Presse

04.07.2016

Stabwechsel in der Neurologie

Professor Dr. med. Mathias Mäurer ist neuer Chefarzt im Krankenhaus Juliusspital


Professor Dr. med. Mathias Mäurer (48) ist der neue Chefarzt der Fachabteilung Neurologie und neurologische Frührehabilitation im Krankenhaus Juliusspital. Er folgt Dr. Hans Molitor nach, der sich nach 29 Jahren Dienst im Juliusspital in den verdienten Ruhestand verabschiedete.

Erster Chefarzt der Neurologie

Dr. Molitor war der erste Chefarzt der Neurologie. Er hat diese Fachabteilung im Juliusspital aufgebaut mit „tief- und breit angelegter Fachkenntnis, großem Engagement und Ideenreichtum, aber auch mit viel Ehrgeiz und manchmal mit einer Portion Ungeduld“, fasste Stiftungsleiter Walter Herberth bei der Verabschiedung des engagierten Mediziners dessen Wirken im Juliusspital zusammen. „Sie können für sich in Anspruch nehmen, dass Sie die Abteilung Neurologie nicht nur aufgebaut, sondern auch markant ausgebaut und zukunftsfähig positioniert haben.“


Mit Leib und Seele Arzt und Neurologie sei Dr. Molitor beharrlich in der Sache und unermüdlich dabei gewesen, die Fachabteilung weiterzuentwickeln, sagte Krankenhausleiter Wolfgang Popp. Der Mediziner habe die Neurologie und die neurologische Frührehabilitation im Juliusspital geprägt und weit über die Grenzen der Region hinaus bekannt gemacht.

Tatkräftig und fachlich kompetent

„Gelebte Kollegialität war ein Grundpfeiler seines Wirkens als Chefarzt“, das sagte der Chefarztsprecher Prof. Tino F. Schwarz über Dr. Molitor. Seine tatkräftige interdisziplinäre Zusammenarbeit sei stets geprägt gewesen von hoher fachlicher Kompetenz und einem, in vielen Berufsjahren erworbenen reichlichen Erfahrungsfundus.


Dr. Molitor selbst nahm seinen Abschied gelassen. Es sei ihm nie langweilig gewesen im Juliusspital, berichtete er den Gästen bei seinem Abschied in der Zehntscheune. „Meine Zeit am Juliusspital fiel zusammen mit einer Zeit der fulminanten Entwicklung der Neurologie in allen diagnostischen und therapeutischen Bereichen – das war spannend wie ein Krimi.“ Er dankte allen, die ihn auf seinem Weg begleitet hatten, allen voran all seinen Mitarbeitern. „Ich habe den Dialog mit Ihnen allen sehr genossen.“


Mit seinem Nachfolger Prof. Dr. Mathias Mäurer habe das Juliusspital einen qualifizierten, geschickten und erfahrenen Mediziner bestimmt daher sei ihm um die Zukunft der Neurologie im Juliusspital nicht bange, verabschiedete sich der Mediziner aus dem Spital. Obwohl, ganz entlassen aus der Spitalsfamilie ist er doch nicht, denn – wie ihm Stiftungsleiter Walter Herberth beim Abschied noch mit auf den Weg gab: „Einmal Spitäler, immer Spitäler.“


Herzlich willkommen Prof. Dr. Mäurer

In seiner Antrittsrede verglich Prof. Dr. Mathias Mäurer- selbst leidenschaftlicher Langstreckenläufer - den Chefarztwechsel mit der Stabübergabe beim Staffellauf, einem Moment höchster Konzentration und Anspannung. „Man spürt, dass jetzt die Verantwortung wie das Staffelholz in der eigenen Hand liegt - man denkt, lass‘ es bloß nicht fallen – mach‘ jetzt alles richtig.“


