Presse

06.12.2013

05.04.2012 Juliusspital baut Hospiz für die Region

Die Stiftung Juliusspital Würzburg wird in diesem Jahr in der Sanderau ein stationäres Hospiz errichten und betreiben.

Die Stiftung Juliusspital Würzburg wird in diesem Jahr in der Sanderau ein stationäres Hospiz errichten und betreiben.

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Am Dienstag, 10. April fällt der Startschuss für das neue „Juliusspital.Hospiz.Würzburg“ mit dem Abbruch der Altgebäude an der Friedrich-Spee-Straße 28 in der Sanderau. Dort wird die Stiftung Juliusspital auf dem Areal der Rita-Schwestern ein stationäres Hospiz für die Region Würzburg errichten.

Beginn mit Festgottesdienst

Den Baubeginn begeht die Stiftung am Donnerstag, 19. April um 14 Uhr mit einem Festgottesdienst in der Klosterkirche der Rita-Schwestern. Der Chor des Juliusspitals wird diese Feier festlich umrahmen.
Das „Juliusspital.Hospiz.Würzburg“ erhält zehn wohnlichen und geräumigen Bewohnerzimmern, weiteren Räumen für Angehörige und den erforderlichen Funktionsräumen. Das rund 4,5-Millionen-Projekt bildet die vierte Säule des am Juliusspital Würzburg etablierten Palliativzentrums und wird im Sommer 2013 den Betrieb aufnehmen.

Vom Zimmer in den Garten oder auf die Terrasse

Auf dem 1912 Quadratmeter großen Areal an der Friedrich-Spee-Straße 28 werden acht ebenerdige, wohnliche und mit einer Fläche von rund 25 Quadratmetern entsprechend geräumige Zimmer errichtet, aus denen die Bewohner direkt in einen extra für sie angelegten Garten gelangen können, wenn nötig auch im Bett.

Im zweiten Geschoss entstehen nochmals zwei Bewohnerzimmer sowie zwei Räume für Angehörige, die direkt auf eine große Terrasse hinausführen.
An den Zimmertrakt angegliedert ist ein zweigeschossiger Baukörper mit Wohn- und Aufenthaltsraum, Raum der Stille, sowie den notwendigen Versorgungs-, Personal- und Büroräumen. Das Grundstück hat die Kongregation der Ritaschwestern der Stiftung Juliusspital im Wege des Erbbaurechtes zur Verfügung gestellt.
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Mit dem Hospiz vervollständigt das Juliusspital das bereits vorhandene Angebot für die Versorgung schwerstkranker und sterbender Menschen. „Die Stiftung Juliusspital behebt damit einmal mehr einen bestehenden Mangel in der Versorgung von kranken Menschen in Würzburg und generell in der Region und erfüllt mit diesem Schritt ganz aktuell den über 435-jährigen Auftrag ihres Stifters“, beschreibt der Leiter der Stiftung, Oberpflegamtsdirektor Walter Herberth, die Grundlage der Entscheidung für das Hospiz.

Konsequente Weiterentwicklung

„Dieses Hospiz ist die konsequente Weiterentwicklung des Engagements der Stiftung Juliusspital auf dem Gebiet der Palliativ- und Hospizarbeit in den vergangenen elf Jahren. Begonnen hat dieses unter Oberpflegamtsdirektor a. D. Dr. Georg Schorn mit der Errichtung der ersten Palliativstation in Unterfranken sowie zeitgleich der heute bundesweit anerkannten Akademie für Palliativmedizin, Palliativpflege und Hospizarbeit im Jahr 2001. Unter meinem Vorgänger, Rainer Frhr. v. Andrian-Werburg hat die Stiftung die zweite Palliativstation in Betrieb genommen und ist ab 2005 erste Schritte in der ambulanten Versorgung von Palliativpatienten gegangen“, berichtet Herberth.
 
Der Ambulante Palliativdienst wurde im Herbst 2010 mit einer 24-Stunden-Bereitschaft fest eingerichtet. Er ist auf Basis eines Versorgungsvertrages mit den Krankenkassen für die gesamte Region Würzburg mit einem Einzugsgebiet von rund 500 000 Einwohnern tätig.
Im nun geplanten stationären Hospiz des Juliusspitals werden Patienten mit einer fortgeschrittenen unheilbaren Erkrankung und begrenzter Lebenserwartung in ihrer letzten Lebensphase aufgenommen.
Diese Patienten können nach einem Krankenhausaufenthalt, zum Beispiel auf einer Palliativstation, zu Hause wegen des hohen pflegerischen Aufwandes oder des Fehlens von Angehörigen nicht mehr angemessen versorgt werden. Die ärztliche Versorgung erfolgt durch den Hausarzt des Hospizbewohners oder durch ambulant tätige Palliativmediziner. 

Finanzielle Unterstützung

Für den Bau des juliusspitälischen Hospizes ist die Stiftung auf eine breite finanzielle Unterstützung angewiesen. Sie wird bisher unterstützt durch einen Zuschuss der Paula-Kubitscheck-Vogel-Stiftung sowie durch eine beantragte Förderung durch das Bayerische Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen in Höhe von 10 000 Euro pro Bett. Ein Förderantrag an die Bayerische Landesstiftung in München wurde ebenfalls gestellt.
Neben der Finanzierung der Baumaßnahme ist die Stiftung Juliusspital Würzburg auch dauerhaft auf Spenden angewiesen. Kraft Gesetzes werden die Betriebskosten nur teilweise durch die Kranken- und Pflegekassen übernommen. Der Träger der Einrichtung muss mindestens zehn Prozent der laufenden Kosten aus Eigenmitteln und Spenden aufbringen.

Wer das neue Hospiz der Stiftung Juliusspital finanziell unterstützen möchte, kann dies unter folgender Bankverbindung tun: Spendenkonto: Stiftung Juliusspital Würzburg, Konto-Nr: 3015530, LIGA-Bank Würzburg, BLZ: 750 903 00.