Sieben Wochen unterwegs
Dritter Impuls
Zeit
Es ist nicht zu wenig Zeit, die wir haben,
sondern es ist zu viel Zeit, die wir nicht nutzen
Lucius Annaeus Seneca (+65 n. Chr.; römischer Philosoph)
Worte aus der Bibel
Alles hat seine Stunde.
Für jedes Geschehen unter dem Himmel
gibt es eine bestimmte Zeit.
Kohelet 3,1
Worte des Mutes auf den Weg
Mit einem schwarzen Aschenkreuz auf der Stirne beginnen wir die Zeit der „Heiligen Vierzig Tage“ vor Ostern. Nach den langen Tagen für die Zeit der Ausgelassenheit in diesem Jahr wird uns ein ganz anderer Zeitraum gegeben. Vierzig Tage scheinen eine lange Zeit zu sein. Sie fordern am Anfang eine gute Planung und Strukturierung des Weges, der durch diese Zeit führen will, wenn am Ende keine Enttäuschung stehen soll.
Der römische Philosoph Seneca, der zur Zeit Jesu lebte, macht es mit seiner Mahnung deutlich. Bei allem, was wir planen und uns als Ziel gesetzt haben, sollten wir überdenken, wie viel Zeit uns dafür zur Verfügung steht. Diese konsequent zu nutzen, wird helfen, die Zeit nicht zu vergeuden und sie dann als verlorene Zeit anzusehen.
In der Heiligen Schrift aus dem ersten Testament ist wohl der Gedanke aus dem Buch Kohelet sehr bekannt. Dort wird angemerkt, dass es für jedes Geschehen eine bestimmte Zeit gibt. Bisweilen lässt sie sich nicht beeinflussen. Gegensätze bestimmen den Ablauf der Zeit. Diese Selbstverständlichkeit, die unsere Zeit prägt, darf uns anregen, eine gute Struktur in unsere Zeit zu bringen.
Übrigens lohnt es sich, die wenigen Verse zum Thema „Zeit“ im Buch Kohelet nachzulesen, denn sie haben an Gültigkeit nichts verloren: Kohelet 3, 1-8
Für die kommenden „Heiligen Vierzig Tage“ wünsche ich Ihnen eine ehrliche und erfüllte Zeit der Auseinandersetzung mit den eigenen Gedanken und Vorstellungen.
Ihr
Pfarrer Bernhard Stühler
Juliusspital Pfarrei St. Kilian
Stiftung Juliusspital Würzburg