Die Geschichte des Weingutes Juliusspital ist unverrückbar verbunden mit der Geschichte der gemeinnützigen und mildtätigen Stiftung Juliusspital Würzburg. Seit Anbeginn gehörte zu dieser Stiftung das Weingut, das mit seinen Erlösen zu den gemeinnützigen Stiftungsaufgaben beitrug. So wird u. a. erwähnt, ............."den Weinzehnten aus der Heinrichtsleiten auf Würzburger Markung, den wir neulich von dem Gross von Trockau für 1.600 fl gekauft haben".

Durch die Jahrhunderte erfuhr das Weingut eine wechselhafte Geschichte mit zahlreichen Veränderungen im Weinbergsbesitz, die jedoch bei allem auf und ab eine stetige Vergrößerung des Weingutes und Mehrung ausgezeichneter Weinbergslagen innehatte.

Über mehr als vier Jahrhunderte erwarb die Stiftung in den unterschiedlichsten Weinbaugemeinden Weinberge und trennte sich in den klimatisch oder wirtschaftlich schlechten Jahren immer von den weniger wertvollen. Durch diese kluge und stetige Weinbergs-Politik mehrte die Stiftung Juliusspital nicht nur die Ertragsrebfläche, sondern vor allen Dingen die Qualität ihrer Weinberge. Die Namen berühmter Weine und Weinbergslagen künden davon.

Dreh- und Angelpunkt des juliusspitälischen Weinausbaus war schon immer der 250 Meter lange Holzfasskeller unter dem Fürstenbau von Antonio Petrini aus dem Jahre 1699. Auch heute ist er noch das Herzstück der Kellerei und ist trotz Innovation und Technik nicht mehr aus der Qualitäts-philosophie des Weingutes wegzudenken.