Presse

06.12.2013

25.04.2012 Gegen den Mangel der Zeit

Vor dem Modell des neuen Hospizes (von links) Juliusspital-Seelsorger Pfr. Bernhard Stühler, Oberpflegamtsdirektor Walter Herberth, Leiter der Stiftung Juliusspital, Generaloberin Schwester Rita-Maria Käß, ihre Stellvertreterin Generalvikarin Schwester Elisabeth Stahl und Chefarzt Dr. Rainer Schäfer von der Abteilung Anästhesie und Palliativmedizin im Juliusspital. Foto Martina Schneider/Juliusspital.

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Am 19. April starteten die Verantwortlichen der Stiftung Juliusspital zusammen mit den Rita-Schwestern und geladenen Gästen das Projekt „Juliusspital.Hospiz.Würzburg“, das im Juli 2013 eingeweiht werden soll.

Für die Region

„Für uns wird heute eine Vision wahr“, verkündete Juliusspital-Pfarrer Bernhard Stühler und brachte damit auch die Freude des Ärztlichen Kurators für das Palliativ- und Hospizzentrum der Stiftung Juliusspital, Herrn Chefarzt Dr. Rainer Schäfer zum Ausdruck. Der Gottesdienst wurdevon Diözesanmusikdirektor Gregor Frede und dem Juliusspital-Chor „Spitalgeister“ unter Leitung von Helgrid Obermeier musikalisch und festlich gestaltet. „Es ist Zeit, dieses Projekt für unsere Region zu errichten“, fügte Stühler hinzu und verwies auf die Verbindung von Stiftung und Orden: Sowohl die Stiftung Juliusspital als auch die Rita-Schwestern seien gegründet worden, um Menschen zu helfen, und beide Institutionen haben im Laufe ihrer Geschichte stets den Mangel der Zeit erspürt und darauf reagiert.

Symbol für Neubeginn

Am Altar zeigten Symbole Vergangenes und Neubeginn: Ein Schild mit der Hausnummer 28, das von einem der beiden Häuser stammt, die gerade zurückgebaut werden, und zwei Scheiben des Nussbaumes, der dem geplanten Neubau weichen musste, stehen für das Vergangene, die Baupläne des juliusspitälischen Hospizes für die Zukunft.

Respekt vor Mut und Gottvertrauen

„Das Wissen, dass sie das Projekt im Gebet begleiten, tut uns ausgesprochen gut. Wir haben Respekt vor ihrem Mut, ihrer Zuversicht und Ihrem Gottvertrauen“, sagte Walter Herberth, der Leiter der Stiftung Juliusspital. Einen Ort zu haben für die Pflege und Betreuung schwerst- und sterbenskranker Menschen sei ein lang gehegter Wunsch der Stiftung.

Ehrenamtliche Unterstützung

„Ich freue mich sehr, dass es gelungen ist, eine Zusammenarbeit des Hospizvereins Würzburg und des Malteser Hilfsdienstes Würzburg auf den Weg zu bringen, die die ehrenamtliche Unterstützung im neu entstehenden Hospiz sicherstellen wird“, sagte Herberth.
Rund viereinhalb Millionen Euro investiert die Stiftung Juliusspital in das neue Hospiz. Auf dem 1912 Quadratmeter großen Areal an der Friedrich-Spee-Straße in der Sanderau wird in den nächsten Monaten ein Gebäude entstehen mit zehn geräumigen Zimmern, aus denen die Hospizgäste direkt in den Garten oder auf die Terrasse gelangen. An den Zimmertrakt angegliedert ist ein zweigeschossiger Baukörper mit einem Wohn- und Aufenthaltsraum, einem Raum der Stille sowie den notwendigen Versorgungs-, Personal- und Büroräumen.

Dank für Unterstützung

Herberth dankte allen Kooperationspartnern und Spendern und hob hier die Eheleute Herbert und Sabine Wellhöfer sowie die Paula-Kubitschek-Vogel Stiftung hervor, die das Hospiz mit 500 000 Euro unterstützt. „Eine bemerkenswerte Tatsache, die hoffentlich noch viele Nachahmer finden wird.“

„Mein Herz schlägt ganz dafür“.


„Wir wollen einen guten Ort für sterbende Menschen schaffen und es freut uns, dass auf unserem Gelände die Sorge um Sterbende einen Platz findet“, sagte Generaloberin Schwester Rita-Maria Käß über „den Beginn eines großen und wichtigen Projekts“. Zwar stimme sie es ein wenig wehmütig, dass die bestehendenen Gebäude weichen müssen doch jedem Anfang wohne ein Zauber inne und die Generaloberin verriet auch: „Mein Herz schlägt ganz dafür“.

Wer das neue Hospiz der Stiftung Juliusspital finanziell unterstützen möchte, kann dies unter folgender Bankverbindung tun: Konto-Nr. 3015530 bei der LIGA-Bank Würzburg, BLZ 750 903 00.