Dr. med. Hans Molitor, Chefarzt der Neurologischen Abteilung des Juliusspitals spricht in seinem Vortrag über die Wirksamkeit und den Umgang mit Anitepileptika. Er stellt neue Medikamente, deren Wirkstoffe und mögliche Nebenwirkungen vor. Außerdem informiert er über Ersatzmedikamente, sog. Generika.
Simone Fuchs, Dipl. Soz. Päd. in der Epilepsieberatung Unterfanken erläutet die Möglichkeiten zur aktiven Mitarbeit von Betroffenen bei ihrer Therapie und gibt Anregungen für das Arzt-Patienten-Gespräch.
Der „Tag der Epilepsie“ fand zum ersten Mal 1996 statt:
Die „Liga gegen Epilepsie“, ein Zusammenschluss von Neurologinnen und Neurologen mit der Zusatzqualifikation Epileptologie und die Selbsthilfevereinigungen im Bereich Epilepsie führten am 05.10.96 in Heidelberg eine große Veranstaltung durch. Mit Informationsständen, Vorträgen und Diskussionsrunden sollte das Thema Epilepsie öffentlich gemacht werden, um zu informieren, Vorurteile abzubauen und mehr Akzeptanz in der Gesellschaft zu erzielen.
Hieraus entstand der jährlich bundesweit statt findende „Tag der Epilepsie“ am 5. Oktober, der sich in jedem Jahr einem besonderen Schwerpunktthema widmet.
Weitere Informationen: www.tag-der-epilepsie.de
Schwerpunktthema 2009 - „Handeln! Behandeln! … und wie geht es mir?“
Epileptische Anfälle und Epilepsien beeinträchtigen die davon betroffenen Menschen in unterschiedlicher Art und Weise. Der Verlauf der Epilepsie wirkt sich vielfältig auf ihr weiteres Leben aus.
Tritt erstmalig ein anfallsartiges Ereignis auf, geht es zunächst darum zu klären, ob es sich um einen epileptischen Anfall oder einen Anfall mit anderen Ursachen gehandelt hat. War es ein Gelegenheitsanfall oder eine beginnende Epilepsie? Welche unmittelbaren Folgen hat der Anfall? Darf ich nicht mehr Auto fahren? Und wenn – wie lange nicht mehr? Muss ich meinen Beruf aufgeben?
Ist die Epilepsie diagnostiziert und wird mit der Behandlung begonnen, stellen sich weitere Fragen.
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Welche Behandlungsmethode, welches Medikament ist das richtige?
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Haben die Medikamente Nebenwirkungen, sind sie schädlich?
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Gibt es andere, nicht-medikamentöse Behandlungsmethoden?
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Wie finde ich den für mich richtigen Arzt?
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Wie groß sind die Chancen, anfallsfrei zu werden?
Führt die Behandlung nicht zu dem gewünschten Erfolg, geht die Suche weiter:
Treten bei einer gut behandelten Epilepsie nach langer Zeit wieder Anfälle auf, muss geklärt werden:
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Warum bekomme ich wieder Anfälle? Besteht die Chance, wieder dauerhaft anfallsfrei zu werden?
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Was ändert sich im Alltags- und Berufsleben für mich?
Handeln! ist gefragt: Betroffene sollten sich einen erfahrenen Arzt suchen, sich über ihre Epilepsie und die damit verbundenen Konsequenzen informieren und sich wegen der Auswirkungen auf weitere Lebensbereiche qualifiziert beraten lassen.
Behandeln! ist gefragt: Es muss die richtige Diagnose gestellt und die daraus folgende medizinische Behandlung eingeleitet werden. Krankheitsfolgen wie Beeinträchtigungen der Konzentration und des Gedächtnisses müssen Teil der Behandlung sein. Fragen der Selbst- und Fremdgefährdung müssen geklärt und Konsequenzen für das Alltags- und Berufsleben gezogen werden. Möglicherweise muss eine berufliche Neuorientierung erfolgen.
... und wie geht es mir? Hindert mich die Epilepsie daran, ein zufriedenes Leben zu führen? Und falls das der Fall ist: Was kann ich tun, um dies zu ändern? Sie können selbst eine Menge tun, um mit Ihrer Erkrankung besser zurecht zu kommen. Und es gibt eine Reihe von Menschen, die Sie dabei unterstützen. Zwischen Handeln und Behandeln sollten Sie daran denken: Das Leben besteht nicht nur aus der Epilepsie! Überlegen Sie, was Ihnen persönlich gut tut und machen Sie es!
Der Veranstalter: Epilepsieberatung Unterfranken
Die Epilepsieberatung Unterfranken ist eine Anlaufstelle für Menschen mit Epilepsie jeden Alters, für Angehörige und Fachleute, die mit Betroffenen arbeiten.
Das Beratungsangebot umfasst Informationen zum Krankheitsbild, Hilfen bei rechtlichen und beruflichen Fragen und Unterstützung bei persönlichen, sozialen und familiären Problemen. Ziel ist es, die Lebensqualität von Betroffenen und Angehörigen zu verbessern. Die Beratungsstelle versteht sich als eine Ergänzung zur medizinischen Versorgung und dem Angebot der Selbsthilfe.
Neben der Beratung werden Seminare und Fortbildungen für Betroffene, Angehörige und Professionelle angeboten.
Träger der Epilepsieberatung Unterfranken ist die Stiftung Juliusspital in Würzburg.