Presse

15.10.2014

Tag und Nacht im Einsatz für den Schoppen

Weingut Juliusspital bringt am 15. Oktober die "Letzte Fuhre" ein

Fünf Wochen Spannung und Anspannung sind vorüber, die früheste Weinlese in der Geschichte des Juliusspitals beendet und alle Trauben im Keller. Am 10. September starteten die Weinbergsmitarbeiter des Juliusspitals mit der Lese und am 15. Oktober kam die letzte Fuhre ins Spital. „Wir hatten damit eine normale Lesedauer, die gleichzeitig aber das ständige Pokern und Ausreizen aller Qualitätspotenziale widerspiegelt“, erklärt Horst Kolesch mit Blick auf den Klimawandel, der die Winzer beständig fordert.

Selektiv und sorgfältig gelesen

Das Juliusspital kann mit den Weinqualitäten „hoch zufrieden“ sein bei einem „auskömmlichen Ertrag“ von rund 70 Hektolitern pro Hektar im Schnitt aller Weinberge vom Bürgstadt am Untermain bis nach Iphofen am Schwanberg, so der Leiter des Weingutes Juliusspital weiter. „Diese Qualitäten mussten unsere fleißige Lesehelfer mit mehrfachen selektiven Vorlesen und alsdann mit einer sorgfältigen Handlese im wahrsten Sinne erarbeiten.“


Rund 80 zusätzliche Lesehelfer aus Osteuropa arbeiteten in den juliusspitälischen Weinbergen und die Mitarbeiter des Team J im Kelterhaus und im Keller. „Drinnen wie draußen waren alle im wahrsten Sinne des Wortes Tag und Nacht beschäftigt um die engen Zeitfenster des günstigen Lesewetters zu nutzen“, berichtet Kolesch.

Silvaner gewinnt einmal mehr

Gewinner wird - im größten Silvaner-Weingut der Welt - erneut der Silvaner sein. Damit stellt er einmal mehr seine Führungsposition in seiner Silvaner-Heimat Franken mit Qualität und Ertrag unter Beweis, ist Kolesch zufrieden. „Dem Silvaner folgt die Burgunder-Riege mit phantastischen Spätburgundern, Weißen und Grauen Burgundern“, erklärt der Weingutsleiter wohingegen der Riesling mit seiner spontanen und frühen Reife erneut konsequenter und noch selektiver als in den letzten Jahren gelesen werden musste.

Die ersten Frühsorten gingen mit 74 ° Oechsle über die Zielgerade im Kelterhaus, und während die Lesecrew sich im Anblick der letzten Fuhre noch einen kräftigen Schluck Federweißen gönnt, tröpfeln im Kelterhaus in Würzburg Auslesen, Beerenauslesen und Trockenbeerenauslesen bis zu 180° Oechsle oder mehr von der Presse. „Mehr wollen wir noch nicht sagen,-  jedenfalls nicht schlecht.“ rücken Kellermeister Nic. Frauer und Helmut Klüpfel mit kombiniert schwäbisch-fränkischen Understatement gerade noch heraus.

Die Weinfreunde des Juliuspitals können sich auf alle Fälle freuen auf einen gut sortierten Weinjahrgang mit frischen, anregenden Schoppen im Gutsweinbereich, mit fein balancierten Weinen bei den VDP.Ortsweinen und schließlich auf charaktervolle und ausdruckstarke Spezialitäten aus den Paradelagen des Juliusspitals, die sich als VDP.Erste Lage oder sogar als Große Gewächse profilieren werden. Kolesch: "Ein respektables Nischensegment bei den Edelsüßen bis ,jedenfalls nicht schlechten' 180 ° Oechsle rundet einen anstrengenden aber sehr zufriedenstellenden 2014er Jahrgang ab."

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Geschafft: Fünf Wochen Lese in den juliusspitälischen Weinbergen sind vorbei und die Letzte Fuhre eingebracht.  Foto Peter Rudloff/Stiftung Juliusspital