Presse

22.01.2018

Große Projekte stehen in den Startlöchern

Gänsehautfeeling beim Neujahrsempfang der Stiftung mit den Weingut-Jungs

Mit einer einem furiosen Auftritt warteten beim Neujahrsempfang der Stiftung Juliusspital fünf Jungs des Team J um Kellermeister Nicolas Frauer auf. Kurt Keupp, Florian Winkelhöfer, Noah Weißenberger, Michael Herbig und Liam Greatbatch und Kellermeister Nic Frauer hatten sich erfolgreich auf ein anderes Terrain als Weinberge und Kellerei begeben und bewiesen, dass sie sich auch in der Musik erfolgreich behaupten können. “Cause we're gonna be legends, gonna get their attention, what we're doing here ain't just scary: It's about to be legendary…”, schmetterten die beiden Frontmen Keupp und Winkelhöfer den Song von Welshly Arms. Tja und bei Leonard Cohens Hallelujah lief die Gänsehaut. Ein donnernder Applaus und „nachhaltige“ Nachfrage nach einer Zugabe war den Musikern aus dem Weinkeller sicher. Drei Tage hatten sie geprobt für ihren Auftritt, der nach mehr verlangte. „Ich hab‘ schon eine Supertruppe im Keller“, war Nic Frauer zufrieden. Er spielt schon mit dem Gedanken, eine Band zu gründen, die sich dann aber hoffentlich nicht im Keller versteckt.

„Der Spitalgeist lebt weiter“, so fasste Walter Herberth, der Leiter der Stiftung Juliusspital, beim Neujahrsempfang der Stiftung in der Zehntscheune, das Jahr Eins nach der Fusion des Juliusspital Krankenhauses und der Missioklinik zum Klinikum Würzburg Mitte zusammen. Sowohl die Stiftung als auch das Klinikum seien auf einem guten Weg und der rechtliche Zusammenschluss beider Traditionshäuser der richtige Schritt in einer sich weiter verschärfenden Krankenhauswelt gewesen. „Nicht nur für das Klinikum, sondern auch für die Stiftung selbst hat dieser Schritt gravierende organisatorische Änderungen zur Folge“, sagte Herberth. Es freue ihn, dass der Spitalgeist nach wie vor in der Stiftung und auch im Standorthaus Juliusspial spürbar sei und weiterhin gepflegt werde.

Neue Entwicklung in der Nachbarschaft

Ebenso positiv seien die Entwicklungsmöglichkeiten, die sich in der Nachbarschaft der Stiftung ergeben haben. „Wir stehen kurz vor Abschluss eines Erbbaurechtsvertrages mit der Universität Würzburg für das Gelände der ehemaligen Poliklinik“, berichtet Herberth. „Ein wertvolles Grundstück das neue Chancen für Stiftung, Seniorenstift und Klinikum bereithält.“ Wenn die Gebäude dort auf Kosten der Universität abgebrochen sind, plant die Stiftung auf dem Gelände einen Neubau für Wohnungen und Praxen.

Gleichzeitig wird über den Erwerb des Anbaus am Gebäude Klinikstraße 3, dem sogenannten Müller-Thurgau-Haus verhandelt. „Beide Grundstücke eröffnen neue Perspektiven für zukunftsträchtige Projekte“, so Herberth. Finanzielle Basis für diese Großprojekte bildet der Vermögensplan der Stiftung, der heuer 16,3 Millionen für Großinvestitionen vorsieht. Auch im neuen Stadtteil Hubland habe die Stiftung Interesse an einem Grundstück und möchte dort ein Gebäude für medizinische Dienstleistungen errichten. „Die Verhandlungen sind schwierig und können auch noch scheitern“, gibt Herberth hier jedoch zu bedenken.

Leider muss die Stiftung vom Areal des Rotkreuzhofes Flächen an den Freistaat Bayern abgeben für die Erweiterung der Universitätsklinik. Das geht zurück auf eine Vereinbarung aus dem Jahr 1994 als das Spital von der Universität die Fläche erwarb auf dem jetzt das Juliusspital Parkhaus steht.

