Aufnahme und Anmeldung

Der Weg in unser Hospiz

Bei uns werden Menschen aufgenommen, die an einer unheilbaren Erkrankung im fortgeschrittenen Stadium leiden, sich der Zustand weiter verschlechtert und die Lebenserwartung begrenzt ist. Laden Sie sich hier unseren Flyer herunter.

    Wie bekommen Sie einen Platz im Hospiz?

    Sibylla Baumann informiert zur Aufnahme im Juliusspital Hospiz.

    Grundvoraussetzung für die Aufnahme in unser Hospiz

    Aufgenommen werden Menschen mit einer Erkrankung, die fortschreitend verläuft und bereits ein fortgeschrittenes Stadium erreicht hat,

    • bei der eine Heilung ausgeschlossen ist und eine palliativmedizinische und –pflegerische Behandlung notwendig und vom Betroffenen gewünscht ist, die die Lebenserwartung auf Tage, Wochen, bis wenige Monate begrenzt, und eine Krankenhausbehandlung nicht erforderlich ist,
    • bei der eine ambulante Betreuung durch Haushaltsangehörige und die hausärztliche Versorgung nicht ausreicht, weil der Versorgungsbedarf die Möglichkeiten der Betreuenden übersteigt.

    Liegen diese genannten Aufnahmekriterien vor, haben Sie Anspruch auf eine Kostenübernahme der Leistungen durch Ihre Krankenkasse sowie ergänzend Ihrer Pflegekasse.

    In der Regel sind folgende Krankheitsbilder Grund für eine Hospizversorgung:

    •     Fortgeschrittene Krebserkrankungen
    •     Endzustand chronischer Herz-, Lungen-, Verdauungstrakt- und Nierenerkrankungen
    •     Erkrankungen des Nervensystems mit unaufhaltsam fortschreitenden Lähmungen
    •     Fortgeschrittenes Stadium der Infektionskrankheit Aids

    Aufnahme in das Hospiz

    Vor der Aufnahme in unser Hospiz müssen zwei Formulare bei der zuständigen Krankenkasse eingereicht werden.

    Diese Formulare sind im Einzelnen:

    Die Notwendigkeitsbescheingung zur Kostenübernahme. Dies ist eine ärztliche Bescheinigung zur Feststellung der Notwendigkeit vollstationärer Hospizversorgung nach § 39a SGB V. Sie wird durch den behandelnden Haus- oder Klinikarzt ausgestellt.

    Der Antrag auf Leistungen nach §39a SGB V für die vollstationäre Hospizversorgung. Dieser Antrag wird vom Betroffenen bzw. dessen Bevollmächtigten ausgefüllt.

    Leiten Sie bitte jeweils eine Kopie an uns weiter:

    Juliusspital Hospiz Würzburg
    Friedrich-Spee-Straße 28
    97072 Würzburg

    Tel: 0931/393-2460
    Fax: 0931/393-2465
    hospiz@juliusspital.de

    Anmeldung im Hospiz

    Die Anmeldung für einen Hospizplatz kann jederzeit durch Sie selbst, durch einen Bevollmächtigten, den Hausarzt oder durch den Pflegeüberleitungsdienst einer Klinik erfolgen.

    Nach einem telefonischem Beratungsgespräch und dem Überprüfen der Aufnahmekriterien wird Ihre Anmeldung in die Erfassung für Neuaufnahmen aufgenommen.

    Die Aufnahme in das Hospiz bedeutet für die meisten Betroffenen einen tiefen Einschnitt in ihre Lebensplanung, eine schwer überwindbare Hürde. Gerne können Sie sich selbst - nach Rücksprache mit der Hospizleitung - einen Eindruck der Räumlichkeiten machen.

    Zur Aufnahme bringen Sie Ihren Personalausweis, die Versichertenkarte und - falls vorhanden - die Gebührenbefreiungskarte sowie eine Kopie Ihrer Patientenverfügung und der Vorsorgevollmacht mit.

    Auf Wunsch stellen wir Ihnen gegen eine Bereitstellungsgebühr von 1,40 Euro pro Tag (beinhaltet die Gesprächsgebühren in deutsche Fest- und Handynetze ohne Service- oder Sondernummern) ein Telefon im Zimmer zur Verfügung.

    Kunst- und Musiktherapie finanzieren wir auf Honorarbasis und über Spenden. Co-therapeutische Behandlung können Sie über den Hausarzt per Rezept anfordern.

    Bei Verlegung von zu Hause organisieren Sie die Anfahrt zu uns ins Hospiz selbständig. Soll diese über den Krankentransport erfolgen, lassen Sie sich vom Hausarzt bitte einen Transportschein ausstellen.

    Ärztliche Versorgung

    Ihr Hausarzt kann im Juliusspital Hospiz weiterhin Ihre medizinische Betreuung bei zuverlässiger Rund-um-die-Uhr-Erreichbarkeit und regelmäßigen Hausbesuchen übernehmen. Diese enge, vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem Pflegeteam ist sehr wichtig.

    Sollte Ihrem Hausarzt dies nicht möglich sein, vermitteln wir gerne Hausärzte aus der nahen Umgebung. Durch die regelmäßige Mitarbeit im Hospiz verfügen sie über große palliativmedizinische Erfahrung.

    Bei vorheriger Spezialisierter Ambulanter Palliativ Versorgung (SAPV) kann der SAPV-Arzt weiterhin in Ihre Versorgung miteinbezogen werden. Wenn Ihr Hausarzt nicht ortsansässig ist und Sie dessen Weiterbetreuung wünschen, kann ebenfalls der SAPV-Dienst in Ihre medizinische Betreuung eingebunden werden.

    Kosten für den Hospizaufenthalt

    Die Kosten für den Hospizaufenthalt tragen zu 95 Prozent Ihre Kranken-/Pflegekasse, die restlichen fünf Prozent übernimmt der Träger des Hospizes, die Stiftung Juliusspital Würzburg.

    Einige Privatkrankenkassen bieten die vollstationäre Hospizversorgung über ihren Leistungskatalog an, die meisten Privatkassen bieten diese jedoch nur auf freiwilliger Kulanzbasis an.

    Bitte klären Sie die Kostenübernahme im Vorfeld.

    Aufenthaltsdauer

    Die Kostenübernahme für den Hospizaufenthalt ist durch die Krankenkasse auf die Dauer von vier Wochen befristet.

    Kurz vor Ablauf dieses Zeitraumes reichen wir vom Hospiz aus alle vier Wochen einen weiteren Antrag mit Bitte um Verlängerung der Kostenübernahme bei der Krankenkasse ein.

    Sollte die Kostenübernahme durch die Krankenkasse nicht weiterhin verlängert werden, setzen wir uns zeitnah mit Ihnen in Verbindung, um den weiteren Fortgang zu besprechen.

    Für das Hospiz spenden

    Gerne als einmalige Spende aufgrund eines Anlasses, als spontane Unterstützung oder als Verein, Gruppe oder Schule durch Benefizveranstaltungen, Sponsorenläufe - Jede Hilfe ist uns willkommen! Selbstverständlich können Sie Ihre Spende auch ganz gezielt einem Projekt zuordnen, das Sie unterstützen möchten.

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