Presse

10.12.2015

Strom und Wärme für den Eigenbedarf

Stiftung Juliusspital nimmt Blockheizkraftwerke in Betrieb

Würzburg - Die Stiftung Juliusspital Würzburg wird zukünftig Strom und Wärme für den Eigenbedarf selbst erzeugen. Dazu wurden zwei Blockheizkraftwerke im Untergeschoss des Koellikerbaus eingebaut. Sie haben eine elektrische Leistung von je 360 KW sowie eine thermische Leistung von je 389 KW und werden damit 70 bis 75 Prozent an Strom und Wärme des Eigenbedarfs der Stiftung Juliusspital abdecken.

Die Anlagen erzeugen durch eine Kraft-Wärme-Kopplung gleichzeitig mechanische Energie und Nutzwärme. Während die mechanische Energie unmittelbar in Strom umgewandelt wird, kann die Wärme zum Heizen genutzt werden. Im Juliusspital wird der Strom für das Krankenhaus, das Seniorenheim, die Wirtschaftsgebäude an der Klinikstraße 5 und das Kollegienhaus an der Koellikerstraße sowie für das Weingut genutzt.

Die erzeugte Wärme wird die Heizungen in den Räumen des Krankenhauses an der Koellikerstraße (Koellikerbau), in Teilen des denkmalgeschützten Spitalbaus an der Juliuspromenade und im Zentrallabor erwärmen sowie das Brauchwarmwasser für diese Bereiche bereitstellen.

 

IMG_5250Kein Schalter nur noch ein leichtes Antippen: Stiftungsleiter Walter Herberth nahm die beiden neuen Blockheizkraftwerke im Juliusspital in Betrieb


Anfang Mai begann die Planung, Mitte August starteten die Vorarbeiten und am Donnerstag, 10. Dezember, nahm Walter Herberth mit einem „Antippen“ auf der Schaltzentrale beide Anlagen im Heizraum des Koellikerbaus in Betrieb. Der Stiftungsleiter lobte die zügige Umsetzung und zeitgenaue Fertigstellung dieser 1,6 Millionen Euro teuren Investition.

„Ab 1. Januar können wir damit einen Großteil unseres Wärme- und Strombedarfes selbst decken. Damit werden wir wirtschaftlicher, was allen unseren sozialen Einrichtungen gut tun wird. Die Maßnahme wird sich durch die eingesparten Fremdenergiekosten in etwa fünf Jahren gerechnet haben“, zeigte sich der Oberpflegamtsdirektor zufrieden.

Bei der Inbetriebnahme der Kraftwerke dankte Walter Herberth dem Planungsbüro Greb Energie-Consulting sowie den ausführenden Firmen (besonders Firma RGT, Bad Neustadt) und den Mitarbeitern der Stiftung für die zeitgerechten Arbeiten.