Presse

14.01.2015

"Wir müssen vorbereitet sein"

Neujahrsempfang des Krankenhauses Juliusspital – Wolfgang Popp blickt voraus

„Sie haben im Jahr 2014 wieder ganz hervorragende Arbeit geleistet, die vorrangig unseren Patientinnen und Patienten aber auch dem Renommee des Juliusspital Krankenhauses zugutegekommen ist“, lobte Wolfgang Popp beim Neujahrsempfang des Krankenhauses seine Mitarbeiter.

Ihren Fähigkeiten und besonderen Engagement verdanke das Krankenhaus 2014 ein erneutes „mehr“ an Patienten. Popp ließ das Jahr 2014 kurz Revue passieren und erinnerte unter anderem an die Auszeichnung „Aktion Saubere Hände Stufe Gold“ im Bereich Hygiene, an zehn Jahre  Ethikbeirat und Ethikkomitee, zehn Jahre Neurologische Früh-Reha Phase B im Juliusspital und die erfolgreiche Erst-Zertifizierung der Abteilung für Unfallchirurgie als Endoprothetikzentrum an.

Strukturmaßnahmen und Investitionen

„Ihre hervorragende Arbeit und unser konsequent disziplinierter Umgang mit den zur Verfügung stehenden Mitteln, wird dazu führen, dass wir das Jahr 2014 wieder mit einem maßvollem Überschuss abschließen können, der dem Krankenhaus für wichtige Strukturmaßnahmen und Investitionen zur Verfügung steht“, sagte Popp.

Für 2015 stehe nun eine große Krankenhausreform an. „Man beachte, dass es sich hierbei nach dem Koalitionsvertrag der Bundesregierung um keine Gesundheitsreform, sondern ausdrücklich um eine Krankenhausreform handelt, die nach der Einschätzung führender Gesundheitspolitiker zu großen Veränderungen der Krankenhauslandschaft führen wird“, erklärte der Leiter des Krankenhauses. „Darauf müssen wir besonders gut vorbereitet sein.“

Mit dieser Reform wolle die Politik in Deutschland  eine gut erreichbare und qualitativ hochwertige Krankenversorgung sicherstellen. Ziel des Juliusspitals sei es – wie bisher  auch in Zukunft – für die Patientinnen und Patienten im Großraum Würzburg ein erstklassiges Versorgungsangebot vorzuhalten, sagte Popp. „Das wird gelingen, indem wir die Schwerpunktversorgung  im  Juliusspital auf einem hohen Qualitätsniveau weiter ausbauen und so eine gute Behandlungsalternative für die Bevölkerung und nicht zuletzt auch für die Krankenhäuser der Grund- und Regelversorgung in der Region Würzburg  bieten.“

Kooperation bedeutend für Zukunft

Die 2014 begonnene Kooperation mit der Missionsärztlichen Klinik habe - vor dem Hintergrund der Beschlüsse der Bund/Länder AG - noch an Gewicht gewonnen und überragende Bedeutung für die Zukunft  beider Krankenhäuser, medizinisch und ökonomisch, sagte Popp. Sie biete die Chance gemeinsame Schwerpunkte zu bilden, durch entsprechende Bündelung der Kräfte diese Schwerpunkte weiter auszubauen, die hierfür erforderlichen hohen technischen und personellen Ressourcen vorzuhalten, damit  weiter auf Augenhöhe mit anderen Zentren zu agieren und – die hohe Qualität der Krankenhausleistung vorausgesetzt – mit den Kostenträgern entsprechende Vergütungsvereinbarungen abzuschließen.

„Ich bin überzeugt, Ihre Fachkompetenz, Ihre gewissenhafte und präzise Arbeit, Ihre Kreativität und Ihre Leistungsbereitschaft werden auch 2015 entscheidend dazu beitragen, dass wir unseren Behandlungsauftrag erfüllen, unsere Chancen ergreifen und damit unser Juliusspital weiter in eine gute Zukunft führen.“

2014 - ein gutes Jahr für die Stiftung

2014 war für die Stiftung Juliusspital ein gutes Jahr und „alles im grünen Bereich“, berichtete Oberpflegamtsdirektor Walter Herberth. „Es gab viele Anstrengungen in alen Bereichen und es konnten wieder kleinere und größere Erfolge erzielt werden.“ Die Bereiche Landwirtschaft, Weinbau und Forsten leisteten – trotz Widrigkeiten – einen wertvollen Beitrag zur Erfüllung der Stiftungsaufgaben und auch die Firma Wellhöfer verzeichnete ein Umsatzplus.

Das Seniorenstift des Juliusspitals war gut und das neue Hospiz zu über 90 Prozent ausgelastet. Als Projekt mit jahresübergreifender Wirkung nannte Herberth die aktuell laufende Sanierung der Vogelsburg bei Volkach die ab Juli wieder ihre Toren öffnen wird.

Die wertvolle Zeit stellte Chefarztsprecher Dr. Vitus Heller in den Blickpunkt seiner Rede. Zeit vergehe für jeden unterschiedlich schnell. Dabei haben doch jede Sekunde, jede Minute, jede Stunde ein ganz festes physikalisches Maß. "Unser subjektives Erleben der Zeit ist mit der physikalischen Größe der Zeit nicht so recht in Einklang zu bringen", sagte Heller und zitierte Seneca, der schrieb: „Es ist nicht zu wenig Zeit, die wir haben, sondern es ist zu viel Zeit, die wir nicht nutzen.“

Zeit und Herz für die Patienten

Heller lobte alle Juliusspitäler die im vergangenen Jahr weder an Zeit noch an Herz gespart haben, als es darum ging, "unsere Patienten, die Patienten des Juliusspitals" zu betreuen und dankte im Namen des Chefarztkollegiums.

Den Dank rückte auch Pflegedirektorin Katharina Gütlein in den Fokus ihrer kurzen Rede. "Danke an speziell die Gruppe zu beziehen, für die ich hier stehe und die ungefähr 360 Personen umfasst, nämlich die Mitarbeiter des Pflege- und Funktionsdienstes, die Physiotherapie selbstverständlich eingeschlossen." Gütlein dankte für deren Einsatz, die Aufgeschlossenheit, das Engagement, die Flexibilität....

"Und diese Berufsgruppe Pflege soll, wie manche Kampagne glauben machen wollte, am Boden sein?", schüttelte Gütlein den Kopf und betonte: "Ich sage NEIN! Diese Berufsgruppe ist qualifiziert, motiviert, flexibel, engagiert und vor allem leistungsstark und Beweise dafür gibt es zu Hauf. Pflege auf Augenhöhe, das ist die zutreffende Devise, jetzt und auch zukünftig."

Musikalisch umrahmte der Juliusspitälische Chor unter Leitung von Helgrid Obermeier den Empfang des Krankenhauses Juliusspital.