihre umsichtige Betriebsführung, Ihr ausgeprägtes Kostenbewusstsein und Ihr unternehmerisches Geschick, das die Gutsverwaltung Seligenstadt und die gesamte Landwirtschaft der Stiftung immer wieder nach vorne gebracht haben“, hob Walter Herberth, der Leiter der Stiftung Juliusspital, Köstners Wirken heraus.

Für seinen Einsatz für den Zuckerrübenanbau und die Landwirtschaft in Franken war dieser im August vom Verband Fränkischer Zuckerrübenbauer mit der „Goldenen Zuckerrübe“ geehrt worden und erhielt zudem die Staatsmedaille des Bayerischen Ministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten.

Die rasante Entwicklung der Landtechnik sowie einschneidende Veränderungen am internationalen Agrarmarkt forderten zeitgemäße Maßnahmen von der Gutsverwaltung der Stiftung und allen voran Walter Köstner. Die letzte dieser Restrukturierungsmaßnahmen war im Jahr 2009 die Zusammenfassung aller juliusspitälischen Gutshöfe unter Köstners Leitung. Rund 1050 Hektar landwirtschaftlicher Nutzfläche verteilt auf drei Betriebsstellen plus Domherrenmühle bei Iphofen liefen seither unter seiner Regie.

Diese Aufgaben übernimmt nun Christian Regnet. „Für mich es das mein Traumberuf einen so großen landwirtschaftlichen Betrieb zu verwalten“, sagt der Diplom Agraringenieur. Die Herausforderungen seiner neuen Tätigkeit sieht er beim Zuckerrübenanbau und der Saatgutvermehrung. Fünf Mitarbeiter stehen ihm zur Seite und von allen erwartet Regnet Engagement und Freude bei der Arbeit.

Gebürtig in Wunsiedel im Fichtelgebirge wuchs Regnet in einem landwirtschaftlichen Betrieb in Thiersheim auf. Nach Grundschule, Gymnasiums und Abitur studierte er Agrarwissenschaften an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg mit dem Schwerpunkt Wirtschafts- und Sozialwissenschaften des Landbaus. „Das ist eine sehr gute Qualifikation für die Unternehmensführung“, erklärte Horst Kolesch der Leiter des Geschäftsbereiches Landwirtschaft, Weinbau und Forsten der Stiftung Juliusspital. Im November 2008 schloss Regnet seine landwirtschaftliche Hochschulausbildung als Diplom-Agraringenieur ab. Praktische Personalführung und Management eines Großbetriebs lernte er in Sachsen Anhalt und in Tschechien.
Familiäre Gründe gaben für ihn den Ausschlag, eine Arbeitsstelle in Bayern zu suchen. Regnet entschied sich für das Landwirtschaftsreferendariat im Freistaat Bayern. Diese Ausbildung beendete er Ende Juni 2012. Nun wird er sich seiner neuen beruflichen Herausforderung stellen: Der landwirtschaftlichen Gutsverwaltung der Stiftung Juliusspital. 

Köstner dankte allen Mitarbeitern und Verantwortlichen der Stiftung. Seinem Nachfolger Christian Regnet wünschte er „dass Du die juliusspitälische Landwirtschaft betrachtest als wäre sie Dein Eigentum“.

Herberth bedankte sich auch bei Frau Köstner für Ihre Unterstützung als verständige Ehefrau des Gutsverwalters und gleichzeitig als langjährige Mitarbeiterin in der juliusspitälischen Landwirtschaft.
„Sie waren Ihrem Mann in allen seinen Aufgaben immer eine außergewöhnliche und wertvolle Stütze und haben dadurch auch einen maßgeblichen Teil zur erfolgreichen ,Ära Köstner‘ in den Diensten der Stiftung beigetragen“, lobte Herberth ihr Engagement.