Presse

09.07.2014

Beim Genießen Gutes tun

Spargeltaler-Benefizaktion erbringt 1200 Euro für Juliusspital Hospiz Würzburg

Schon zum achten Mal gab es ihn, den inzwischen schon legendären Spargeltaler in den Weinstuben des Juliusspitals. Und schon zum achten Mal spendete das Wirtsehepaar Edith und Frank Kulinna für jeden verkauften Spargeltaler einen Euro an einen sozialen Zweck in der Region.

In diesem Jahr kamen bei der Spargeltaler-Aktion 1200 Euro zusammen und das, obwohl die Spargelzeit heuer statt zu Johanni (24. Juni) bereits am 10. Juni zu Ende gegangen war. Der Spargeltaler ist ein kross gebackener Kartoffelpuffer, in dem Stücke des Edelgemüses eingebacken werden und der mit einer Senf-Silvaner-Sauce und Stangenspargel serviert wird. Die Spende übergaben die Kulinas nun an Sibylla Baumann, der Leiterin des stationären Hospizes der Stiftung Juliusspital, für die Einrichtung in der Würzburger Sanderau.

Bei einem Pressetermin informierten sich die Spender vor Ort über die Arbeit im Hospiz und ließen sich von der Leiterin durch das Haus führen. Initiiert hatte diese Spende auch Kathrin Lachner, Kulinnas Sekretärin, die seit dem Start des stationären Hospizes im Juli vergangenen Jahres, als eine von 20 Hospizhelfern des Hospizvereins Würzburg ehrenamtlich Hospizgäste betreut. Ohne die ehrenamtlichen Helfer von Hospizverein und Malteser Hilfsdienst wäre eine individuelle Betreuung der Gäste nicht in diesem Ausmaß möglich wie angeboten, sagen die Verantwortlichen des Hospizes.

„Wir möchten unseren Gästen hier im Hospiz ein Stückweit Heimat ersetzen und ihre individuellen Bedürfnisse und Wünsche soweit wie möglich erfüllen“, berichtet Baumann. Dazu gehören unter anderem auch Musik- und Kunsttherapien, die ausschließlich über Spenden finanziert werden.

„Jeder Euro an Spenden kommt direkt dem Hospiz und seinen Gästen zugute“, erklärt Stiftungsleiter Walter Herberth. Die Stiftung Juliusspital ist als Träger des der stationären Einrichtung mit zehn Betten per Gesetz verpflichtet, zehn Prozent der laufenden Betriebskosten selbst zu tragen. Im Jahr sind dies rechnerisch 100 000 Euro. „Das war uns auch bewusst und entspricht auch unserem Stiftungszweck, den jeweiligen Mangel der Zeit zu spüren und danach zu handeln“, erklärt Herberth. Tatsächlich belaufe sich der Betrag, den das Juliusspital jedoch de fakto jährlich an Betriebskosten übernimmt, auf 20 bis 25 Prozent, also bis zu 250 000 Euro.

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Die fränkische Weinkönigin Christin Ungemach war beeindruckt von Einrichtung und den dort geleistetem. Auch interessierte die Weinfachfrau der Hospizbocksbeutel, den die Stiftung 2013 zur Einweihung ihres Hospizes für die Region Würzburg aufgelegt hat, die Sonderedition eines „2012 Würzburger Silvaner Kabinett trocken“. Den Bocksbeutel mit dem besonderen Etikett gibt es im Weineck der Stiftung sowie im Internet-Shop des Weingutes zu kaufen und in den Weinstuben zu genießen. Er kostet 10 Euro, ein Teil des Verkaufserlöses fließt als Spende direkt in die Hospizkasse um das für Hospize gesetzlich verordnete Defizit zu mindern.

Wer das stationäre Hospiz der Stiftung Juliusspital finanziell unterstützen möchte, kann dies tun durch eine direkte Spende (LIGA-Bank Würzburg, IBAN: DE18 7509 0300 0003 0155 30, BIC GENODEF1M05), durch eine Patenschaft oder durch den Erwerb des neuen Hospiz-Bocksbeutels.

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Gelungene Spargeltaler-Aktion (von links) Kathrin Lachner (Weinstuben Juliusspital), Sibylla Baumann (Leiterin Juliusspital Hospiz), Edith und Frank Kulinna (Weinstuben Juliusspital) Fränkische Weinkönigin Christin Ungemach, Juliusspital-Sitftungsleiter Walter Herberth und Franz-Josef Steingasser, Leiter Seniorenstift, Hospiz und Schulen des Juliusspitals.