Festakt zum 450. Jubiläum der Stiftung Juliusspital
Würzburg, 20. März 2026 – Mit einem Festakt im Gartenpavillon feierte die Stiftung Juliusspital Würzburg ihr 450-jähriges Bestehen. Zahlreiche Gäste aus Politik, Kirche, Wissenschaft und Gesellschaft würdigten die lange Geschichte sowie die Bedeutung der Stiftung für die Region.
Den Auftakt bildete ein Pontifikalgottesdienst mit Bischof Dr. Franz Jung in der Stiftungskirche. Unter dem Leitwort „Caritas urget – die Liebe fordert uns“ erinnerte er an den sozialen Auftrag Julius Echters und betonte mit Blick auf die aktuellen Rahmenbedingungen im Gesundheitswesen: Pflege brauche Vertrauen und müsse für alle bezahlbar bleiben. Julius Echter habe hier bereits im 16. Jahrhundert Maßstäbe gesetzt, indem er bewusst gegen ein Zweiklassensystem in Medizin und Pflege handelte.
Oberpflegamtsdirektor Karsten Eck stellte in seiner Rede die enge Verbindung der Stiftung mit der Region in den Mittelpunkt und dankte den anwesenden Gästen für das Vertrauen und die gute Zusammenarbeit. „Sie alle tragen dazu bei, dass unser Stiftungsauftrag auch heute lebendig ist“, sagte er mit Blick auf die Gäste aus Stadt und Landkreis, Universität, Kirchen sowie dem regionalen Stiftungsnetzwerk.
Der Auftrag der Stiftung gelte seit 1576 unverändert: Menschen helfen, Kranke heilen, für andere da sein. Zugleich machte er deutlich, dass sich die Stiftung kontinuierlich weiterentwickelt, um ihrem Auftrag auch unter veränderten Bedingungen gerecht zu werden: „Was sich über die Jahrhunderte verändert hat, sind die Rahmenbedingungen – nicht aber unser Selbstverständnis.“ Anhand aktueller Beispiele zeigte er Herausforderungen und Investitionen in die Zukunft auf – etwa den Ausbau der Pflegeausbildung, die Weiterentwicklung medizinischer Versorgungsangebote im Klinikum oder Investitionen in Infrastruktur und nachhaltige Bewirtschaftung.
Als Festredner sprang Dr. Rainer Hutka, Amtschef des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit, Pflege und Prävention, für den kurzfristig verhinderten Ministerpräsidenten Dr. Markus Söder ein. Der gebürtige Würzburger würdigte das Juliusspital als wichtigen Pfeiler der Gesundheits- und Sozialversorgung sowie als bedeutenden Arbeitgeber. Zugleich hob er Würzburgs Bedeutung als „Stiftungshauptstadt“ hervor und fasste die Besonderheit von Stadt und Stiftung in vier Begriffen zusammen: „Wein, Wohltat, Wissenschaft, Würzburg.“ Die Stiftung stehe beispielhaft für die Verbindung von Tradition und Weiterentwicklung. Einrichtungen wie das Juliusspital stellten sich den komplexen Anforderungen moderner Gesundheitsversorgung mit hoher Verantwortung und fachlicher Kompetenz und sicherten damit auch unter derzeit schwierigen Rahmenbedingungen eine verlässliche Versorgung der Menschen in der Region, so Hutka.
Ein Grußwort sprach zudem Marie Antoinette Gräfin von Ingelheim, direkte Nachfahrin des Stiftungsgründers. Sie würdigte die Stiftung als „Leuchtturm“, der seit Jahrhunderten für das Gemeinwohl wirke und dankte den handelnden Akteuren für den verantwortungsvollen Umgang mit dem Erbe Julius Echters.
Musikalisch begleitet wurde die Veranstaltung vom stiftungsinternen Chor „Spitalgeister“. Den Abschluss bildete der Auftritt eines Überraschungsgastes: Julius Echter kam „persönlich“ vorbei, dargestellt von einem Schauspieler des Theaterstücks „Der Schatz des Julius Echter“, das aktuell anlässlich des Jubiläums im Theater Chambinzky läuft. Im Anschluss kamen die Gäste bei einem gemeinsamen Mittagessen aus der hauseigenen Stiftungsküche in gute Gespräche.
Titelbild:
Gruppenbild mit „Julius Echter“: v.l. Judith Roth-Jörg, Barbara Becker, Dr. Andrea Behr, Stefan Funk, Dr. Susanne Weizendörfer, Walter Nussel, Dr. Rainer Hutka, Weinkönigin Angelina Seiler, Karsten Eck, Marie Antoinette Gräfin von Ingelheim, Björn Jungbauer, Pfarrer Bernhard Stühler, Schauspieler Alejandro Magén Kübel und Christian Irwin, Bischof Dr. Franz Jung, Patrick Friedl, Volkmar Halbleib, Felix von Zobel (Foto: Michael Koch)
Pressemitteilung, versandt am 26.3.2026