Gesundheitsministerin Melanie Huml besucht die Stiftung im Mai

Im Ausblick auf die Bereiche berichtete Herberth, dass die Senioren im Mai wieder in den Urlaub aufbrechen, diesmal ins Allgäu. Die Wohnbereichsleitungen im Seniorenstift werden Stellvertreter bekommen - zur Aufgabenentlastung. Zudem nimmt das Seniorenstift als eines von sieben der insgesamt 1800 Pflegeeinrichtungen Bayerns am Pilotprojekt für den Test des neuen Qualitätsprüfungsverfahrens teil. Das Haus St. Elisabeth bekommt einen neuen Anstrich und die Bayerische Gesundheitsministerin Melanie Huml besucht die Stiftung im Mai. Wobei der Anstrich schon länger geplant war als der Ministerbesuch, wie Herberth scherzhaft betonte.

Die Palliativakademie wird ihr Angebot ausbauen und im Herbst die Fachtagung zum Thema: „Ist das denn zu schaffen? – Über die Rolle der Angehörigen in der palliativen Begleitung“ veranstalten. Das Hospiz feiert heuer schon seinen fünften Geburtstag, hat im Oktober 2017 auf zwölf Betten aufgestockt, ist sehr gut ausgelastet und unterstreicht, dass „auf diesem Gebiet für die Region Würzburg und darüber hinaus nach wie vor ein dringender Bedarf besteht“, sagte Herberth.

Investitionen am Gutshof Seligenstadt

Landwirtschaft, Forstbetrieb und Weinbau sind die Bereiche der Stiftung, die ziemlich vom Wohlwollen des Wetters abhängen. Für die langfristigen und umfangreichen Investitionen am Gutshof Seligenstadt und die Zentralisierung der Landwirtschaft an diesem größten und fruchtbarsten Standort hat die Stiftung 50 000 Euro bereitgestellt. Einen 260-PS-Schlepper und weitere technische Geräte gibt es zusätzlich.

Beim Forstbetrieb steht die staatlich geförderte nachhaltige Waldverjüngung auf dem Plan. Auch planen die Forstleute im laufenden Forstbetriebsjahr mehr Eichenholz zu schlagen, denn der Markt dafür brummt zurzeit. Das Ziel der Stiftung seien, so Herberth, nachhaltig stabile Forstbestände, die einen angepassten Wildbestand erfordern. Darum kümmert sich die Stiftung selbst, denn sie hält die Jagd in Eigenregie.

Neue Schatzkammer für die Schätze des Weinguts

Das Weingut, das 2017 wieder zahlreiche Preise einfahren konnte, wird eine neue Füllanlage und eine große Traubenpresse erhalten. Außerdem steht eine neue Schatzkammer im östlichen Verbindungsbau auf dem Plan. Mit dem Müller-Thurgau-Haus soll in den kommenden Jahren die Zehntscheune als Anlaufpunkt gestärkt werden.

Die Sache mit Hygge und den Dänen

Die Dänen sind mit eines der glücklichsten Völker der Erde. Warum? Dank „Hygge“, sagt Pfarrer Bernhard Stühler. Was ist Hygge? Kann man das essen? Nein! „Hygge ist eine ganz besondere kulturelle Leistung der Menschen in Dänemark“, erzählte unser Pfarrer. „Wenn wir hyggen, entscheiden wir uns unbewusst für die Freude an den einfachen Dingen.

Es geht darum, dass wir uns mit dem umgeben, was wir lieben und den Augenblick genießen.“ Dieses bewusste Abheben von der hektischen Außenwelt stelle die persönlichen Aspekte des Lebens in den Vordergrund. „So sehen wir nicht nur mehr Pflichten, die wir alle als Aufgaben des Tages hinter uns bringen müssen. Mit Hygge schaffen wir uns einen Ort, an dem wir entspannen. „Hygge ist, wo Herz und Seele sich treffen.“

Hygge komme aus Dänemark, einem Land, an dem es an Wintertagen gerade einmal sieben Stunden am Tag hell ist und die Durchschnittstemperatur unter dem Gefrierpunkt liegt. Und doch gilt dieses Land als eines der glücklichsten auf der Erde. „Die Dänen sehen das Glück auf der Grundlage, dass niemand besser ist als die anderen!“, erklärt Stühler. Und Hygge vertrage sich nicht mit einem laufenden Fernseher oder Herumsurfen im Internet oder auf dem Smartphone. „Es geht darum, eine gute Zeit miteinander zu haben“, so Stühler, „es sind die kleinen Augenblicke zwischen den großen Ereignissen, die wichtig und kostbar sind.“

In diesem Sinne wünscht uns allen unser Pfarrer Bernhard Stühler ein „hyggeliges Neues Jahr!“

 

Cookies ermöglichen eine bestmögliche Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Seiten und Services erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Mehr InfosOK