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Kleine Eingriffe werden ambulant ohne einen stationären Aufenthalt durchgeführt. Hierzu ist eine Überweisung erforderlich. Zur Vorbereitung ist ein separater Termin zu vereinbaren, an dem die Aufklärung über die Operation und die Art der Betäubung (örtliche Betäubung, Teil- oder Vollnarkose) erfolgt. Zudem wird über den organisatorischen Ablauf am OP-Tag informiert. Die Patienten kommen am Operationstag zu einer vereinbarten Uhrzeit nüchtern in das Sekretariat der Abteilung für Urologie und werden von hier aus in den Bereich „Ambulantes Operieren“ gebracht. Eine speziell geschulte Kraft aus dem Pflegeteam betreut die Patienten vor und nach dem Eingriff.

Nach der Operation wird eine Visite durchgeführt. Die ambulant operierten Patienten werden i.d.R. am Nachmittag entlassen. Ein Arztbrief und eine Rücküberweisung für die weitere Behandlung werden mitgegeben.

Bei seltenen postoperativen Problemen ist eine umgehende Wiedervorstellung und erforderlichenfalls stationäre Weiterbehandlung jederzeit möglich.

Folgende Eingriffe werden ambulant vorgenommen:

  • Frenulumplastik (Bändchenplastik)
  • Zirkumzision (Vorhautentfernung)
  • Varikozelensklerosierung (Verödung von Hodenkrampfadern) – dies ist im Vergleich mit der offenen OP und der laparoskopischen OP das am wenigsten invasive OP-Verfahren zur Beseitigung der Hodenkrampfadern
  • Vasoresektion beidseits (Sterilisation) – ist seit einigen Jahren keine Kassenleistung (Kosten der präoperativen Untersuchung, Aufklärung und OP mit örtlicher Betäubung ca. 260 €)
  • Einlage, Wechsel oder Entfernung eines inneren Ureterstents (einer inneren Harnleiterschiene)

Der Wechsel eines Nierenfistelkatheters, der Wechsel eines Blasenfistelkatheters und eine Blasendruckmessung können im Rahmen einer vorstationären Behandlung vorgenommen werden. Hierzu ist eine stationäre Einweisung erforderlich. Dabei ist es möglich, die gesamte Behandlung an einem Vor- oder Nachmittag durchzuführen.