News & Presse

21.05.2026

Bayerischer Wirtschaftsminister Aiwanger besuchte Stiftung Juliusspital Würzburg

Austausch zu Steillagenbewirtschaftung und Bedeutung des Weintourismus für die Region

Die Stiftung Juliusspital Würzburg zählt mit ihren vielfältigen Geschäftsbereichen – vom Klinikum über Seniorenstift, Hospiz und Pflegefachschulen bis Weingut, Land- und Forstwirtschaft – zu den größten gemeinnützigen Arbeitgebern und Wirtschaftsbetrieben der Region Mainfranken. Im Jubiläumsjahr ihres 450-jährigen Bestehens durfte die Stiftung am vergangenen Freitag, 15. Mai 2026, den Bayerischen Staatsminister für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie Hubert Aiwanger begrüßen. Im Mittelpunkt des Besuchs standen insbesondere die Herausforderungen und Chancen des fränkischen Weinbaus – vor allem die Bedeutung der Steillagenbewirtschaftung für Kulturlandschaft, Tourismus und regionale Wertschöpfung.

Historische Stiftungstradition und zukunftsfähiges Wirtschaften

Empfangen wurde Staatsminister Aiwanger von Oberpflegamtsdirektor Karsten Eck, Weingutsleiterin Tanja Strätz sowie dem Geschäftsbereichsleiter Weingut, Landwirtschaft und Forstbetrieb Matthias Wallrapp. Bei einem gemeinsamen Rundgang über das Stiftungsgelände erhielt der Wirtschaftsminister Einblicke in die 450-jährige Geschichte und die wirtschaftlichen Grundlagen der Stiftung Juliusspital, deren sozialer Auftrag seit 1576 durch nachhaltiges Wirtschaften getragen wird.

Der Weg führte vorbei an der Steinernen Stiftungsurkunde bis in den beeindruckenden historischen Holzfasskeller des Juliusspital Weinguts. Der rund 250 Meter lange Keller zählt zu den besonderen kulturellen Schätzen der Stiftung und verdeutlicht eindrucksvoll die jahrhundertealte Verbindung von Tradition, Handwerk und Verantwortung.

Austausch über Zukunft des fränkischen Weinbaus

Thematisiert wurden aktuelle Herausforderungen des Weinbaus – darunter die zunehmende Konsumzurückhaltung, die schwierige wirtschaftliche Lage vieler Betriebe, die Situation der klassischen Gastronomie sowie die besonderen Anforderungen der Steillagenbewirtschaftung. Dabei ging es auch um notwendige Unterstützungsmaßnahmen für den Erhalt der fränkischen Kulturlandschaft und die Sicherung des Weinbaus als bedeutenden Faktor für den Tourismus in Franken. Ebenso wurden nachhaltige und innovative Ansätze im Weinbau, etwa der Einsatz moderner Technologien in den Weinbergen, angesprochen.

„Unsere Steillagen prägen nicht nur das Landschaftsbild Frankens, sondern sind zugleich ein wichtiger Bestandteil regionaler Identität und touristischer Attraktivität. Ihr Erhalt erfordert jedoch enorme Anstrengungen und langfristige Perspektiven“, betonte Oberpflegamtsdirektor Karsten Eck im Gespräch mit dem Staatsminister.
Der Besuch klang in der Vinothek des Juliusspital Weinguts bei einem Glas Silvaner und der Eintragung ins Gästebuch der Stiftung aus. Für die Stiftung Juliusspital war der Besuch des stellvertretenden Ministerpräsidenten ein wertvolles Zeichen der Wertschätzung für die Arbeit ihrer Mitarbeitenden sowie für die Bedeutung des fränkischen Weinbaus und der nachhaltigen Bewirtschaftung traditioneller Kulturlandschaften.
 

StM Aiwanger_Vinothek_Foto StMWi K.Huber

Beim Eintrag von Staatsminister Aiwanger (2.v.l.) ins Gästebuch der Stiftung Juliusspital überreichte Oberpflegamtsdirektor Karsten Eck (l.) eine Flasche Jubiläumswein sowie die Jubiläumspublikation, mit dabei Weingutsleiterin Tanja Strätz und Geschäftsbereichsleiter Matthias Wallrapp (Foto: StMWi/ K. Huber)


Titelbild: Informativer Spaziergang über das Stiftungsgelände: Der Bayerische Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (M.),
Oberpflegamtsdirektor Karsten Eck (r.) sowie Weingutsleiterin Tanja Strätz (l.) und Geschäftsbereichsleiter Matthias Wallrapp (2.v.r.) (Foto: StMWi/ K. Huber)