Presse

06.12.2013

08.12.2010 Juliusspital plant ein stationäres Hospiz

Die Stiftung Juliusspital Würzburg wird ein stationäres Hospiz errichten und betreiben. Dies gab der Leiter der Stiftung Oberpflegamtsdirektor Walter Herberth bei einer Pressekonferenz bekannt.

Schon seit längerer Zeit trage sich die Stiftung mit der Absicht, in Ergänzung des bestehenden Palliativzentrums ein Hospiz in Würzburg zu errichten und zu betreiben. Allerdings hätten sich die dabei diskutierten baulichen Möglichkeiten bzw. Notwendigkeiten bisher nicht realisieren lassen.

Nach langem Suchen nach einem geeigneten Grundstück ist die Stiftung jetzt fündig geworden. Auf dem Gelände der Ritaschwestern in der Sanderau soll ein Hospiz mit zunächst acht Plätzen entstehen. Ein entsprechender Planungsentwurf liegt bereits vor und wurde in der vergangenen Woche dem Bayerischen Arbeits- und Sozialministerium vorgestellt. Dort zeigte man sich sehr erfreut darüber, dass in absehbarer Zeit eine Versorgungslücke in Würzburg und Umgebung geschlossen wird. Dem Projekt sagte man volle Unterstützung zu. Das zuständige Ministerium hat sich zum Ziel gesetzt, in Bayern 200 Hospizbetten einzurichten. Unterfranken ist hierbei noch ein weitgehend weißer Fleck, da lediglich am Untermain in Alzenau ein Hospiz besteht.

„Die Stiftung behebt damit einmal mehr einen bestehenden Mangel in der Versorgung von kranken Menschen und erfüllt mit diesem Schritt ganz aktuell den 434 Jahre alten Auftrag ihres Stifters“, beschreibt Oberpflegamtsdirektor Walter Herberth die Grundlage für die Entscheidung. Und Herberth weiter: „Für die bauliche Planung und Abwicklung wird unser in Bausachen bewährter Projektmanager und Geschäftsbereichsleiter Franz Ebert Verantwortung übernehmen. Organisation und Betrieb des Hospizes werden in die Hände des für das Seniorenstift verantwortlichen Geschäftsbereichsleiters der Stiftung Franz-Josef Steingasser gelegt.“

Die Generaloberin der Ritaschwestern, Schwester Rita-Maria Käß, ist ebenfalls über die Errichtung eines Hospizes und damit über die Zusammenarbeit mit dem Juliusspital sehr erfreut. „In der Bereitstellung eines geeigneten Grundstückes zur Unterstützung des Juliusspitals bei der Errichtung eines Hospizes sehen wir die Erfüllung eines wichtigen Auftrags unseres Ordens. Und für ein Hospiz in Würzburg ist die Zeit reif, ja ich möchte sagen überreif“, fasst Schwester Rita-Maria die Entscheidung der Schwesterngemeinschaft zusammen. Der Orden, der auf eine 100jährige Geschichte zurückblickt, engagiert sich seit vielen Jahren in der Hospizarbeit, und zwar sowohl als Mitglied im Hospizverein Würzburg als auch in der Palliativakademie des Juliusspitals und ganz konkret in der praktischen Hospizarbeit am Bett eines schwerkranken oder sterbenden Menschen.