Presse

06.12.2013

24.07.2012 Juliusspital.Hospiz.Würzburg

Teamarbeit: Legten den Grundstein für das stationäre Juliusspital.Hospiz.Würzburg Walter Herberth, Leiter der Stiftung Juliusspital, Generaloberin Schwester Rita-Maria Käß und Barbara Stamm, Präsidentin des Bayerischen Landtags und Schirmherrin des stationären Hospizes der Stiftung Juliusspital. 

 „Heute stehen wir am zweiten Meilenstein eines Projekts für Stadt und Region Würzburg“, erklärte Oberpflegamtsdirektor Walter Herberth, der Leiter der Stiftung Juliusspital am Montag bei der Grundsteinlegung des stationären Juliusspital.Hospiz.Würzburg an der Friedrich-Spee-Straße 28 in der Würburger Sanderau.

Walter Herberth, Schwester Rita-Maria Käß, Generaloberin der Rita-Schwestern und Barbara Stamm, Präsidentin des Bayerischen Landtags legten dann auch den Grundstein des neuen Hospizes. Er beinhaltet einen Kupferzylinder mit der Grundsteinurkunde gedruckt auf Ziegenhaut, einer aktuellen Ausgabe von Main-Post und Volksblatt, der Fundations- und Stiftungsurkunde, Euro-Münzen, der Gedenkmedaille „400-Jahre-Stiftung“, sowie einem Handy, „als Symbol der rasanten aktuellen Entwicklung der Kommunikation“, wie Herberth erklärte. Den verlöteten Zylinder brachte der Leiter der Stiftung Juliusspital in den dafür vorgesehenen Hohlraum ein und legte – zusammen mit den beiden Damen – selbst Hand an beim Festklopfen des Grundsteins. „Des ham mir fei schö gemacht“, begutachtete Stamm die getane Arbeit zufrieden.

Mit ihrem Palliativ- und Hospizzentrum, der Palliativakademie und dem Ambulanten Palliativdienst hat die Stiftung in den vergangenen elf Jahren bereits über die Region Würzburg weit hinausreichende Wirkung erlangt, erklärte Herberth beim Festakt im Festsaal der Rita-Schwestern. „Bei all diesem Engagement ist der Gedanke an ein Hospiz immer präsent geblieben, da wir es als Mangel der Zeit empfinden, wo und wie Menschen mit einem inkurablen Leiden in der letzten Lebensphase betreut werden können“, sagte der Stiftungsleiter.

Als „glückliche Fügung“ bezeichnete Herberth die Tatsache, dass „die mitunter verworrenen Wege zum Bau eines Hospizes“ im Dezember 2011 bei der Kongregation der Rita-Schwestern in der Sanderau ihren Zielpunkt gefunden haben.

„Wir haben Respekt vor ihrem Mut, ihrer Zuversicht und Ihrem Gottvertrauen und sind dankbar, an der Ausstrahlung dieses Ortes und der hier wirkenden Menschen teilhaben zu dürfen. Es ist ein idealer Ort für ein Hospiz“, so der Oberpflegamtsdirektor, der den Weg von der Planung bis zur Ausführung des neuen Hospizes kurz Revue passieren ließ.

„Das Hospiz wächst, wir können es sehen, beobachten und auch hören“, schmunzelte Generaloberin Schwester Rita-Maria Käß. Auch wenn in der Baugrube noch „manches Rätselhafte“ zu sehen sei, seien die Schwestern froh, „dass wir Grund und Boden für dieses Herzensprojekt zur Verfügung stellen konnten“. Symbolisch werde mit dem Hospiz an der langen Tradition der Gemeinschaft weitergebaut, erklärte Käß. Die Rita-Schwestern sorgen sich bereits seit ihrer Gründung um Sterbende und deren Angehörige. „Es geht darum, das Sterben als einen wichtigen, zum Leben gehörenden Teil zu sehen und dem Menschen in der letzten Phase seines Lebens alle Aufmerksamkeit, Zuwendung und Hilfe zukommen zu lassen. Von der Stiftung Juliusspital kann alle Kompetenz und Erfahrung in der Pflege und Begleitung Schwerstkranker und sterbender in das Projekt eingebaut werden, sagte die Generaloberin

Eine Kooperation mit dem Hospizverein Würzburg und dem Malteser Hilfsdienst Würzburg wird die ehrenamtliche Unterstützung im Juliusspital.Hospiz.Würzburg sicherstellen.