Für die Übergabe müsse der Läufer nach hinten schauen, sich umdrehen. „Da sehe ich meinen ,Vorläufer‘ Herrn Dr. Molitor, der ein prima Rennen gelaufen ist, der alles richtig gemacht hat, der mit Bedacht, Verstand und viel Talent die neurologische Klinik am Juliusspital geführt hat. Ich weiß, dass ich eine gut aufgestellte Klinik und ein gut ausgebildetes und motiviertes Team übernehme. Die Verantwortung liegt nun bei mir, dieses weiterzuentwickeln, neue Impulse zu geben und auch ,meinen Lauf‘ irgendwann zu einem erfolgreichen Ende zu bringen“, sagte der neue Chefarzt und bekannte, dass es für ihn etwas ganz Besonderes sei, zum Team des Juliusspitals zu gehören – einem Unternehmen mit einer über 400 jährigen Geschichte in der medizinischen Versorgung.


„Ich denke, dass ich Fähigkeiten, ein gutes Maß an Berufserfahrung und Freude an meiner Arbeit mitbringe, die dem Unternehmen dienlich sein werden. Ich weiß aber auch, dass ich in ein Unternehmen eintrete, dass sich in den nächsten Jahren großen Herausforderungen stellen muss. Die neurologische Klinik des Juliusspitals wird auch in der Zukunft unter meiner Leitung eine vollständige neurologische Versorgung anbieten und alle Teilgebiete der Neurologie kompetent abdecken“, so der Mediziner.


Ein wesentlicher Schwerpunkt werde in der Weiterentwicklung der Akutneurologie liegen. „Das Juliusspital besitzt hierfür gute Voraussetzungen und hat mit der Abteilung für Frühreha schon frühzeitig Weichen in diese Richtung gestellt.“ Auch die Altersmedizin werde ebenfalls ein Thema sein, ein „Thema, das wir interdisziplinär angehen müssen und werden.“ Und natürlich freut sich der neue Chefarzt, wenn er auch auf seinem geliebten Gebiet der Neuroimmunologie Impulse für die Region wird setzen können.

Daten und Fakten

Nach dem Studium der Humanmedizin an der Julius-Maximilians-Universität in Würzburg, zu dem unter anderem auch ein Auslandsaufenthalt an der Johns-Hopkins University School of Medicine in Baltimore (USA) zählte, absolvierte Dr. Mäurer seine Facharztweiterbildung an der neurologischen Klinik der Universität Würzburg.


Nach der Facharztanerkennung folgte im Jahr 2004 die Habilitation im Fach Neurologie und 2012 die Ernennung zum Professor. Zuletzt war Prof. Mäurer Chefarzt der Klinik für Neurologie und stellvertretender Ärztlicher Direktor am Caritas Krankenhauses Bad Mergentheim, zuvor war er als geschäftsführender Oberarzt an der Neurologischen Klinik der Universität Erlangen tätig.


Prof. Mäurer verfügt neben der Facharztanerkennung im Fach Neurologie auch über die Zusatzbezeichnungen spezielle neurologische Intensivmedizin und Geriatrie. Seit Oktober 2012 besitzt er darüber einen Masterabschluss der Rechts- und Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Friedrich Alexander Universität Erlangen-Nürnberg in Gesundheitsökonmie.


Der neue Chefarzt der Neurologischen Klinik des Juliusspitals ist Mitglied des ärztlichen Beirates der Deutschen MS Gesellschaft und ein national und international anerkannter Experte für Multiple Sklerose und Neuroimmunologische Erkrankungen des zentralen und peripheren Nervensystems, was zahlreiche Arbeiten in anerkannten wissenschaftlichen Journalen belegen.


Dr. Mathias Mäurer ist verheiratet, hat drei Kinder und lebt mit seiner Familie schon seit fast 30 Jahren in Würzburg, zuletzt in der Gemeinde Reichenberg. Ausgleich von der Arbeit findet der Mediziner im Sport. Er ist leidenschaftlicher Langstreckenläufer und fährt gern Ski.