Presse

05.10.2015

Gelungener Aktionstag zum „Tag der Stiftungen“

Auf dem Unteren Marktplatz, im Herzen der „Stiftungsstadt Würzburg“, haben fünf Würzburger Stiftungen ihr Wirken und ihre Bedeutung für die Region dargestellt.

Würzburg, 1. Oktober - Am bundesweiten „Tag der Stiftungen“ informierten das Bürgerspital, das Juliusspital, die Blindeninstitutsstiftung, die Stiftung „SOS Familie“ der Ritaschwestern und die Dirk-Nowitzki-Stiftung im Teamwork über ihr gesellschaftliches und soziales Engagement.

Motto des Tages „Stiftungen bewegen“

Das Motto des Tages „Stiftungen bewegen“ wurde von den fünf Stiftungen auf vielfältige Weise interpretiert. Unterhaltsam waren allerlei körperliche Bewegungen wie Blindenfußball, das Tischtennisspiel „Show Down“ für blinde Menschen, ein Parcours mit einem Alterssimulationsanzug, das Werfen in einen Basketballkorb oder das Klettern in einen riesigen Mähdrescher.

Interviews, Entspannung und edle Tropfen

Bewegung bringen die Stiftungen mit ihrem Engagement in die Gesellschaft, als Arbeitgeber, soziale Einrichtung und Wirtschaftsunternehmen. Wie vielfältig die Ausbildungen und das Arbeitsfeld bei den Würzburger Stiftungen sind, konnte in Wort und Tat, mit Wissensfragen, Interviews und Geschicklichkeitsübungen erfahren werden. Dazu gab es zur Entspannung einladende Sitzplätze, süße Mandeln zum Naschen oder die Verkostung von Weinen verschiedener europäischer Stiftungsweingüter.

Gründerväter stellen sich vor

Innerlich bewegend waren „Die Brailers“. Die Band des Blindeninstituts begeisterte mit ihrem Sound. Das Duo „duopoli“ unterhielt mit Saxophon und Trompete die Gäste, genauso wie die beiden amüsanten „leibhaftigen Gründerväter“ Johannes von Steren (Dr. Michael Schwab) vom Bürgerspital und Fürstbischof Julius Echter (Frank Breitenstein) vom Juliusspital. Sie gehörten wie der Talk mit Silke Nowitzki als Vorsitzende der Dirk-Nowitzki Stiftung, ein spannender Dunkelcontainer und ein leibhaltiger Esel namens „Karamel“ zu den Highlights des Tages.

Bestens aufgelegt und in altertümlicher Sprache berichteten die „Gründerväter“ von der Not, die sie einst veranlasst hatten, eine Stiftung zu errichten. Ob Krankheit und Hunger, Armut oder Behinderung, Notlagen oder Leid – die Wohltäter wollten helfen. „Ich bin stolz darauf, dass unsere Stiftung nach knapp 700 Jahren fortlebt und blüht“, gab „Johannes von Steren“ zu. Dank der „modernen Medizin“ könnten Menschen „gesund bleiben oder werden“.

Sport für benachteiligte Kinder und Jugendliche

Silke Nowitzki plauderte mit Moderator Eberhard Schellenberger über „die schönen Projekte, die wir seit zehn Jahren ins Leben gerufen haben und unterstützen konnten“. Ihr Bruder Dirk habe sich mit seiner Gründung einer Stiftung langfristig engagieren wollen. Durch Sport und Bewegung sollen benachteiligte Kinder und Jugendliche aktiv am gesellschaftlichen Leben teilnehmen und sich positiv entwickeln können.

Für Oberbürgermeister Christian Schuchardt sind Stiftungen „ein zeitgemäßes Thema“. „Es gibt Menschen, die haben keine Arbeit oder keine Wohnung, sie sind körperlich benachteiligt oder haben einen Schicksalsschlag erlitten“, verdeutlichte er. Auf der anderen Seite gebe es glückliche und dankbare Menschen, die etwas abgeben wollen oder in Stiftungen ihr Lebenswerk gefunden haben. „Glück zu schenken und Menschen zusammen zu führen, ist etwas Wunderbares“, gestand Schuchardt.

Gesellschaft braucht engagierte Menschen

„Unsere Gesellschaft ist in hohem Maße darauf angewiesen, dass sich Menschen engagieren“, bedankte sich der Oberbürgermeister bei allen, „die sich bei diesem eindrucksvollen Aktionstag mitgeholfen haben“. Er sei sich bewusst, dass es Aufgabengebiete in Würzburg gibt, „wofür die Stadt nicht genug Mittel hat“. „Bringen Sie sich bitte ein und damit unsere Stadt und Stadtgeschichte voran“, bat er die Zuhörer.

„Wir sind alle begeistert von der fröhlichen Stimmung und den interessierten Passanten bei unserem sonnigen Aktionstag auf dem Würzburger Markt“, beschrieb Ritaschwester Elisabeth Stahl vom Vorstand der Stiftung „SOS Familie“ die Atmosphäre der gemeinsamen Veranstaltung.

Den „Tag der Stiftungen“ gibt es jeweils am 1. Oktober zum dritten Mal. Er hat das Ziel, die Wertschätzung für gemeinnützige Stiftungen und stifterisches Engagement zu steigern. Würzburg ist mit seinen knapp 130 Stiftungen die Stadt mit der höchsten Stiftungsdichte in Deutschland.

Tag der Stiftungen 7 - Gruppenbild

Freude über den gelungenen Aktionstag auf dem Unteren Markt zum „Tag der Stiftungen“. Von links: Oberbürgermeister Christian Schuchardt, Moderator Eberhard Schellenberger vom Studio Mainfranken, Frank Breitenstein und Dr. Michael Schwab als Gründerväter des Juliusspitals und Bürgerspitals sowie Silke Nowitzki, Annette Noffz, Walter Herberth, Schw. Rita-Maria Käß und Johannes Spielmann als Vertreter der fünf kooperierenden Stiftungen (Foto Irene Konrad/Ritaschwestern)