Die anstehenden Investitionskosten von rund 4,5 Millionen Euro trägt die Stiftung Juliusspital. Hierbei hob Herberth die 500000-Euro-Spende der Paula Kubitschek-Vogel-Stiftung (München) für den Bau des stationären Hospizes heraus. Auch die Entscheidung Herbert Wellhöfers (Wellhöfer Treppen GmbH, Würzburg), der vor eineinhalb Jahren seine Geschäftsanteile auf die Stiftung Juliusspital übertragen hatte, leiste einen deutlichen Beitrag zur Stärkung der „juliusspitälischen Finanzkraft“, erklärte der Stiftungsleiter. Genauso wie weitere großzügige Spender. „Dies ermöglicht uns, die anstehenden Investitionskosten in Höhe von rd. 4,5 Mio. € nicht als bedrohlich zu empfinden“, erklärte Herberth und ergänzte: „Wir sind für jede Spende dankbar.“

Bei aller finanzieller Hilfe brauche das Projekt auch die Unterstützung von Persönlichkeiten, die sich mit ihrem Namen hierfür verwenden und auf diese Weise die Arbeit von Haupt- und Ehrenamtlichen würdigen, sagte Herberth. Neben Landtagspräsidentin Barbara Stamm als prominente Schirmherrin habe die Stiftung Frank-Markus Barwasser alias Erwin Pelzig als Unterstützer des Projektes gewinnen konnten. „Der Kabarettist mit Würzburger Ursprung hat sich ohne jegliches Zögern zur ideellen Unterstützung bereit erklärt“, berichtete Herberth. 

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Für Barbara Stamm ist diese Schirmherrschaft „etwas Besonderes“. „Es spricht für Würzburg und die Region, dass wir in den unterschiedlichsten Bereichen Verantwortung tragen“, erklärte sie. Vergelt’s Gott sagte sie den Rita-Schwestern für deren „spontane Entscheidung“, den Grund und Boden für das Hospiz zur Verfügung zu stellen. Vergelt’s Gott sagte sie der Stiftung Juliusspital für die Entscheidung, ein stationäres Hospiz zu bauen, das benötigt wird „um den veränderten Familienstrukturen Rechnung zu tragen“.
 

„Heute kann nicht jeder Sterbende in seiner Umgebung bleiben. Daher brauchen wir stationäre Hospize und Menschen, die ihre Kraft und Bereitschaft in den Dienst des Nächsten stellen.“ Nun müssten noch die Strukturen der gesetzlichen Krankenversicherer in einen Rahmen gebracht werden, damit die Arbeit für den Sterbenden auch in Würde geschehen könne.

„Dir ist der Arme anvertraut“, die Worte aus der „Steinernen Stiftungsurkunde“ im Juliusspital sind für Pfarrer Bernhard Stühler die Basis der Nächstenliebe. „Dieser Grundstein soll ein Symbol der Festigkeit sein und ein Zeichen dafür, dass wir diesen Auftrag wahrnehmen, denn unsere Gesellschaft bedarf solch fester Fundamente, die uns die Werte, die Beachtung des Lebens deutlich machen“, sagte der Geistliche des Juliusspitals. Den Festakt umrahmte der Juliusspital-Chor die „Spitalgeister“ unter Leitung von Helgrid Obermeier sowie Studenten musikalisch.

Wer das neue Hospiz der Stiftung Juliusspital finanziell unterstützen möchte, kann dies unter folgender Bankverbindung tun: Konto-Nr. 3015530 bei der LIGA-Bank Würzburg, BLZ 750 903 00.