Presse

16.01.2014

14.05.2013 "Eine gute Investition"

Stiftung Juliusspital eröffnet Kinderkrippe im September.

Am 1. September bekommt die Stiftung Juliusspital „Zuwachs“. In Zusammenarbeit mit dem ElisabethenHeim öffnet dann nämlich die neue „Kinderkrippe im Juliusspital“ ihre Pforten.

Das Thema Betreuung der Kleinen und Kleinsten sei immer wieder präsent gewesen, berichtet Krankenhausleiter und Personalchef Wolfgang Popp. Initialzündung für das Projekt sei eine E-Mail einer Assistenzärztin der Fachabteilung Kardiologie im März vergangenen Jahres gewesen, die händeringend nach einem Krippenplatz suchte und ihn auf die langen Wartelisten für einen solchen Platz hinwies. Popps eigene Recherchen ergaben, dass allein in der Stadt Würzburg (Stand 1. Januar 2012) damals mehr als 270 Kinder auf der Warteliste für einen Krippenplatz standen.

Gespräche mit den Verantwortlichen des nahe gelegenen ElisabethenHeims ergaben, dass auch diese „aus allen Nähten“ platzen und keine Erweiterungsmöglichkeiten in ihren Räumen in der Bohnesmühlgasse sehen. Also ließ Popp mögliche Standorte einer solchen Einrichtung auf dem Stiftungsgelände prüfen und wurde fündig: Das ehemalige Büro der Hauswirtschaftsleitung des Krankenhauses war – nach deren Umzug in neue Räume – verwaist.

„Es ist die letzte Raumreserve des Krankenhauses, die wir nun für die Kinderkrippe zur Verfügung stellen“, erklärt Popp. Im Erdgeschoss des Gebäudes an der Klinikstraße 5 sind die Handwerker seit dem 6. Mai mit dem Umbau beschäftigt damit pünktlich zum 1. September ein Dutzend kleine und kleinste Kinder im Alter von zehn Monaten bis drei Jahren die neue Kinderkrippe besuchen können.

Doch bis dahin gibt es auf den rund 110 Quadratmetern noch einiges zu tun. Wände müssen weichen, Türen werden versetzt, ein Windfang an- und eine Fußbodenheizung eingebaut. Dabei werden unter anderem ein Gruppenraum entstehen mit Nebenraum zum Wickeln und Versorgen der Kleinen, ein Ruheraum mit Stockbettchen, Büro und Lagerraum. Außerdem wird im Außenbereich ein rund 106 Quadratmeter großes Stück Freifläche als Spielplatz angelegt, eingezäunt und mit allem ausgerüstet, was kleine Kinder zum Spielen brauchen.
„Die Pläne für den Umbau und die Neugestaltung hat der Würzburger Stadtrat am 6. März genehmigt.  Der Umbau kostet die Stiftung Juliusspital rund 250 000 Euro, die Stadt Würzburg und der Freistaat Bayern bezuschussen das Projekt mit 189 000 Euro, so dass das Juliusspital rund 60 000 Euro an Eigenmitteln aufbringen muss. Das ist eine gute Investition in die Zukunft der Stiftung“ erklärt Walter Herberth, Leiter der Stiftung Juliusspital Würzburg.

Die Ausstattung der Räume, die mit rund 23 000 Euro veranschlagt ist, übernimmt das ElisabethenHeim. Dafür erhält die Einrichtung ebenfalls Zuschüsse von Stadt und Freistaat sodass noch rund 7 000 Euro an Eigenmitteln aufgebracht werden müssen.
Das ElisabethenHeim wird die Kinder in der neuen Krippe betreuen und versorgen, die Stiftung Juliusspital stellt dafür die neuen, umgebauten Räume zur Verfügung. Für Popp ist das eine gelungene Kooperation Er freut sich, dass die Stiftung den Mitarbeitern des Juliusspitals und auch anderen, die Krippenplätze suchen, mit dieser neuen Krippe helfen kann ihren Nachwuchs gut betreuen zu lassen und ihrer Arbeit mit gutem Gewissen nachgehen zu können.

„Wir haben einen hohen Frauenanteil bei unseren Mitarbeitern in der Pflege und im ärztlichen Dienst“, erklärt Popp. „Daher freuen wir uns wenn wir sie so unterstützen können, dann wir brauchen ihr know-how in der Praxis, wir brauchen sie.“ Er ist froh, die Entscheidung pro Kinderkrippe getroffen zu haben und gibt zu: „Es hat Spaß gemacht, dieses Projekt auf den Weg zu bringen.“ Erleichtert hat seine Entscheidung natürlich das Wissen um die Fachkompetenz der Mitarbeiter des ElisabethenHeims, die die neue Kinderkrippe in Eigenregie führen werden.

„Mit diesem Projekt leisten wir einen wichtigen Beitrag für die Bereitstellung familiengerechter Arbeitsplätze und steigern unsere Attraktivität als Arbeitgeber“ sagt Oberpflegamtsdirektor Herberth.

investition
Startschuss: Krankenhausleiter Wolfgang Popp und Walter Herberth, Leiter der Stiftung Juliusspital mit den Plänen der neuen Kinderkrippe, die die Stiftung Juliusspital am 1. September an der Klinikstraße 5 eröffnen wird.  Foto Martina Schneider/Stiftung Juliusspital